MDR AKTUELL vom 06.09.2026 Reichinnek - "Ihr seid nicht allein, habt keine Angst"

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Maren
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MDR AKTUELL vom 06.09.2026 Reichinnek - "Ihr seid nicht allein, habt keine Angst"

Beitrag von Maren »

Betreff: Förmliche Programmbeschwerde wegen Verletzung der journalistischen Sorgfalts-, Wahrheits- und Ausgewogenheitspflicht im Beitrag vom 06.09.2026

Sehr geehrte Damen und Herren des MDR-Rundfunkrats,

hiermit legen wir formell Programmbeschwerde gegen den folgenden Online-Beitrag des Mitteldeutschen Rundfunks ein: MDR AKTUELL vom 06.09.2026: Reichinnek: "Ihr seid nicht allein, habt keine Angst"

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/landtagswahl/landtagswahl-linke-reichinnek%2Cvideo-akt-1050.html

Referenz zum Abgleich – ungekürzte Original-Wahlsendung (ARD Mediathek)

Dokumentierter Live-Ausschnitt auf X: https://x.com/Dominik_Kettner/status/20 ... 1430466751

Begründung der Beschwerde:

Beanstandet wird eine Verletzung der gesetzlichen Programmgrundsätze, insbesondere des Gebots der wahrheitsgetreuen, sachlichen und umfassenden Berichterstattung sowie der journalistischen Sorgfaltspflicht gemäß MDR-Staatsvertrag.

In der online zur Verfügung gestellten Fassung des MDR-Beitrags wird ausschließlich über die Wahlkampf-Äußerungen der Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek berichtet. Ein Abgleich mit dem ungekürzten Original-Sendematerial aus der ARD Mediathek (siehe oben genannte Referenz-URL) zeigt jedoch, dass der Beitrag im Online-Angebot des MDR sinnentstellend verkürzt wurde.

Konkret wurde die unmittelbare journalistische Einordnung sowie der direkte, faktenbasierte Widerspruch des Studio-Moderators Jörg Schönenborn während der Live-Übertragung im Online-Zuschnitt vollständig herausgeschnitten. Der Moderator hatte Frau Reichinnek im Live-Gespräch direkt mit empirischen Daten konfrontiert und ihre Pauschalaussagen bezüglich der Ängste von Jugendlichen widerlegt.

Durch das gezielte Entfernen dieser journalistischen Replik und Richtigstellung im Online-Zuschnitt vermittelt der MDR seinem Publikum ein einseitiges und verzerrtes Bild. Die Behauptungen der Politikerin stehen dadurch nachträglich unkommentiert und unhinterfragt im virtuellen Raum. Das selektive Herausschneiden der eigenen, kritischen Moderationsleistung verzerrt den tatsächlichen Verlauf des Informationsgesprächs zum Nachteil des Publikums und widerspricht dem öffentlich-rechtlichen Auftrag zur objektiven und ausgewogenen Berichterstattung.

Wir fordern den Rundfunkrat auf, diesen Vorgang sowie die redaktionellen Kriterien bzw. die Gründe für diesen Online-Zuschnitt zu prüfen und bitten um eine entsprechende Stellungnahme der Redaktion.

§ 6 Auftrag

(1) Der MDR hat in seinen Angeboten einen objektiven und umfassenden Überblick über das internationale, europäische und nationale Geschehen zu geben (…) Der MDR dient der freien individuellen und öffentlichen Meinungsbildung.

§ 8 Angebotsgrundsätze

(1) Der MDR ist in seinen Angeboten an die verfassungsmäßige Ordnung gebunden und der Wahrheit verpflichtet. Er trägt zur Verwirklichung der freiheitlich demokratischen Grundordnung bei und fördert die Zusammengehörigkeit im vereinigten Deutschland.

(2) Der MDR hat in seinen Angeboten die Würde des Menschen sowie die sittlichen, religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen anderer zu achten. Er soll dazu beitragen, die Achtung vor Leben, Freiheit und körperlicher Unversehrtheit, vor Glauben und Meinung anderer zu stärken (…)

(3) Alle Informationsangebote (Nachrichten und Berichte) sind gewissenhaft zu recherchieren und wahrheitsgetreu und sachlich zu halten. Nachrichten sind vor ihrer Verbreitung mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf Wahrheit und Herkunft zu prüfen. Die Redakteurinnen oder die Redakteure sind bei der Auswahl und Verbreitung der Nachrichten zur Objektivität und Überparteilichkeit verpflichtet. Kommentare sind deutlich von Nachrichten zu trennen und unter Nennung der Verfasserin oder des Verfassers als persönliche Stellungnahme zu kennzeichnen. Sie haben dem Gebot journalistischer Fairness zu entsprechen.

Aus Gründen der Transparenz werden wir diese Programmbeschwerde sowie die Antwort der Programmverantwortlichen auf der Webseite des Vereins https://forum.publikumskonferenz.de/ veröffentlichen.

Mit freundlichen Grüßen

Maren Müller
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