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Programmbeschwerde zur "Heute"-Sendung - Kopfgeld Taliban

Hier veröffentlichen wir externe Programmbeschwerden mit freundlicher Genehmigung der Beschwerdeführer. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die in den Beschwerden thematisierten Anliegen ausschließlich in der Verantwortung der jeweiligen Beschwerdeführer liegen und diese nicht automatisch die Meinung der Forenbetreiber wiederspiegeln.
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Maren

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Programmbeschwerde zur "Heute"-Sendung - Kopfgeld Taliban

Beitrag1. Juli 2020, 06:48

Programmbeschwerde zur "Heute"-Sendung am 30.06.2020 um 19.00 Uhr

Werte Damen und Herren,

mit Erstaunen habe ich Ihre "Berichterstattung" in Ihrer 19-Uhr-Heute-"Nachrichten"sendung am 30. Juni 2020 über Afghanistan und Syrien zur Kenntnis genommen.

Bezüglich Afghanistan stellten Sie die (absurde) Behauptung auf, dass Russland den Taliban ein Kopfgeld für US-amerikanische und britische Besatzungstruppen versprochen hätte. Eine konkrete Quelle dafür benennen Sie nicht. Ein klares Dementi aus dem Weißen Haus ziehen Sie - erneut ohne jeden Beleg - in Zweifel. Dass die von Ihnen verbreitete Falschmeldung auch aus Moskau und von den Taliban selbst, somit einschließlich Washington also von allen wesentlichen Betroffenen, dementiert wurde, halten Sie nicht für erwähnenswert. Solche Fehlleistungen erlaubt sich meines Wissens nicht einmal die Bildzeitung. Ist die Verzweiflung in Ihrer "Redaktion" tatsächlich schon so groß?

Zu Syrien schildern Sie die vermutlich wirklich schwierige Versorgungslage, ohne in irgend einer Form zu erwähnen, dass die soeben verschärften, mörderischen US-amerikanischen und EU-europäischen "Sanktionen" daran den Hauptanteil haben. Sie erwähnen auch nicht, dass die sich völkerrechtswidrig in Syrien aufhaltenden Besatzungstruppen der USA und der Türkei (und möglicherweise weiterer NATO-Staaten, die, wie auch das von den USA gestützte Israel, in jüngster Vergangenheit wiederholt völkerrechtswidrige Angriffe auf Syrien durchgeführt haben) die Syrische Regierung von wichtigen Einnahmequellen, mit deren Hilfe u.a. die fehlenden Lebensmittel beschafft werden könnten, abschneiden und die damit erwirtschafteten Gelder islamistischen Terroristen zuschanzen, u.a. auch um das ebenfalls von NATO-Truppen verwüstete Libyen weiter zu destabilisieren. Statt dessen fabulieren Sie von "Hilfsgeldern" für "Hilfsorganisationen", ohne diese näher zu benennen. Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit legen allerdings nahe, dass einmal mehr Steuergelder an kriminelle Organisationen wie die von britischen Geheimdiensten geschaffene Propagandatruppe "Weißhelme" verschleudert werden sollen, die neben anderen Verbrechen dazu bestimmt war und ist, "Gründe" für Kriegsakte verschiedener NATO-Mitglieder zu liefern.

Einmal mehr ist Ihre absolute Schamlosigkeit zu konstatieren, die auch in eine beleidigende Respektlosigkeit gegenüber Ihrem zwangsweise zahlenden Publikum mündet, das Sie offensichtlich für so dumm halten, Ihre plumpen Propagandakampagnen zu glauben. Hierin täuschen Sie sich, lassen Sie sich das in aller Deutlichkeit gesagt sein. Nicht umsonst gehören Journalisten (die Sie allerdings schon lange nicht mehr sind, da Sie keinerlei journalistische Standards einhalten) zu den Berufsgruppen mit dem schlechtesten Ansehen. Glaubwürdigkeit sieht jedenfalls anders aus!

Mit höflichem Gruß,


Dr. H. Demanowski, Berlin
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Maren

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Re: Programmbeschwerde zur "Heute"-Sendung - Kopfgeld Taliban

Beitrag23. Juli 2020, 20:18

Dr. Demanowski, 22.07.2020

Zweites Deutsches Fernsehen
Per Einschreiben: Intendant, persönlich
ZDF-Straße 1
55127 Mainz


Meine Nachricht vom 02. Juni 2020


Werter Herr Intendant,

heute möchte ich noch einmal an die noch ausstehende Beantwortung meines o.g. Schreibens, das ich an Sie persönlich gerichtet hatte, erinnern.

Möglicherweise sind Sie noch nicht zu einer Antwort gekommen, weil Ihnen momentan wahrscheinlich sehr viele ähnliche Anfragen zugehen.

Dennoch möchte ich Sie ausdrücklich zu einer Reaktion ermutigen, weil mich Ihre Meinung zu den in meinem ursprünglichen Schreiben geschilderten Sachverhalten und Ihre Antworten auf meine darin geäußerten Fragen wirklich interessieren. Da hierbei auch Zweifel an Ihrer journalistischen Sorgfalt zum Ausdruck gekommen waren, ist es für Sie sicherlich Ehrensache, diese in aller Klarheit auszuräumen.

Bitte bestätigen Sie mir auch den Empfang dieser Mitteilung, damit ich sicher sein kann, dass Ihnen meine Nachrichten auch vorgelegt werden. Dafür bedanke ich mich bereits im Voraus.

Sollten Sie zwischenzeitlich bereits geantwortet haben, betrachten Sie diese Nachricht bitte als gegenstandslos.


Mit höflichem Gruß,

Dr. Hans Demanowski

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