Programmbeschwerde wegen Auslassens der Parteizugehörigkeit von WDR-Interviewpartnern und sinnentstellender Zitierung 1.2.24
Sehr geehrte Damen und Herren,
der WDR lässt immer wieder Vertreter von Vereinigungen der „Zivilgesellschaft“ in Interviews zu Wort kommen, deren Parteizugehörigkeit und auch – zuweilen hohe - Funktionen in deren Gliederungen und Fraktionen vom WDR unterschlagen werden. Es folgen 5 Beispiele ohne Anspruch auf Vollständigkeit. So viele Fälle aus nur wenigen Wochen sind kein Zufall und erhebliche Verstöße gegen die journalistische Sorgfaltspflicht.
Beim Zuschauer werden sie als unparteiische bzw. überparteiliche Vertreter wahrgenommen.
Weiterlesen in der Datei:
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Sehr geehrte Damen und Herren im Rundfunkrat,
gegen die Antwort von Herrn Burow lege ich Beschwerde/Einspruch/Widerspruch bei Ihnen, dem Rundfunkrat ein.
Der WDR hat in mehreren Lokalzeitsendungen bei Interviewpartnern im Zusammenhang mit „Demos gegen rechts“ bewusst die oft leitende Funktion der Interviewten in linken Parteien unterschlagen. Das ist für den WDR aber gar kein Problem, er schreibt in der Ablehnung meiner Beschwerde auch nur davon, dass die Parteizugehörigkeit eben gar keine Rolle spielte, jeder könne ja in einer Partei sein, interviewt wurden zwar die Aktivisten von Parteien als Aufrufer zur Demos, da könne man das weglassen.
Es geht aber um leitende Funktionen in der Partei. Gorczyk ist Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Rat in Gelsenkirchen.
Die Antwort von Herrn Buhrow lasst anklingen, dass ich das Weglassen der bloßen Parteizugehörigkeit der Interviewpartner anmahnte.
Nicht zur Kenntnis wollte er nehmen, dass es sich nicht um einfache Parteimitglieder oder Kartei-leichen handelte, sondern um Personen des öffentlichen Lebens, eben auch dort, wo sie ohne Par-teimitglied zu sein, auf dem Ticket von SPD, GRÜNEn und Co. aktiv Politik machen.
Ganz anders der Umgang mit dem Treffen in Potsdam, als CDU- und AfD-Mitglieder privat teilnah-men. Dann hätte man sich als WDR auch daran halten müssen. Das macht der WDR aber nicht.
Begründen sie mir bitte, Damen und Herren vom Rundfunkrat, warum beim der Potsdamer angeblichen „zweiten Wannseekonferenz“ (Correctiv) die Mitglieder der CDU und AfD, die als Privatpersonen an einem nichtöffentlichen Treffen (Im Gegensatz zu den Aufrufern in meinen Beispielen) vom WDR immer wieder mit Parteizugehörigkeit genannt wurden, obwohl sie nicht in Funktion ihrer jeweiligen Partei dort waren.
Buhrow schreibt doch: „Grundsätzlich gehört es zum Wesen unserer demokratischen Gesellschaft, dass Menschen einer Partei angehören können und sich mitunter dort auch aktiv betätigen – so wie es hunderttausende Bürgerinnen und Bürger tun; politische Parteien sind privatrechtliche Vereine. Eine Parteizugehörigkeit sagt noch nicht etwas darüber aus, ob und inwieweit Interviewpartner Äußerungen auf Grundlage einer etwaigen Parteilinie treffen oder ob sie auch andere Interessen vertreten und Sichtweisen teilen.“
Gilt das nicht für die Teilnehmer am Potsdamer Treffen? CDU- und AfD-Mitglieder waren nicht in der Funktion als Parteimitglieder dort.
Dort Vorgetragenes stand sicherlich oft nicht im Einklang mit den jeweiligen Parteiprogrammen. Nicht überliefert ist, ob die Anwesenden überhaupt inhaltlich mit den Inhalten Vorträge konform gingen – aber das interessiert den WDR bei CDU und AFD nicht.
Weiter schriebt er: „Es ist in einer Zivilgesellschaft durchaus üblich, dass Bürgerinnen und Bürger sich in unterschiedlichen Organisationen engagieren. Der Hinweis auf eine Parteizugehörigkeit kann daher im Einzelfall vielmehr auch irreführend sein“, das gilt, wie ich erfahren habe, immer für SPD, GRÜNE, LINKE und Co, nicht aber für die AfD und nur teilweise für die CDU. Denn auch für das Potsdamer Treffen gilt: „Der Hinweis auf eine Parteizugehörigkeit kann daher im Einzelfall vielmehr auch irreführend sein.“
Zweierlei Maß eben. Ich kenne ja die parteipolitischen Präferenzen Ihrer Redaktionen.
„Ein guter Journalist macht sich mit keiner Sache gemein auch nicht mit einer guten.“ Ein WDR-Journalist ist immer auf der Seiten der „guten Sache“ unterwegs. Nachrichten werden produziert im Hinblick auf ihre mögliche Wirkung (u.a. „Nützt oder schadet das der AfD?“)
Nicht etwa Verfälschen, nein Weglassen ist da das Mittel der Wahl. Das konnte ich beweisen. Herr Buhrow kann daran nichts finden.
Dass das so bleibt, das garantiert Ihr Intendant- siehe Potsdamer „Geheimtreffen“.
Wie sieht das der der Rundfunkrat?
Mit freundlichen Grüßen
XXXXXX*
*Der Name des Einsenders ist uns und Herrn Buhrow bekannt.
Programmbeschwerde wegen Auslassens der Parteizugehörigkeit von WDR-Interviewpartnern gehen radikale Impfgegner?"
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