Nach Trumps Drohung, über Nacht die iranische Zivilisation zu vernichten, ist meines Erachtens, was nun in Pakistan unter dem Namen „Verhandlungen“ veranstaltet wird, nur eine weitere PR-Show, die uns endgültig davon überzeugen soll, dass die einzigen Schuldigen an diesem „unvermeidlichen“ Krieg die Mullahs seien, und dass „gegen solche unverbesserlichen Sturköpfe notfalls jedes Mittel recht“ ist. Washington und Tel Aviv wollen uns damit ihren „besten Willen beweisen“, zum Wohl der Menschheit auf den jederzeit möglichen atomaren Holocaust zu „verzichten“. Wenn aber Teheran sich in Bälde „ein weiteres Mal vor aller Welt geweigert“ haben wird, sich den wertewestlichen „Heilsbringern“ Trump und Netanjahu zu unterwerfen? Werden die sich dann nicht „gezwungen“ sehen, „nichtsdestotrotz“ zu diesem „letzten Mittel“ zu greifen, schweren Herzens zwar, aber „für justice, freedom'n'democracy“...?
Zumindest gehe ich jede Wette ein, dass gewisse bestens vernetzte, transatlantische Kreise bereits millionenschwere Wetten am Laufen haben, ob „Nukes“ überhaupt und wenn ja: an welchem Tag genau „nach den Verhandlungen“ zu ihrem „Einsatz für den Frieden“ kommen. Solcherlei entspricht voll und ganz dem Mix aus absolut gewissenloser Privatiers-Gier und geradezu psychotischem Zivilisations-Triumphalismus, der im Westen tonangebend ist und seinen ethischen Bankrott bis zuletzt genauso wenig wahrhaben will wie den militärischen und volkswirtschaftlichen – „ums Töten nicht“, wie der Volksmund sagt.
Kommentar von Benjamin Kradolfer
Verhandeln? mit gemeingefährlichen Psychoten?
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