"Während internationale Leitmedien wie BBC, The Guardian, New York Times, AP, ABC oder (…) Reuters wall-to-wall darüber berichten, hat das reichweitenstärkste öffenltich-rechtliche Nachrichtenformat, die ARD-Tagesschau, bis heute keinen eigenständigen Artikel zum UN-Report publiziert."
Bemerkenswert ist eine Formulierung in einer Schalte bei Tagesschau24. Björn Dake, der Leiter des ARD-Studios in Tel Aviv, sagt hier beiläufig (ab 1:40): "Wir hatten jetzt einen UN-Bericht neulich, der hat (…) der israelischen Armee vorgeworfen, dass sie Kinder und Jugendliche gezielt ins Visier nehmen würde, in Gaza und auch im Westjordanland."
Die Frage, inwieweit das Verb "vorwerfen" hier nicht doch ein bisschen zu schwach ist, kann jeder beantworten, der einen Blick in den Bericht wirft. Auf Seite 4 heißt es: "Die Kommission erhielt Informationen von medizinischem Fachpersonal, Wissenschaftlern, Journalisten und Anwälten, die Kontakt zu Opfern und deren Familien hatten. Sie erhielt Beweismittel wie medizinische Berichte, darunter Röntgenaufnahmen, Fotos, Videos und Audioaufnahmen von Patienten, die der Weitergabe dieser Informationen an die Kommission zugestimmt hatten. Die Kommission konsultierte zwei unabhängige Rechtsmediziner, die die Beweismittel – darunter Computertomografien (CT), medizinische Berichte, Fotos und Videos der erschossenen und getöteten oder verstümmelten Kinder – forensisch analysierten."
https://www.mdr.de/altpapier/das-altpapier-karim-el-gawharys-kritik-an-der-berichterstattung-ueber-israelische-kriege-100.html
Zum UN-Bericht: “The essence of childhood has been destroyed”: Israel’s deliberate targeting of Palestinian children in the Occupied Palestinian Territory since 7 October 2023
https://www.un.org/unispal/wp-content/uploads/2026/06/a-hrc-62-crp-2.pdf
Bei Israel schaut die Tagesschau gekonnt weg
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