Link:

https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20181018322677035-sanktionen-modrow-dialog-konferenz/

In Berlin fand am Donnerstag eine hochkarätige Konferenz zum Austausch der Zivilgesellschaften Russlands und Deutschlands statt. Unter dem Motto „Verständigung in Europa: Was kann der deutsch-russische Bürgerdialog bewirken?“ stritten Experten über Formen des Dialogs in Zeiten von politischer Verschärfung und Sanktionen. (…)
Die erfahrene russische Journalistin und Mitglied des Internationalen Journalistenverbandes Deutschland Vera Tatamikowa, die sowohl die russische wie die deutsche Medienlandschaft hervorragend kennt, erzählte: Als sie auf der Seite der Deutschen Welle einen Bericht über die Eröffnung des Petersburger Wirtschaftsforums las, dachte sie schon, sie wäre schizophren, da sie selbst dabei war und etwas völlig anderes erlebt hatte, als das, was der Reporter berichtete. Tatamikowa mahnte die moralische Verantwortung des Journalisten an.

Zur Podiumsdiskussion kamen weder Vertreter der großen Medien noch der deutschen Regierungsparteien.

Link:

https://www.publicomag.com/2018/10/und-taeglich-gruesst-das-fakenews-tier/

Es war nur eine kurze Passage in der Regierungserklärung zur Europapolitik von Angela Merkel am Mittwoch – zusammenhangslos angefügt an einen Absatz über Datenschutz: „Zudem wollen wir Leitlinien für den Umgang mit Parteien schaffen, die in ihren Kampagnen aktiv Desinformation betreiben. Das bedeutet in letzter Konsequenz auch, über finanzielle Sanktionen nachzudenken. Denn Politik bedeutet Verantwortung.“ Unklar blieb – wie fast immer bei Merkel – wer sich hinter „wir“ verbirgt.
(…)
Merkel deutete in ihrer Rede an, es gehe ihr um finanzielle Sanktionen auf EU-Ebene gegen Parteien, die bei der Europawahl „Desinformation“ verbreiten. Nur: es gibt weder ein Durchgriffsrecht der EU am Grundgesetz vorbei – noch existiert eine EU-Institution, die darüber entscheiden dürfte, was „Desinformation“ ist. Das, was Merkel in ihrer Rede entwarf, ist also klar grundgesetzwidrig.

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https://www.gabyweber.com/dwnld/Stiftungen.mp3

Weitergeleitete Nachricht…

Hallo an Alle,

ich habe gerade einen neuen Film hochgeladen, 55 Minuten, Titel: Die parallele Verwaltung … und die Stiftungen 6 + 1

Ich bitte Euch, ueber Eure Kanaele den Film weiter zu verbreiten, denn ich kritisiere das gesamte Berufspolitikertum, von links bis zur AfD. Die sind sich, wenns ums Geld geht, alle einig. Den Film werden
sie ignorieren wollen. Daher meine Bitte; bitte weiterverbreiten, auch den Podcast.

Es geht um die Partei-Stiftungen, die bis heute amtliche Unterlagen in ihren Archiven lagern und damit dem Zugriff der Oeffentlichkeit entziehen. Die Rede ist von „Diebstahl von Bundes-Eigentum“ und „Komplizenschaft von Bundesregierung und Parteien“. So werden die Gesetze zur Presse- und Informationsfreiheit umgangen und Historiker und Buerger ausgetrickst. Es entsteht, finanziert mit Steuergeldern, eine parallele Verwaltung.

ALLE im Bundestag vertretenen Parteien spielen dabei mit, die Stiftungen der Grünen und der Linken machen mit der Adenauer-Stiftung gemeinsame Sache. Sie wollen ihr Gewohnheitsrecht durchsetzen und Pfründe sichern.

Auf der anderen Seite der Barrikade stehen das Bundesarchiv, die Wissenschaft wie die Archivschule in Marburg, die Historiker und Journalisten, und sogar der Bundesrechnungshof hat das Aktenverstecken als „unzulässig“ kritisiert und auf mein im letzten Jahr erstrittenes Urteil vom Bundesverfassungsgericht verwiesen. Das
Bundeskanzleramt ignoriert die Rechtslage.

Die Afd hatte im Wahlkampf angekündigt, mit der verdeckten Parteien-Finanzierung Schluss zu machen. Doch jetzt will sie selbst an die Fleischtöpfe, so schnell wie möglich. Es locken dreistellige Millionenbeträge, spätestens in der nächsten Legislaturperiode wird ihre neue Stiftung aus dem Staatssäckel finanziert werden. Das sagt kein Gesetz sondern das Modell, das die anderen sechs Parteistiftungen gezimmert haben. Das Modell Stiftung 6, in Zukunft 6 + 1. Die AfD wird aus dem Vollen schöpfen, Denkfabriken und Trainingszentren aufbauen
und lukrative Aufträge vergeben, um Themen wie „Umvolkung“ und „Genozid an den Deutschen“ intellektuell auszuschmücken.

Audio-Podcast zum Film: https://www.gabyweber.com/dwnld/Stiftungen.mp3

Wie immer, kam der Film ohne Finanzierung zu Stande – von wem auch? Spenden gerne ueber paypal (ja, ich weiss, der Laden ist sehr fragwuerdig) gaby.weber@gmx.net oder per Ueberweisung
Comdirekt, IBAN DE53 2004 1155 0192 0743 00

Herzliche Gruesse aus Buenos Aires,

Gaby Weber

Link:

https://daskalteherz.blog/2018/10/12/aufbruch-ins-ungefaehre/

(…) Wie gesagt, die Regierung ist erkennbar nicht Adressat der Forderungen; es ist eher eine Konsensdemonstration, und jene, die das zu einer Art Wertewestenprozession erklären, liegen nicht völlig daneben. Die Zustimmung zur bestehenden Regierung entsteht mindestens so sehr durch das Nichtgesagte wie durch das Gesagte – weil von Kriegseinsätzen, wirtschaftlicher Machtausübung, der Verantwortung für Verarmung etc. gar nicht erst die Rede ist, wird der nötige Widerspruch von vorneherein unterlassen. Und selbst mit einer überwältigenden Teilnehmerzahl wird diese Demonstration keinen Druck aufbauen können, denn – wohin, wofür, wogegen? Jede Kraft braucht eine Richtung, das lernt man im Physikunterricht.

Der einzige Adressat, der erahnt werden kann, ist aber die AfD und ihre Anhänger. Denen wird in ein und demselben Atemzug mitgeteilt, dass sie nicht dazugehören, aber gefälligst für ein „Europa der Menschenrechte und der sozialen Gerechtigkeit“ zu sorgen hätten. Da das als Botschaft völlig absurd ist, ist das, was übrig bleibt, ein leeres Ritual zur Selbsterhöhung, das auf der einen Seite der ohnehin scharfen Spaltung innerhalb der beherrschten Klassen zusätzlichen Schwung verleiht, auf der anderen Seite die herrschende Klasse von jeder Verantwortung, gar Schuld freispricht. Im günstigsten Fall ein reaktionäres Spektakel; im ungünstigsten Fall, wenn man die Aussagen zum Verhältnis zwischen Wort und Tat betrachtet, ein weiterer Baustein auf dem Weg zu Faschismus Variante B. Das wahrhaft Erschütternde daran ist, wenn man anhand der Liste der Unterzeichner feststellen muss, wie klein die Zahl derjenigen ist, die das erkennen. (…)

Link:

https://kenfm.de/abschaffung-des-bargeldes-was-steckt-wirklich-dahinter/

Abschaffung des Bargeldes! Was steckt wirklich dahinter?

Vortrag und Diskussion mit Hansjörg Stützle.

„Bargeld ist dreckig und voller Bakterien!“
„Bargeld ist nicht mehr zeitgemäß!“
„Nur Kriminelle und Terroristen benutzen Bargeld!“

Seit geraumer Zeit werden wir mit zahlreichen Argumenten für eine Abschaffung des Bargeldes überschüttet.

Kann es sein, dass solche Argumente nur vorgeschoben sind und die wirklichen Gründe für die Abschaffung des Bargeldes uns Bürgern verschwiegen werden?

Dieser Vortrag zeigt die wirklichen Hintergründe für die geplante Bargeldabschaffung auf und macht deutlich, in welche Welt wir steuern, wenn dies tatsächlich durchgesetzt wird. Zudem wird aufgezeigt, wie die Abschaffung des Bargeldes noch verhindert werden kann und was wir alle aktiv dazu beitragen können.

Mittwoch, 10. Oktober 2018, 19.00 Uhr
kultur|o, Mühlenstraße 10, 88696 Owingen
Eintritt: 12,00 Euro / Schüler 8,00 Euro
Abendkasse ab 18:00 Uhr

Über den Referenten:

Der Vortragsredner Hansjörg Stützle war über 20 Jahre Partner einer Kanzlei für Unternehmensentwicklung. Sein Kompetenzbereich umfasste die Entwicklung von Entwicklungshilfen bei Fragen zu Investitionen, betrieblicher Finanzplanung und Unternehmenssanierung.

Aus dieser Tätigkeit erwuchs ihm ein vielfältiger Fundus an praktischem und umsetzbaren Wissen und Erfahrung. Durch jahrelange Forschung entwickelte Stützle ein lebensnahes Bildungskonzept, in dem Menschen wertvolles Wissen zum Geld erhalten.

Darüber hinaus entwickelte er Vorträge, die ungewöhnliche, interessante und vor allem umsetzbare Lösungsansätze über gesellschaftliche Themen beinhalten. So entstanden auch seine Vorträge zum Thema „Abschaffung des Bargeldes“.

Verantwortlich: Udo Daecke, Owingen
E-Mail: udo.daecke@t-online.de

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http://www.bpb.de/apuz/276549/zum-zustand-der-deutschen-und-europaeischen-medienpolitik

Lutz Hachmeister fordert eine Bundesanstalt für Medienpolitik

Facebook, Google und Co. nehmen die Regulierungsversuche der Bundesländer nicht ernst, warnt der Publizist.

Netzneutralität, Falschmeldungen und Urheberrecht: Das sind nur drei der Medienthemen, die derzeit europaweit diskutiert werden. In Deutschland sind Rundfunkentscheidungen allerdings nach wie vor Ländersache. Die deutsche Medienpolitik könne deswegen auf viele Problemfelder gar nicht mehr adäquat reagieren

https://www.deutschlandfunk.de/medienregulierung-der-kampf-gegen-den-online-goliath.2907.de.html?dram:article_id=429683

Ein Vakuum aus Kalkül. Zum Zustand der deutschen und europäischen Medienpolitik

Bei Bezos und Amazon geht es, bei aller gelegentlichen Philanthropie, wesentlich um die kapitalistischen Grundtugenden wie Expansion, Kapitalvermehrung und Profit für die Investoren, aber Amazon ist, wie Google (Alphabet), Apple oder Facebook auch, ein globaler Medien-, Technologie- und Wissenskonzern neuen Typs, der für die Nationalstaaten komplizierte Regulierungsprobleme bis hin zu Steuer- und Arbeitsrechtfragen aufwirft. Verglichen mit der Entwicklungsdynamik des „digitalen Kapitalismus“ (Peter Glotz), der durch Unternehmen wie Amazon repräsentiert wird, nimmt sich die Entwicklung der deutschen Medien- und Rundfunkpolitik, wenn auch um den neuen Ableger „Netzpolitik“ erweitert, außerordentlich schwerfällig aus. Wir können hier von einer asymmetrischen Medienpolitik sprechen: Reguliert werden auf dem heimischen Markt noch Prozesse, die entweder relativ irrelevant sind oder nur sehr kleine Interessengruppen interessieren (Jugendmedienschutz, Drittsendelizenzen im Privat-TV), und es muss auch noch das ein oder andere Gerangel zwischen Presseverlegern und öffentlich-rechtlichen Sendern um die „Presseähnlichkeit“ von Internetangeboten oder den „Kernauftrag“ von ARD, ZDF und Deutschlandradio moderiert werden – aber die eigentlich wirkungsmächtigen technologischen und ökonomischen Entwicklungen laufen an dieser Art von Medienpolitik vorbei. Das war in den 1990er Jahren ganz anders, als Medienmogule wie Rupert Murdoch oder Silvio Berlusconi noch persönlich nach München, Düsseldorf oder Köln reisten, um die Lizenzierung für Fernsehprogramme wie Vox, Tele 5 oder tm3 zu verhandeln, und Ministerpräsidenten wie Edmund Stoiber (CSU) oder Wolfgang Clement (damals noch SPD) sich einen teilweise tollkühnen Wettbewerb um die effizientere und schickere Standortpolitik im Mediensektor leisteten.

http://www.bpb.de/apuz/276549/zum-zustand-der-deutschen-und-europaeischen-medienpolitik

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https://www.cashkurs.com/hintergrundinfos/beitrag/journalismus-am-abgrund-wenn-journalisten-zu-hexenjaegern-werden/

Journalismus am Abgrund – Wenn Journalisten zu Hexenjägern werden

Ich hatte in den letzten Tagen einen ausgesprochen unangenehmen Kontakt mit einem Journalisten, der angab für einen öffentlich-rechtlichen Radiosender ein Interview mit mir machen zu wollen. Er sei bei Recherchen zur Medienstrategie der russischen Regierung auf ein Interview gestoßen, dass ich RT Deutsch gegeben hätte. Daher hätte er einige Fragen an mich…

Ich bin aufgrund entsprechender Vorerfahrungen bei solchen Anfragen ohnehin schon skeptisch, die mitgelieferten „Fragen“ gaben mir auch einen klaren Hinweis, dass hier jemand eine fertige Meinung hatte und nur noch einen O-Ton zu dessen Bestätigung als journalistisches Feigenblatt „Ich habe ihn ja zu Wort kommen lassen“ suchte.

Dennoch habe ich den Journalisten angerufen. Was danach folgte, war so ungeheuerlich und fernab jeder journalistischen Seriosität, dass ich umgehend eine Beschwerde beim zuständigen Rundfunkrat eingereicht habe.

Ich möchte Ihnen diese Beschwerde hier zur Verfügung stellen, damit Sie sich ein Bild davon machen können, wie für viele von uns kritischen Beobachtern leider allzu oft der Umgang mit manchen Medienhäusern und ihren Journalisten  – in diesem Fall sogar öffentlich rechtlichen – aussieht.

Weiterlesen auf cashkurs.de

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https://kenfm.de/tagesdosis-11-9-2018-wikipedia-die-mcmedien-und-die-enttarnung-von-feliks/

Journalisten sollen vor allem die Wahrheit sagen, fair arbeiten, der Adressat ihrer Arbeit ist die Öffentlichkeit, nicht ihr Chefredakteur, die Regierung, oder die Aktionäre ihres Mutterkonzerns, sie sollen die Interessen der Bevölkerung gegenüber den Mächtigen im Auge haben, sie sollen Wichtiges verständlich erklären und bei der Politikberichterstattung darauf achten, was für die Bevölkerung wichtig ist, nicht der Bevölkerung erklären, was die Politik als wichtig für die Bevölkerung erachtet. Der Journalist soll also die Interessen der Öffentlichkeit im Auge haben. Die legitimen Interessen der Öffentlichkeit sind der Nordpol, auf den seine Kompassnadel zeigen sollte.

Gut, dass es Journalisten gibt, welche die Öffentlichkeit darüber unterrichten, wie ein vermeintliches Lexikon mittels geeigneter Belegschaft versucht, die Geschichte umzuschreiben. Die Wikipedia ist teilweise ein brauchbares Online Lexikon, bei politisch relevanten Themen jedoch ein Desinformations- und Denunziationsmedium.
Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

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http://www.fr.de/kultur/netz-tv-kritik-medien/medien/medienaufsicht-ruegt-rtl-paedophilie-beitrag-loeste-lynchjustiz-aus-a-1585822

Pädophilie-Beitrag löste Lynchjustiz aus

RTL bringt einen Magazinbeitrag über Pädophile und verpixelt einen angeblich Verdächtigen nur unzureichend. Die Folge ist ein Lynchangriff. Jetzt rügt die Medienaufsicht.

http://www.fr.de/kultur/netz-tv-kritik-medien/medien/medienaufsicht-ruegt-rtl-paedophilie-beitrag-loeste-lynchjustiz-aus-a-1585822

Medienwächter belasten Portokasse von RTL: Nichts wollten sie damals zugeben bei RTL, nicht mal einen kleinen Fehler. Der Sender informierte stattdessen, er habe alles richtig gemacht, journalistisch einwandfrei, was nun aber auch die Kontrolleure der Landesmedienanstalten anders sehen: Die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) hat gestern beanstandet, wie RTL im Juni nach einem Pädophilen gefahndet hat. Der Sender habe damit gegen „journalistische Grundsätze“ verstoßen.

Wie die ZAK feststellt, habe RTL damit gegen § 10 Abs. 1 Satz 1 des Rundfunkstaatsvertrages verstoßen, in Verbindung mit Ziffer 8 des Pressekodex des Deutschen Presserats. Interessant ist, dass sich die ZAK hier auf den Pressekodex beruft, der eigentlich nur für Zeitungen und Zeitschriften gilt. Aber es passt natürlich. In Ziffer 8 ist der „Schutz der Persönlichkeit“ geregelt, und den sieht die ZAK in diesem Fall verletzt.

Folgen für RTL hat die Entscheidung der ZAK nun kaum, jedenfalls keine direkten. Der Sender muss, wie die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) mitteilt, eine Verwaltungsgebühr in Höhe von 1.000 Euro zahlen. Das ist eher wenig. Laut ZAK bestünde die Möglichkeit, bis zu 5.000 Euro anzusetzen. Wenngleich auch das einen Sender wie RTL kaum schmerzt.

https://uebermedien.de/31636/medienwaechter-belasten-portokasse-von-rtl/

Eine Sprecherin der Bremischen Landesmedienanstalt sagte am Mittwoch auf Nachfrage der FR, unzureichende Verpixelung gelte nur als „einfacher Verstoß“ und werde deshalb nicht mit einem Bußgeld geahndet, zumal der Sender nicht vorsätzlich gehandelt habe. Er müsse lediglich eine Verwaltungsgebühr zahlen, die 250 bis 5000 Euro betragen könne.

http://www.fr.de/kultur/netz-tv-kritik-medien/medien/medienaufsicht-ruegt-rtl-paedophilie-beitrag-loeste-lynchjustiz-aus-a-1585822

Hinweis: Eine unzureichende Verpixelung gilt nicht als Ordnungswidrigkeit und kann deshalb nicht mit einem Bußgeld belegt werden. Im RFSTV sind in § 49 insgesamt 57 Tatbestände aufgeführt, die als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld bis zu 500.000 Euro belegt werden können. Ein Verstoß gegen die Regelungen in § 10, dass Berichterstattung und Informationssendungen anerkannten journalistischen Grundsätzen, auch beim Einsatz virtueller Elemente, entsprechen müssen, gilt nicht als Ordnungswidrigkeit. Dies gilt übrigens auch für die Vorgabe aus § 6 Abs. 2 RFSTV das mehr als die Hälfte der Spielfilme und -serien sowie Dokumentarsendungen europäischen Ursprungs sein muss – wogegen Pro7 jedes Jahr wieder verstößt.

Link:

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/09/22/polizei-gewerkschaft-zu-maassen-wende-einfach-nur-noch-widerlich/

Der Vorsitzende der Bundespolizei-Gewerkschaft, Ernst G. Walter, hat die Neuverhandlung der umstrittenen Beförderung des Verfassungsschutz-Präsidenten Hans-Georg Maaßen scharf kritisiert. Semantische Differenzen würden hier aus purem parteipolitischem Kalkül zu Staatskrisen hochstilisiert und auf höchster Ebene getroffene Vereinbarungen wegen fallender Umfragewerte von heute auf morgen wieder infrage gestellt, sagte Walter dem Handelsblatt. Zugleich werde dabei versucht, einen hochverdienten und erfolgreichen Beamten ohne jede Rücksicht auf den dahinter stehenden Menschen regelrecht zu vernichten. Das sei „einfach nur noch widerlich“.

Link:

http://www.message-online.com/neues-vom-massenmedialen-afrika-desater/

Die Völkerkunde der Massenmedien

Wie der Tagesspiegel sich in der Raubkunst-Debatte in den Benin-Bronzen verheddert.

Kennen Sie den Unterschied zwischen der Slowakei und Slowenien? Gibt es überhaupt einen? Flandern gehört doch zu Frankreich, oder? Und wie ist es mit Äquatorialguinea, Guinea und Guinea-Bissau. Sind das drei eigenständige Länder oder nur eins oder zwei? Und wo liegen die? Oder wie ist das mit Benin? Gibt es da ein, zwei, drei Benins? Und zu welchem Benin gehören eigentlich die berühmten Benin-Bronzen? Und warum sollte man das alles überhaupt wissen? – Meine Meinung: Es schadet nicht, das alles sauber einzuordnen, wenn man als Journalist oder als Journalistin mit entsprechenden Themen an die Öffentlichkeit tritt. Das gilt auch, wenn man für den Tagesspiegel arbeitet, eine Zeitung mit überregionalem Anspruch, die mit dem Slogen wirbt “Rerum cognoscere causas” – “Die Ursachen der Dinge erkennen”. …

Nicola Kuhn analysiert das auch richtig gut, solange es um die Dinge geht, die sich direkt vor ihrer Haustür abspielen: Politik, Museumsleute und Aktivisten in Berlin und Hamburg – alles fein recherchiert und aufgeschrieben.

Ganz anders wird es, wenn es um die Fakten geht, die mit denjenigen verbunden sind, die ihre geraubten Kunstschätze zurückfordern. Da wird dem Leser ein skurriles Kuddelmuddel an Unklarheiten, Verwechslungen und Unwissenheit verabreicht.

Link:

https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/7722/

Jubiläum mit Truppenbesuch – Machtkampf gegen Russland

Gespräche über den Machtkampf gegen Moskau sowie ein Truppenbesuch bei der Bundeswehr in Rukla prägen die Kurzvisite von Bundeskanzlerin Angela Merkel am heutigen Freitag in Litauen. Das Land, in dem fast ein Drittel der Bevölkerung von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht ist, hat seinen Militärhaushalt mittlerweile auf rund zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöht; es gibt einen wachsenden Teil davon für Einkäufe bei deutschen Waffenschmieden aus.

Link:

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/09/12/maassen-kritisiert-medien-wegen-verwendung-von-zeckenbiss-video/?ls=ap

Maaßen kritisierte bei seinem Auftritt im Ausschuss nach Angaben von Teilnehmern laut dpa die Medien. Demnach sagte er am Mittwoch in Berlin, man solle «Hetzjagden nicht herbeischreiben». Er sprach von einer negativen Stimmung der Bürger gegenüber Medien und Journalisten und erklärte, Medien hätten den Titel des Videos mit dem Begriff «Menschenjagd» vom Twitter-Nutzer «Antifa Zeckenbiss« übernommen.
(…)
Der BfV-Präsident erklärte, anders als von Medien berichtet, habe er «zu keinem Zeitpunkt behauptet, dass das Video gefälscht, verfälscht oder manipuliert worden ist». Hätte er dies zum Ausdruck bringen wollen, hätte er auch die entsprechenden Worte gewählt, schreibt Maaßen. Er habe dagegen in Frage gestellt, dass das betreffende Video «authentisch» eine «Menschenjagd in Chemnitz» am 26. August belege.

Anmerkung: Genau diese Argumentation ist schlüssig. Wenn es Hundertschaften von Journalisten, die für sich in Anspruch nehmen linguistische Profiarbeit zu leisten, nicht fertig bringen zwischen „authentisch“ und „Fälschung“ zu differenzieren, dann sollten sie umsatteln – vielleicht auf Politiker. Das gleiche gilt für Angestellte öffentlich-rechtlicher Anstalten, die sich seit etlichen Tagen in Rücktrittsgeschrei gegenüber Maaßen üben. Auch sie sind auf dem falschen Posten. Sie sollen vor allem „den Mächtigen“ auf die Finger schauen, nicht deren Bodenpersonal.

Link:

https://de.sputniknews.com/politik/20180907322247806-idlib-kampf-widerstand-westen/

Die Schlacht um Idlib – Wer will kämpfen und wer will das verhindern?
Beitrag von Karin Leukefeld

Vor dem Krieg 2011 lebten in Idlib rund 1,5 Millionen Menschen, heute sind es rund 3 Millionen. Die hohe Zahl heute setzt sich aus den ursprünglichen nichtgeflohenen Bewohnern, etwa einer Million Inlandsvertriebenen und mehreren Hunderttausend Angehörigen von Kampfverbänden zusammen, die mit der syrischen Regierung keine Vereinbarung treffen wollten. Diese Kämpfer waren mit ihren Angehörigen aus dem Osten von Aleppo (2016), aus dem Umland von Damaskus (Anfang 2017), aus Deraa und Qunaitra (Sommer 2018) nach Idlib gebracht worden.

Nun müssen sie entscheiden, wie es für sie selber und ihre Angehörigen weitergehen soll. Noch immer steht das Angebot einer Vereinbarung, wenn sie den bewaffneten Kampf gegen die syrische Regierung einstellen. Wer dazu nicht bereit ist, muss mit dem Angriff rechnen. Für die rund 100.000 Kämpfer, die nicht einlenken wollen, ist Idlib zur Sackgasse geworden.

Link:

https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20180903322194777-chemnitzer-proteste-psychoanalitiker/

Um die Ereignisse von Chemnitz ist ein Deutungsstreit entbrannt. Viele Politiker und Medien warnen vor einem Erstarken der Rechtsextremen. Der bekannte Psychoanalytiker Dr. Hans-Joachim Maaz sieht in solchen Schuldzuweisungen Zeichen einer Gesellschaftskrise. Die AfD erstarkt, weil die große Politik und Medien die Menschen nicht mehr ernst nehmen.

Das Interview führte Armin Siebert.

Link:

https://makroskop.eu/2018/08/ueber-fake-news-und-unterschlagene-wahrheiten/

„Fake News“
Über Fake News und unterschlagene Wahrheiten

Von Heiner Flassbeck

Was ist Fake und was ist nur die Verdrehung der Wahrheit bis zur Unkenntlichkeit. Wir zeigen an drei Beispielen, wie Deutschlands große Medien sich als Meister ihres Faches erweisen.

Erstes Beispiel: der neue ifo-Index. In den ZDF heute-Nachrichten (hier, ab Minute 10) verkündet der Moderator mit kaum zurückgehaltener Freude, die Stimmung in der deutschen Wirtschaft sei „extrem gut“, das ifo-Institut habe ein Sommerhoch vermeldet, das alle Erwartungen übertrifft. Optimistisch mache die Firmenchefs vor allem die Tatsache, dass es nicht zu einem europäisch-amerikanischen Handelskrieg gekommen sei (das kommt auch so von ifo).

Es ist zunächst auffällig, dass der ifo-Index in einem Monat in den Hauptnachrichten genannt wird, in dem es aufwärts geht, aber kaum einmal in Monaten, wie seit der Jahreswende, wo es abwärts geht. Dann die unverhohlene Freude des Moderators. Worüber freut er sich? Ist es nicht seine Aufgabe, den Zuschauern ohne jede Emotion eine Nachricht zu übermitteln und zu erklären, wie die im Zusammenhang der bisherigen Entwicklung des Indikators zu sehen ist? …. Vollends zur Falschmeldung tendiert der Jubel und die Begründung dafür aber, wenn man sich die einzelnen Wirtschaftsbereiche anschaut, wie sie, wiederum im Original von ifo, in Schaubild 2 dargestellt sind. Da findet man, dass im verarbeitende Gewerbe, das mit Abstand am wichtigsten für die zyklischen Bewegungen und den Export einer Volkswirtschaft ist, sich die Lagebeurteilung (die graue Linie) im August sogar verschlechtert hat. Das ist das Einzige, was die Unternehmen wirklich beurteilen können, ohne selbst ins Philosophieren zu geraten.

Der zweite Fall kann anhand der gleichen Heute-Sendung (gleich zu Anfang) aufgerollt werden, obgleich hier nicht das Medium im Vordergrund steht, sondern die Politik. Es geht um die Rente. Die SPD hat damit angefangen, aber fast alle anderen sind auf den Zug aufgesprungen, dass es eine Bestandsgarantie für das heutige Rentenniveau (von unter 50 Prozent des letzten Verdienstes!) geben soll. Olaf Scholz ist nun vorgeprescht und fordert eine Bestandsgarantie bis 2040, obwohl die Koalition sich nur auf 2025 festlegen wollte.

Das Ganze ist eine Nebelkerze ohnegleichen, weil die SPD damit ihre soziale Seite hervorheben will, aber gleichzeitig die Diskussion in eine bestimmte Richtung lenkt, um alle anderen Richtungen dadurch zu verhindern. Warum sollte eigentlich für das heutige extrem niedrige Rentenniveau eine Bestandsgarantie gegeben werden? Warum werden die Renten nicht so angehoben, dass keine Altersarmut droht? Warum ist ein Niveau unter 50 Prozent angemessen? Warum werden die Beitragssätze für Arbeitnehmer und Arbeitgeber nicht angehoben, um ein höheres Rentenniveau zu finanzieren? All diese Fragen will die SPD offenbar nicht diskutieren, denn sonst würde sie ja nicht so tun, als ob die lange Bestandsgarantie schon das Beste sei, was überhaupt zu erreichen ist. Dieses dumme Spiel wird von fast allen Standardmedien mitgespielt, indem sie tagein tagaus genau darauf eingehen und in jedem Interview nur diese eine Frage diskutieren, niemals aber die eigentlich relevanten Fragen nach den Beitragssätzen.

Beim dritten Beispiel geht es um die Position des EZB-Präsidenten, die 2019 neu besetzt wird. Hier verbreiten seit Tagen die privaten „Leitmedien“ die Meldung, die Bundeskanzlerin habe sich dafür entschieden, um den Posten des Kommissionspräsidenten zu kämpfen, aber nicht Jens Weidmann, den Präsidenten der Deutschen Bundesbank für die EZB zu nominieren. Besonders toll treibt es wieder einmal Holger Steltzner von der FAZ (hier), der Angela Merkel einen Verrat nationaler Interessen vorwirft, weil sie sich nicht vehement für Jens Weidmann als EZB-Präsident einsetzt.

Link:

https://www.heise.de/tp/features/Putin-unterstuetzt-umstrittene-Erhoehung-des-Rentenalters-4150624.html

Der Präsident handelt im Interesse des großen Kapitals, sagen die Oppositionsparteien und kündigen neue Demonstrationen an
Bericht von Ulrich Heyden für Telepolis

Am 14. Juli – parallel zum Beginn der Fußballweltmeisterschaft in Russland – hatte die russische Regierung die Erhöhung des Rentenalters angekündigt. Wladimir Putin hat seitdem eine klare Positionierung zu dieser „Reform“ vermieden. Die Reform stieß in der russischen Gesellschaft auf ein negatives Echo. Viele Menschen, welche die Erhöhung des Rentenalters ablehnen, hatten gehofft, Putin würde den Plan der neoliberalen Regierung stoppen. Diese Hoffnung erfüllte sich nicht.

Am Dienstagmittag erklärte der russische Präsident in einer Fernsehansprache, die Erhöhung des Rentenalters sei nicht beliebt, aber sie sei nötig. Es gäbe keine Alternative und es wäre falsch, die Reform aufzuschieben.
Weiterlesen auf Telepolis…

Link:

https://www.heise.de/tp/features/Fuehrt-Facebook-Anweisungen-der-ukrainischen-Praesidialverwaltung-aus-4148510.html

Dies behauptet der populäre ukrainische Blogger Anatoli Sharij, dessen Facebook-Account einen Tag gesperrt wurde

Gestern gab Sharij bekannt, dass sein Facebook-Blog ohne Begründung für einen Monat gesperrt wurde. „Der Wahlkampf hat begonnen“, meinte der Blogger, der aus Gründen der persönlichen Sicherheit seit einigen Jahren in der EU lebt. Präsident Poroschenko versuche, einen einflussreichen Kritiker mit 280.000 Abonnenten bei Facebook und 1,5 Millionen Abonnenten bei YouTube mundtot zu machen. In einem halben Jahr sind in der Ukraine Präsidentschaftswahlen und da würden alle stören, die gegen den amtierenden Präsidenten sind.

Sharij veröffentlicht auf seinem YouTube-Kanal und Facebook täglich kritische Videos und Posts über den amtierenden ukrainischen Präsidenten und sein politisches Umfeld. Der Stil des Bloggers ist humoristisch. Der populäre Kritiker lässt die ukrainischen Politiker, die er wegen Nationalismus, anti-sozialer Politik und Korruption kritisiert, regelmäßig selbst zu Wort kommen, indem er Mitschnitte aus dem ukrainischen Fernsehen vorführt.

Link:

https://www.swr.de/swr1/rp/programm/heute-geschlossene-gesellschaft-gefaehrden-die-eliten-unsere-demokratie/-/id=446640/did=22197840/nid=446640/17egeep/index.html

Gefährden die Eliten unsere Demokratie?

Der Brexit, Donald Trump als Präsident der USA, die Alternative für Deutschland (AfD) vielleicht bald als zweistärkste Kraft in Bayern… Vor ein paar Jahren wären das noch unvorstellbare Zukunftsszenarien gewesen. Die gesellschaftlichen Strukturen und die politische Kultur in der westlichen Welt haben sich verändert. Auch in Deutschland. Wie lässt sich das Erstarken des populistischen Nationalismus erklären und ist unsere Demokratie langfristig in Gefahr?
Für den Soziologen Michael Hartmann tragen die Eliten eine maßgebliche Verantwortung für die zunehmende Politikverdrossenheit und den Rechtspopulismus in Deutschland.

Video und ausführlicher Beitrag auf SWR1

Link:

https://www.evangelisch.de/blogs/medienkolumne/151859/23-08-2018

Die „Tagesschau“ ringt mit sich

… und das ist konstruktiv anzusehen. Gerade weil die Diskussionen, wie und über was öffentlich-rechtliche Nachrichtensendungen berichten sollten, so schwierig ist.

Es anzuschauen, macht keinen Spaß, ist aber konstruktiv. Und es ist eine so seltene wie seltsame Medien-Form: Der ARD-aktuell- und damit „Tagesschau“-Chefredakteur Kai Gniffke sitzt für eine gut halbstündige Video-Show vor einer statischen Kamera. Diese Sendung wurde live im Internet über Facebook ausgestrahlt und ist als Aufzeichnung im Internetauftritt von tagesschau.de verfügbar. Gniffke verliest ausgewählte E-Mails und Kommentare von Zuschauern und antwortet dann darauf. Es ist also asymmetrisch, da die Fragesteller nicht reagieren konnten, was ja technisch möglich ist. Außer den Sendern haben längst auch die Empfänger Webcams (und mit „Sag’s mir ins Gesicht“ haben 2017 Gniffke und sein „Tagesschau“-Redaktion auch so etwas bereits ausprobiert). Aufschlussreich ist es es dennoch. …

Es bleibt also an allen Ecken und Enden eine schwierige Lage. Im kontinuierlichen Strom der Nachrichten müssen immerzu schnell Entscheidungen getroffen werden, die immer aus unterschiedlichen Richtungen anfechtbar sind. Diskussionen darüber sind notwendigerweise schwierig, manchmal bis quälend. Sich Kritik offen und möglichst transparent zu stellen, wie Kai Gniffke es gerade tat, ist aber ein richtiger Weg, um das Ansehen und die Bedeutung einer öffentlich-rechtlichen Nachrichten-Instanz wie der „Tagesschau“ zu erhalten.

Link:

https://netzpolitik.org/2018/nsa-leak-heute-hartes-urteil-gegen-whistleblowerin-reality-winner-erwartet/

NSA-Leak: Hartes Urteil gegen Whistleblowerin Reality Winner erwartet

Nach einem Schuldeingeständnis wird am Donnerstag das Urteil gegen eine Whistleblowerin fallen. Ein Gericht in Georgia könnte die höchste Strafe aussprechen, die je in den Vereinigten Staaten für die Weitergabe von geheimem Dokumenten verhängt wurde. Der geleakte Bericht machte Versuche öffentlich, Wahlsoftware zu hacken.
(…)
Inhaltlich ging es bei den geleakten Papieren um eine wichtige, zuvor öffentlich nicht bekannte Information über Versuche, vor den US-Präsidentschaftswahlen amerikanische Softwaresysteme zur Wählerregistrierung anzugreifen. Die amerikanischen Geheimdienste hatten die russische Seite als Urheber dafür ausgemacht. Die damals bei dem NSA-Partner Pluribus International als Übersetzerin angestellte Winner soll den als „top secret“ eingestuften Bericht an The Intercept weitergeleitet haben, wo Details daraus veröffentlicht wurden.

Link:

https://deutsch.rt.com/europa/74845-vermeintliche-griechenland-rettung-europaeisches-massaker-mit-ansage/?utm_source=browser&utm_medium=push_notifications&utm_campaign=push_notifications

Das letzte Rettungsprogramm für Athen ist abgeschlossen, insgesamt 289 Milliarden Euro an Krediten überwiesen. Griechenland sei nun wieder ein „normales Land“, sagt EU-Kommissar Moscovici. Doch bei dieser „Normalität“ kann einem Angst und Bange werden.

Der Begriff „Zynismus“ stammt ursprünglich aus dem antiken Griechenland. „Zynismus“, das sich von dem griechischen Wort für Hund (κύων kyon) ableitet, bezeichnete die Lebensanschauung und Lebensweise der sogenannten „Kyniker“. Eine antike philosophische Schule, die ethischen Skeptizismus und Bedürfnislosigkeit lehrte. Einer ihrer Gründer war Diogenes von Sinope, der bekanntlich gerne mal eine Nacht in einem Vorratsfass verbrachte. Doch der antike Philosoph lebte freiwillig und aus Überzeugung wie ein Bettler – viele seine Nachfahren hingegen haben schlicht keine andere Wahl. Der Zynismus der Europäischen Union scheint keine Grenzen mehr zu kennen.

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http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/journalismus-und-pr-das-moderiert-zdf-moderatorin-dunja-hayali-15741580.html

Moderationen für die Wirtschaft: Dunja Hayali in der Kritik

Hayali selbst sieht keinen Interessenskonflikt, so lange sie „nämlich kritischen Journalismus“ auch bei Kongressen abliefere. Doch sind Auftritte bei Branchentreffen der Wirtschaft wirklich Journalismus?

https://www.abendblatt.de/kultur-live/tv-und-medien/article215110641/Moderationen-fuer-die-Wirtschaft-Dunja-Hayali-in-der-Kritik.html

Prominent präsentiert – Hayalis Nebentätigkeiten

Ein schöner Sommertag im Juni, in einem Eventzentrum direkt am Brandenburger Tor in Berlin: Hier trifft sich die Glücksspiel-Branche – die „Deutsche Automatenwirtschaft“ – zu ihrem alljährlichen Kongress, dem sogenannten „Gaming Summit“. Mehr als 30 Referenten diskutieren in verschiedenen Panels aktuelle Fragen rund um das Glücksspiel. Moderiert wird die ganztägige Veranstaltung von der prominenten ZDF-Journalistin Dunja Hayali, seit vielen Jahren Gesicht des Morgenmagazins und inzwischen auch einer eigenen Talkshow.

Volker Lilienthal:

„Man sollte aufpassen, dass man nicht öffentlich wahrgenommen wird als der Grüß-August der Spieleindustrie. Das ist sehr gefährlich für die journalistische Glaubwürdigkeit. Maßhalten sollte man aber auch insofern, dass es nicht zu viele Einladende gibt.“

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/medienpolitik/Prominent-praesentiert-Dunja-Hayalis-Nebentaetigkeiten,nebentaetigkeit100.html

Aber muss Dunja Hayali gleich die Nähe zur Deutschen Automatenwirtschaft suchen? Zu Novartis, Amazon, BMW, dem Deutschen Beamtenbund, der Deutschen Stahlindustrie und dem Deutschen Handelskongress? … Bleibt die Frage nach den Grenzen des Journalismus. Denn Dunja Hayali wird als ZDF-Gesicht wahrgenommen, als die mit der Moral. Sie sehe da keinen „Interessenskonflikt“, sagte sie „Zapp“. Sie betreibe „kritischen Journalismus“ auch auf den Bühnen der Wirtschaft. Sie sei „nicht käuflich“ und habe das Honorar für ihren Auftritt bei der Automatenindustrie gespendet. Die Branche sei übrigens gar nicht so übel. Dumm nur, dass es kein Journalismus ist, und schon gar kein kritischer, wenn man als bezahlter Moderator auf einer Industrieveranstaltung auftritt, sondern eine Dienstleistung. Dass Dunja Hayali darin selbst keinen Unterschied zu dem sehen mag, was sie „sonst“ tut, kann einem schon zu denken geben.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/journalismus-und-pr-das-moderiert-zdf-moderatorin-dunja-hayali-15741580.html

Die Moderatoren von ARD und ZDF verdienen mitunter nicht schlecht, gemessen an ihrer enormen Popularität jedoch auch nicht übermäßig viel. Das „Abendblatt“ berichtet von 238,01 Euro pro 20-Uhr-Sendung der Tagesschau. Zum Vergleich: Fußball-Experten im Fernsehen verdienen bis zu mehrere Tausend Euro pro Sendung.

https://www.abendblatt.de/kultur-live/tv-und-medien/article215110641/Moderationen-fuer-die-Wirtschaft-Dunja-Hayali-in-der-Kritik.html

Hinweis: Die Tagesschau hat Sprecherinnen, nicht Moderatorinnen. Zudem liesen diese nicht nur eine Sendung je Tag, sondern mehrere. Von Interesse wäre also der Verdienst in einer “Tagesschicht”.

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/08/19/putin-erklaert-merkel-die-vorteile-von-gas-lieferungen-aus-russland/?nlid=2d235430bd&utm_source=Das+DWN+Telegramm+f%C3%BCr+Abonnenten&utm_campaign=d078d66e6c-RSS_EMAIL_CAMPAIGN&utm_medium=email&utm_term=0_e60fb08c41-d078d66e6c-107401145

Der russische Präsident Putin hat bei Bundeskanzlerin Merkel für eine enge deutsch-russische Partnerschaft geworben.

Putin erinnerte daran, dass „Deutschland der größte Abnehmer russischer Energieressourcen ist“: „Im Jahr 2017 haben wir 53,8 Milliarden Kubikmeter Gas geliefert, das mehr als 30 Prozent des deutschen Marktes abdeckt, während der Verbrauch von russischem Gas stetig zunimmt und in diesem Jahr um 13 Prozent gestiegen ist.“ Putin wies darauf hin, dass Deutschland nicht nur ein Markt für die Lieferung von Kohlenwasserstoffen aus Russland ist, sondern auch ein wichtiges Bindeglied für den Transit in andere europäische Länder. Er erinnerte daran, dass im Juni 50 Jahre seit Beginn der Gaslieferungen von der Sowjetunion nach Westeuropa vergangen seien: „;Während dieser Zeit hat unser Land zuverlässig eine unterbrechungsfreie Stromversorgung bereitgestellt und leistet noch immer einen wesentlichen Beitrag zur Energiesicherheit des gesamten europäischen Kontinents.“

Link:

https://www.petrareski.com/2018/08/17/die-bruecke-und-die-multikultimilliardaere/

„Allerdings wird der Gewinn nicht in den Erhalt oder die Modernisierung der Autobahnen gesteckt, sondern darin, den Flughafen von Nizza, Anteile am größten Betreiber des spanischen Autobahnnetzes und an der Gesellschaft, die den Eurotunnel betreibt zu kaufen: Die Autobahnen sind zum Bankautomaten der Benettons geworden.“

Dies alles dank bizarrer Klauseln, die in Verträgen enthalten sind, die in den 1990er Jahren mit den Benettons geschlossen wurden, und beispielsweise bei Baustrukturen, die vor 1967 gebaut wurden, nicht vorsehen, dass der Betreiber einen Plan über die Erhaltungsmaßnahmen vorlegt. Diese Klausel trifft auf die Brücke von Genua zu. Und nicht nur das: Wenn das Autobahnteilstück kontrolliert wird, sind das Ingenieure, die vom Unternehmen selbst benannt und bezahlt werden – keine neutralen Sachverständigen. Der genaue Inhalt der Verträge zwischen den Benettons und dem italienischen Staat ist übrigens geheim.

Nachtrag zur Familie Benetton:
Die Brücke und die Multikultimilliardäre
In diesen unruhigen Zeiten sind Gewissheiten tröstlich. Etwa dass der (die? das?) “Narrativ” von der grundguten Multikultimilliardärsdynastie Benetton, die nach dem Einsturz der Morandi-Brücke in Genua von den bösen, hässlichen italienischen Populisten angegriffen werden, pünktlich und in Lichtgeschwindigkeit auch in den deutschen Medien eingetroffen ist.

Die Unternehmerfamilie Benetton wird all diese Solidaritätsadressen genossen haben, war sie doch so geschockt, dass sie ganze zwei Tage brauchte, bis sie sich aufraffen konnte, den Toten ihre Trauer zu bekunden. By the way: In den italienischen Medien wurden die Benettons auch erst erst Tage nach dem Unglück mit ihrem Unternehmen Autostrade per l’Italia – Atlantia als Betreiber des Autobahnstücks genannt.

Die Brücke und die Multikultimilliardäre

10 August, 2018

Der Krieg gegen den Iran

Link:

https://www.nibe-versand.de/product_info.php?products_id=64

Buchtipp:

Die Publikumskonferenz setzt sich seit ihrem Bestehen für eine objektivere und ausgewogenere Berichterstattung in den Öffentlich Rechtlichen Medien ein. Wir möchten daher auch darauf hinweisen, wenn größere Publikationen auf den Markt kommen, die ein Gegengewicht zu der oft von Vorurteilen eingefärbten Berichterstattung darstellen. In diesem Zusammenhang sind wir über ein neues Buch von Jochen Mitschka gestolpert, „Der Krieg gegen den Iran“, erschienen im Nibe-Verlag.

Ein Buch über den Iran, der „ausgewogen“ wäre und die Themen behandelt, die der Autor in seinem Buch anspricht, wäre sicher so dick geworden, dass sich niemand das Lesen zumuten würde. Außerdem wäre das mehr, als Jochen Mitschka mit seinem Buch beabsichtigt. Er will bewusst nicht die offiziellen Narrative wiederholen, sondern gemeinsam mit dem Co-Autor Dr. Hossein Pur Khassalian, einem Exiliraner, der zur Zeit des Schahregimes nach Deutschland kam, um hier Medizin zu studieren, und seitdem zwar in Deutschland lebt, aber sehr engen Kontakt in den Iran pflegt, ein alternatives Bild des Iran zeigen.

Das Buch erklärt zunächst die Vergangenheit des Iran in Hinsicht auf Angriffe des Westens, die Jahrhunderte zurück reichen, sich aber seit der Revolution von 1979 extrem verstärkten. Wer von Intrigen, Morden, Krieg und CyberWar liest, versteht, warum viele Menschen im Iran, insbesondere die USA wenig wertschätzen. Im nächsten Kapitel geht der Autor auf die staatlichen Organe ein. Mit Hilfe von Dr. Hossein Pur erklärt er die jüngere Politik, und widerlegt einige der im Westen gepflegten Narrative. Besonders interessant ist auch der Vergleich der staatlichen Organisation im Iran gegenüber Deutschland oder der USA.

Dann geht das Buch auf das Narrativ der gefälschten Wahlen, insbesondere der Wahlen von 2009 ein, und versucht die Frage zu beantworten, ob die Führung des Iran tatsächlich radikalfundamentalistisch ist. Das Buch erwähnt auch die dunklen Seiten der postrevolutionären Massaker und lässt einen Exiliraner zu Wort kommen, der seine Geschichte beschreibt und warum er das heutige System hasst.

Ein wichtiges Kapitel handelt von den Frauen im Iran und die Rolle das Hidschab/Kopftuches. Besonders interessant sind auch die Hintergründe der Regime-Change Anstrengungen der USA, wer für „Drehbuch, Regie, Schauspielerei, Komparsen“ zuständig ist und welche Rolle die inzwischen von den USA finanzierte Terrororganisation Mojahedin-e-Khalq (MEK) spielt. Dabei geht Jochen Mitschka auch auf die Unruhen von Ende 2017, Anfang 2018 ein, und zeigt auf, welche Reaktionen dann in einer repräsentativen Umfrage durch ein US-Institut in der Bevölkerung festgestellt wurden.

Das Buch wird begleitet durch einen Blog, in dem interessante Meldungen verarbeitet sind, die nach Drucklegung der ersten Auflage das Thema weiter vertieft und in dem man die Originalquellen als Link zum einfachen Anklicken vorliegen hat. Und davon gibt es Hunderte.

Dort findet man den Satz:

“Aber richtig heiß wird der Wirtschaftskrieg im November, wenn die USA verhindern wollen, dass der Iran Öl exportiert. Eine falsche Bewegung der Militärs, oder wieder einmal ein False-Flag wie sogar wiederholt gegen den Irak erfolgreich (Brutkastenlüge und Massenvernichtungswaffenlüge), kann dann zu einer Katastrophe führen.“

Allein deshalb sollte man das Buch lesen, um zu verstehen, was im November passiert.

Link:

https://www.heise.de/tp/features/Wenn-nicht-authentisches-Verhalten-zur-Sperrung-fuehrt-4129409.html

Vor den Zwischenwahlen in den USA sorgt die Verschwörungstheorie über die Wahlbeeinflussung für neue Sperrungen von Facebookseiten. Betroffen sind auch erklärte Trump-Gegner

Das Onlinenetzwerk Facebook hat in den USA 32 Facebook-Seiten und vermeintliche Fake-Konten gelöscht, die angeblich aus dem Ausland gesteuert wurden. Sie hätten sich durch „koordiniertes nicht-authentisches Verhalten“ von normalen Nutzern unterschieden und verdächtig gemacht, begründet Facebook die Sperrung. Konkret wurde den Verantwortlichen, der am vergangenen Dienstag gesperrten Seiten „Irreführung von anderen“ vorgeworfen. Ein „solches Verhalten“ sei ebenso wie inicht-authentisches Verhalten auf Facebook nicht erlaubt.

Die populärsten der gelöschten Facebook-Seiten – „Aztlan Warriors“, „Black Elevation“, „Mindful Being“ und „Resisters“ – hätten bis zu 290 000 Follower gehabt, erklärt Facebook in einer Stellungnahme. Zwischen April 2017 und Juni 2018 hätten sie demnach etwa 150 Anzeigen für rund 11.000 Dollar in dem Netzwerk geschaltet.

Facebook ordnet diese Accounts und Seiten explizit nicht der „Trollfabrik“ genannten Internet Research Agency in Russland zu. Die „Fake-Seiten“ wiesen aber Ähnlichkeiten mit Techniken und Infrastrukturen auf, die laut Facebook bei Einflusskampagnen vor der Wahl 2016 von jener IRA genutzt worden seien. Die jetzt gesperrten Konten hätten noch entschiedener versucht, ihre wahre Identität zu verschleiern.

Link:

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/08/03/russland-bereitet-sich-auf-entscheidungs-schlacht-in-syrien-vor/?ls=ap

„Der militante Beschuss der Stellungen der Regierungstruppen und der Zivileinrichtungen in den Provinzen Aleppo, Hama und Latakia aus der Deeskalationszone Idlib hat zugenommen. Unbemannte Luftfahrzeuge, die von der Deeskalationszone Idlib aus gestartet wurden, greifen weiterhin russische Militäreinrichtungen an. Der jüngste Angriff auf den Luftwaffenstützpunkt Hmeimim fand am 29. Juli statt.”

Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagte nach Angaben der TASS am Donnerstag: „Die Arbeit [in Syrien] ist in vollem Gange, es ist noch viel zu tun. Gleichzeitig ist es notwendig, den Terroristen in der Nähe von Idlib, die immer noch dort sind, den finalen Schlag zu versetzen.”

Bereits am Donnerstag sagte der Leiter der Hauptarbeitsdirektion des russischen Generalstabs, Generaloberst Sergei Rudskoi, Russland sei besorgt über die sich verschlechternde Situation in der Deeskalationszone Idlib und Angriffe gegen Russlands militärische Einrichtungen mit dem Einsatz von unbemannten Luftfahrzeugen (UAVs) aus diesem Bereich. Laut Rudskoi haben Söldner, die dort operieren, den Beschuss der Stellungen und Wohngebiete der Regierungstruppen in den Provinzen Aleppo, Hama und Latakia verstärkt. Insgesamt seien 84 solcher Vorfälle in den vergangenen zehn Tagen registriert worden, fügte er hinzu.

Die Lage ist für die Russen und die Syrische Armee schwierig, weil der IS im Süden des Landes offenbar ebenfalls eine neue Offensive vorbereitet – und zwar in der al-Tanf-Region. Laut Rudskoi seien die Zahlen des Islamischen Staates innerhalb dieser großen von den USA kontrollierten Region in den letzten Wochen stetig gewachsen.

Link:

https://termiten.net/node/958

Via Termiten

Ja, frei nach Frank Schirrmacher dieser Titel. Und vielleicht ist die Mehrzahl der Menschen doch nicht so blöd, so neurechts, so fremdenfeindlich, so antisemitisch; und ist nicht so zu instrumentalisieren, wie das von der großen Politik und den formierten Medien dargestellt, in Form einer Art Publikumsbeschimpfung als Endlosschleife wiederholt wird.

Die jüngsten Zahlen des sog. „Deutschlandtrend“ kann man zumindest dahingehend interpretieren.

Kriminalität, Sozialpolitik, Renten und Pflege sowie ein bezahlbarer Wohnraum.

Diese Themen stehen weit über dem Hype um die richtige Flüchtlingspolitik. Klar, die mit Sicherheit nicht wenig suggestiven Fragen nebst der Auswertlogiken werden Schlimmeres verhindert haben und das bekannte Diktum des „traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hat“, das dürfte auch auf diese Umfrage zutreffen.

Dennoch, mehr als nur in Ansätzen erkennbar und über andere Kanäle verifizierbar ist es für alle diejenigen, welche außerhalb der guten politisch-großmedialen Blase mitten in der tagtäglichen Realität stehen – und offenen Auges, am eigenen Leibe erleben dürfen, wie alle bislang gewohnte Infrastruktur den sprichwörtlichen Bach runter geht.

Für mich ist klar, dass die böse, böse AfD doch Fleisch vom Fleische der neoliberalen, neoimperialen Unkultur ist; wenngleich (Achtung: Verschwörungstheorie) wohl nicht ebenso bewußt geschaffen wurde wie die guten Weißhelme. Das Thema der Flüchtlinge und der Migration überhaupt wird nicht nur hierzulande und nicht nur von der AfD in den bekannten, propagandistisch aufbereiteten pontemkinschen Dörfern abgehandelt, oft lediglich gespielt und manchmal richtiggehend zelebriert bis runter in den Familien- und Freundeskreis; im Sinne von:

The Good, The Bad and The Ugly …

Zugestehen muß man den systemfrommen Guten, dass sie es via der Flüchtlingsthematik geschafft haben auch die Linke weitgehend einzugemeinden. Wohlgemerkt: die institutionelle Linke, deren Wähler eher weniger …

Nicht zuletzt ist ebenso klar: Solange der gute, abendländische Westen unter Führung der USA und mit aktiver Beteiligung der NATO-Länder nebst der anderen, treuen Vasallen nicht damit aufhört, diverse sog. Schurkenstaaten mit „Regime-Change“ zu überziehen, weite Teile des Nahen- und Mittleren Ostens in die Steinzeit zu bomben und große Teile Afrikas weiterhin neokolonial auszubeuten,

solange ist die genau daraus resultierende Flüchtlingsthematik ein primär pontemkinsches Dorf.

Menschen in Not -keine Frage- muss geholfen werden. Sich lediglich an den Symptomen abzuarbeiten, das ist zuwenig!

Nicht nur „zu wenig“, sondern oft gar kontraproduktiv, ganz bewußt und in erkennbar sehr partikularem Interesse die Ursachen zu verschweigen oder wenigstens zu relativieren. Wenn nun also die AfD sich anschickt, bundesweit die zweitstärkste politisch-demokratisch legitimierte Kraft zu werden, die bellizistisch-transatlantisch aufgestellten Grünen breits überholt hat und die erkennbar neoliberal gewendete SPD wohl in Bälde überholen wird, dann wird es hohe Zeit für eine wirkliche Ursachenforschung.

Genau diese Verweigerung einer realistischen Ursachenforschung nach innen und nach außen zieht sich wie ein roter Faden durch den politisch-medialen Mainstream nebst derer an der Bande hampelnden Unterstützer.

Aber die Tür einfach zuzumachen, die Frau in der Küche mit dem Abwasch allein zu lassen, das hilft nicht mehr …

Link:

https://medienblog.hypotheses.org/2190

Bernhard Pörksen verteidigt eine Welt, die das Internet längst zerstört hat.

Das Internet durch die Zauberberg-Brille

Der Titel sagt viel über dieses Buch. „Die große Gereiztheit“: Das ist Thomas Mann, das ist das Bildungsbürgertum. Bernhard Pörksen verteidigt eine Welt, die das Internet längst zerstört hat. Wie das große Vorbild tut er das mit wohlgesetzten Worten.

Bernhard Pörksen weiß, wie man diesen Geist bändigen kann. Das „redaktionelle Bewusstsein“ stärken (S. 22), gar eine „redaktionelle Gesellschaft“ schaffen (S. 186). Im Klartext: Wenn wir alle so arbeiten wie Journalisten, dann wird alles wieder gut. Dann wird alles so wie früher, als die Eliten noch wussten, was die Öffentlichkeit morgen wissen würde, weil sie die Medienleute selbst ausgesucht und selbst erzogen hatten. Die gute, alte Zeit. Was immer die Presse und das Fernsehen an Neuigkeiten bringen würden: Herrschaft und Ordnung hat das nicht tangiert (vgl. Herman/Chomsky 1988).

Bernhard Pörksen sagt: Bringt das redaktionelle Bewusstsein als Schulfach zu den Jüngsten und nehmt die „Plattform-Monopolisten“ in die Pflicht (S. 213) – über einen „Plattform-Rat“ zum Beispiel (S. 217), der als „Anlaufstelle“ und „Schiedsrichter“ Transparenz und Diskursqualitäten einfordert. Die guten, alten Qualitäten wohlgemerkt. … Wie jeder gute Medientheoretiker seit McLuhan hat Bernhard Pörksen zwar keine Studien, die irgendwelche Wirkungen belegen, aber tolle Fälle. Schlimm, was alles so passiert.

„Das Medium radikalisiert die Botschaft“.

… Vielleicht ist es ungerecht, Bernhard Pörksen vorzuwerfen, die Interessen von Eliten zu bedienen. Genau darauf läuft seine „Utopie der redaktionellen Gesellschaft“ aber hinaus (S. 189). Zurück auf Los, zurück in eine Zeit, in der Politik und Wirtschaft bestimmt haben, was eine Nachricht wurde und was nicht.

Nur ein Beispiel: Andreas Elter (2005: 312) erzählt, wie US-Behörden im Irakkrieg 2003 lokale und regionale Fernsehstationen mit Jubelbildern versorgt haben. Billig, aktuell, aber kein Journalismus. Fake News, geliefert direkt aus dem Zentrum der Macht (vgl. Meyen 2018), im Gewand des „klassischen Journalismus“, den Bernhard Pörksen zur „Wahrheits- und Verifikationsinstanz der Moderne“ verklärt (S. 33).

… Macht hat, wer bestimmen kann, worüber wir Bescheid wissen. Und das sind sicher nicht die vielen, die heute in irgendeiner Internet-Ecke sprechen dürfen.