Link:

https://www.mdr.de/altpapier/das-altpapier-2626.html

Der brutalste Krieg und die schlimmste humanitäre Krise finden nicht in der Ukraine statt

Welche Nachrichten – gute wie schlechte – gerade untergehen.

Der momentan tödlichste und brutalste Krieg findet nicht in der Ukraine statt, sondern in Äthiopien. Nach Schätzungen von Experten sind dort seit Ausbruch der Kämpfe zwischen Rebellen und Regierung im November 2020 500.000 Menschen getötet worden – durch Waffengewalt, absichtlich herbeigeführten Hunger oder weil die medizinische Versorgung zusammengebrochen ist.

Die größten humanitären Krisen der Welt spielen sich in diesen Monaten nicht in Osteuropa ab, sondern in Ländern wie dem Jemen oder Somalia. Im Jemen brauchen 23 Millionen Menschen, fast drei Viertel der Bevölkerung, Nothilfe, um zu überleben. In Somalia hält die längste Dürre seit Jahrzehnten an und gefährdet das Überleben von Hunderttausenden.

Diese Aufzählung ließe sich fortsetzen – und damit tappe ich genau in die Falle, die mich am Krisenjournalismus so oft zweifeln lässt: die nach den Gesetzen des Marktes funktionierende Aufmerksamkeitsökonomie, der sich nicht nur meine Zunft, sondern auch Hilfsorganisationen unterwerfen. Schlagzeilen wie Spendengelder sind eine begrenzte Ressource, um die mit möglichst dramatischer Sprache und emotionalisierenden Bildern konkurriert wird.

https://www.mdr.de/altpapier/das-altpapier-2626.html

Link:

https://www.ardaudiothek.de/sendung/aus-dem-besteckkasten-der-ard-podcast-mit-patricia-schlesinger/10477927/

Patricia Schlesinger redet über das “große und kleine Besteck” der ARD

ARD-Vorsitzende und RBB-Intendantin Patricia Schlesinger startet einen Podcast.

Chefinnen-Visite: ARD-Vorsitzende und RBB-Intendantin Patricia Schlesinger spricht ab heute in einem monatlichen Podcast über den Medienwandel und die Transformation der ARD. In Aus dem Besteckkasten sollen Gäste innerhalb und außerhalb der ARD zu Wort kommen. Die erste Folge dreht sich um das Thema Information. Gäste sind Juliane Leopold, Chefredakteurin Digitales von ARD-aktuell, und Vassili Golod, WDR-Reporter für „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ und Host des Podcasts „Macchiavelli“

https://www.turi2.de/aktuell/ard-vorsitzende-und-rbb-intendantin-patricia-schlesinger-startet-einen-podcast/

Aus dem Besteckkasten – der ARD-Podcast mit Patricia Schlesinger

Die ARD-Vorsitzende Patricia Schlesinger spricht mit klugen und kreativen Menschen über die ARD und die Veränderungen, vor denen Medienhäuser stehen. Im Dialog zwischen Generationen und Hierarchieebenen zeigt der Podcast das große und kleine Besteck, mit dem die ARD den Transformationsprozess angeht und begleitet die aktuellen Debatten rund um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, aber auch die Medienentwicklung allgemein. Nahbar, transparent, kontrovers: „Aus dem Besteckkasten“

https://www.ardaudiothek.de/sendung/aus-dem-besteckkasten-der-ard-podcast-mit-patricia-schlesinger/10477927/

Link:

https://bruchstuecke.info/2022/05/03/medienpolitik-ist-demokratiepolitik-ein-praxisbeispiel/

Medienpolitik ist Demokratiepolitik – ein Praxisbeispiel 

Kürzlich in einer medienpolitischen Fachkonferenz – alle sind sich einig: Blöd, dass sich die „normalen Menschen“ nicht für Medienpolitik interessieren. Dabei sei sie so wichtig, Medienpolitik ist Demokratiepolitik! Absolut richtig, nur in einer informierten Öffentlichkeit können Erkenntnisse gewonnen, Meinungen abgewogen und eigene Standorte gefunden werden. Alles Voraussetzungen für die Mitwirkung in einer funktionierenden Demokratie. Es ist davon auszugehen, dass diese Zusammenhänge auch den Menschen vertraut sind, die in der Rundfunkkommission der Länder sitzen. Warum lassen sie dann gerade ein zartes Pflänzchen Interesse der „normalen Menschen“ an Medienpolitik jämmerlich verdursten? …

Wenn die Bürgerinnen und Bürger so nachdrücklich eingeladen werden, wollen sie vermutlich auch wissen, was die anderen so geschrieben haben. Nun könnte man davon ausgehen, dass die Einsendungen gesichtet, unflätige Äußerungen aussortiert und dann zügig auf der Internetseite der Rundfunkkommission veröffentlicht werden. Mitnichten: Der Beteiligungsprozess endete am 14. Januar, dreieinhalb Monate später (02. Mai) wird auf der Internetseite noch immer um „etwas Geduld“ gebeten. …

Es habe mehr als 2600 Beiträge gegeben, vielen sei es um lineare oder Online-Verbreitungswege gegangen, ums Gendern oder konkrete Programmvorschläge. Die Zuschauerinnen und Zuschauer hätten sich „als kundige Programmkritiker“ gezeigt und „unendlich viele Ideen und Überlegungen zum Programm geschickt“.

Mit Verlaub, ich hätte die unendlich vielen Ideen gerne selbst nachgelesen.

https://bruchstuecke.info/2022/05/03/medienpolitik-ist-demokratiepolitik-ein-praxisbeispiel/

 

Link:

https://www.arminwolf.at/2022/05/01/die-publikumsraete-die-es-nicht-geben-duerfte/

Österreich: Die Publikumsräte, die es nicht geben dürfte

Der ORF hat neben dem mächtigen Stiftungsrat noch ein zweites Aufsichtsgremium, den Publikumsrat, der laut ORF-Gesetz für die „Wahrung der Interessen der Hörer und Seher“ zuständig ist. Dem Publikumsrat gehören dreißig Personen an, 17 davon kann Medienministerin Susanne Raab nahezu freihändig auswählen und das hat sie letzte Woche getan: die Mehrheit davon allerdings gegen die Vorschriften des ORF-Gesetzes – sagt einer der renommiertesten Rundfunkjuristen im Land.

https://www.arminwolf.at/2022/05/01/die-publikumsraete-die-es-nicht-geben-duerfte/

Renommierter Rundfunkrechtler sieht ORF-Publikumsrat rechtswidrig besetzt

Kommende Woche treten die 30 frisch bestellten Publikumsräte des ORF zusammen und erledigen gleich die gewichtigste Aufgabe ihrer vierjährigen Amtszeit: Sie bestimmen sechs Mitglieder für den entscheidenden ORF-Stiftungsrat – entscheidend für die absolute ÖVP-nahe Mehrheit dort. Doch nach dem Befund des renommierten Rundfunkrechtlers Hans Peter Lehofer ist ein Teil der Bestellungen zum Publikumsrat gesetzwidrig.

Solche Vorschläge dürften nicht von der Medienministerin berücksichtigt werden, schreibt Lehofer in seinem Blogeintrag. Susanne Raab entsandte aber elf solcher Vorschläge – von insgesamt 17 Mandaten im Publikumsrat, über die sie entscheidet. Und er zweifelt, ob die gesetzlichen Vorschriften für die Auswahl der Publikumsräte „überhaupt geeignet sind, um eine ausreichend repräsentative Beteiligung des ‚Publikums‘ zu erreichen“. …

Nun haben elf von 17 Organisationen, deren Vorschläge von Medienministerin Susanne Raab (ÖVP) bei der Entsendung berücksichtigt wurden, keine Dreiervorschläge gemacht, sondern nur jeweils eine Person vorgeschlagen, moniert Lehofer – vom ÖVP-nahen Think-Tank „Academia Superior – Gesellschaft für Zukunftsforschung“ (Hochschulen) bis zum „Umweltdachverband + Kuratorium Wald“ (Umwelt).

Viele der zum Zug gekommenen Organisationen seien zudem nicht repräsentativ, wie das Gesetz es verlangt, schreibt Lehofer.

https://www.derstandard.at/story/2000135336544/renommierter-rundfunkrechtler-sieht-orf-publikumsrat-rechtswidrig-besetzt

 

Link:

https://www.jungewelt.de/artikel/425629.medien-in-vielen-sendern-herrscht-ein-klima-der-angst.html?sstr=Rollberg

„In vielen Sendern herrscht ein Klima der Angst“

Über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Quotendruck und die Freiheit, Fehler machen zu dürfen. Ein Gespräch mit Sabine Rollberg

Mein erster Kritikpunkt ist, dass unsere Gesellschaft begreifen muss, wie wichtig für unsere Demokratie, gerade wenn wir in die USA und nach Großbritannien schauen, ein gemeinwohlorientierter, kritischer und unabhängiger, digitaler, diverser ÖRR ist. Wir dürfen die Kritik daran nicht dem rechten Spektrum überlassen. Es sind unsere Medien, die von uns allen finanziert werden. ….

Mein zweiter Punkt sind die hierarchischen Strukturen. Monika Wulf-Mathies hat bei ihrer Untersuchung zu »Me too« im WDR die hierarchische Struktur angemahnt und von »Machtsilos« gesprochen. Daran hat sich trotz eingesetzter Arbeitsgruppen wenig geändert. Die Redakteure und Redakteurinnen haben kaum noch Gestaltungsfreiheit, und ihre Verantwortung ist ausgehöhlt. Kreativität braucht jedoch Freiheit und Vertrauen. …

Und mein dritter Kritikpunkt ist die schwache Kontrolle. Den Gremien, deren Aufgabe es ist, die Sender zu überwachen, fehlt der Einblick, die Innensicht. Offiziell dürfen sie sich gar nicht mit Redaktionen austauschen. Gremien müssten professionalisiert werden, sie sollten instandgesetzt werden, um der Geschäftsleitung Paroli zu bieten. Vielen Gremien genügt es, in der Nähe der Medienprominenz zu sein. …

Sicher ist für mich, dass sich das Klima innerhalb der Sender zunehmend verändert hat. Um gutes Programm zu machen, brauchen Redakteurinnen und Redakteure Freiheit und Entscheidungsspielräume, auch die Freiheit, Fehler machen zu dürfen. Da sie aber nur noch danach beurteilt werden, ob ihre Programme Einschaltquoten erzielen, verlieren andere Qualitätskriterien wie Dramaturgie, Bildgestaltung oder Schnitt an Bedeutung. Gut ist im internen Blick der Sender inzwischen nur das, was Quote macht.

https://www.jungewelt.de/artikel/425629.medien-in-vielen-sendern-herrscht-ein-klima-der-angst.html?sstr=Rollberg

 

Link:

https://w.epd.de/digital/med/2022/04/28/#article265175

Streit um ARD-Netzangebote landet vor Schlichtungsstelle

Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) hat erstmals die Schlichtungsstelle für Streitfälle im Zusammenhang mit den Netzangeboten von ARD und ZDF eingeschaltet. Der Verband stößt sich konkret an der Presseähnlichkeit einiger Angebote des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) sowie von Radio Bremen, wie eine BDZV-Sprecherin dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Donnerstag in Berlin bestätigte. Nach BDZV-Angaben wird derzeit nach einem Termin für ein erstes Treffen der Schlichtungsstelle gesucht.

https://w.epd.de/digital/med/2022/04/28/#article265175

Hinweis der Redaktion: Der MDR-Rundfunkrat hat das Telemedienkonzept des MDR vor mehr als sechs Jahren beschlossen. Der Telemedienausschuss des MDR-Rundfunkrates hat die die Telemedienangebote des MDR schon zweimal evaluiert. Bisher ist der MDR-Rundfunkrat vom BDZV nicht darauf hingewiesen worden, dass das Telemedienangebot des MDR presseähnlich ist und was an dem Angebot geändert werden muss.

rbb-Rundfunkrat genehmigt Telemedienänderungskonzept

Der Rundfunkrat des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) hat das von der Intendantin Patricia Schlesinger vorgelegte Telemedienänderungskonzept für die Telemedienangebote des rbb genehmigt. Damit stellte das Gremium fest, dass die geplante Erweiterung der Telemedienangebote rbbonline, das regionale Informationsangebot und die rbb Mediathek den Voraussetzungen des § 32 Medienstaatsvertrag entsprechen und vom öffentlich-rechtlichen Auftrag umfasst sind. …

Bei wesentlichen Änderungen bezieht sich der Drei-Stufen-Test allein auf die Abweichungen.

Im beschlossenen Telemedienänderungskonzept betreffen die wesentlichen Änderungen:

– Längere Verweildauer: Inhalte können im Netz künftig länger abgerufen werden.

– Stärkere Verbreitung der Inhalte über Drittplattformen und Stärkung der eigenen Plattformen

– Eigenständige audiovisuelle Inhalte („Online-Only“ und „Online-First“)

Die bestehenden Telemedienkonzepte aus den Jahren 2010 bis 2012 bleiben weiterhin gültig, sie werden durch das vorliegende Telemedienänderungskonzept ergänzt.

https://www.presseportal.de/pm/51580/5208395

Link:

https://www.bverwg.de/de/pm/2022/26

Rundfunkbeitrag muss in der Regel über Girokonto bezahlt werden

Eurobanknoten sind das gesetzliche Zahlungsmittel in Deutschland? Dieses Argument führten zwei Gebührenzahler an, um den Rundfunkbeitrag in bar zu bezahlen. Das Bundesverwaltungsgericht entschied nun, dass sie trotzdem per Bankeinzug zahlen müssen.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article238426967/Rundfunkbeitrag-muss-in-der-Regel-ueber-Girokonto-bezahlt-werden.html

Pressemitteilung Bundesverwaltungsgericht

Barzahlungsausschluss in der Rundfunkbeitragssatzung des Hessischen Rundfunks mit der Maßgabe einer Berücksichtigung von Härtefällen übergangsweise anwendbar

Der ausnahmslose Ausschluss einer Barzahlung von Rundfunkbeiträgen in der Beitragssatzung des Hessischen Rundfunks verstößt gegen die unionsrechtlichen Vorgaben für Barzahlungsbeschränkungen bei der Erfüllung hoheitlich auferlegter Geldleistungspflichten sowie gegen Art. 3 Abs. 1 Grundgesetz. Die Regelung darf jedoch für eine Übergangszeit bis zu einer Neuregelung mit der Maßgabe weiter angewendet werden, dass der Hessische Rundfunk solchen Beitragspflichtigen, die nachweislich weder bei privaten noch bei öffentlich-rechtlichen Kreditinstituten ein Girokonto eröffnen können, die Zahlung des Beitrags mit Bargeld ohne Zusatzkosten ermöglicht. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig in zwei Verfahren entschieden.
https://www.bverwg.de/de/pm/2022/26

Kommentar von Nobert Häring: „Bundesverwaltungsgericht stößt das Tor zur Bargeldabschaffung weit auf. Nur wer nachweislich kein Konto bekommen kann, hat Anspruch, hoheitlich auferlegte Geldleistungen mit dem gesetzlichen Zahlungsmittel zu begleichen.“
https://t.me/norberthaeringde/642

Link:

https://www.sueddeutsche.de/medien/twitter-musk-dobusch-neue-plattform-tiktok-insta-1.5573884

Social Media von ARD und ZDF:Wir brauchen ein neues Twitter

Elon Musk kauft die Plattform, Debatten werden auch auf Facebook oder Tiktok profitabel angeheizt. Wie unsere Öffentlich-Rechtlichen den Diskurs retten könnten. … Die Machtkonzentration in den Händen dieser vier Männer ist jedoch vielleicht noch gar nicht das größte Problem, das diese Plattformen eint. Denn egal, ob ihre Mutterunternehmen an der Börse gehandelt werden oder nicht, alle diese Plattformen haben das gleiche Geschäftsmodell: Sie verkaufen höchstpersönliche Nutzungsdaten an Werbekunden. Dieses Geschäftsmodell will optimiert sein. …

Letztlich werden auch die wohlmeinendsten Versuche, Algorithmen und Plattformen zu regulieren, scheitern, wenn wir davor zurückschrecken, ihrer Monopolmacht Grenzen zu setzen. …

Plattformen, die einer anderen, nicht primär an Profitmaximierung orientierten Logik folgen, gibt es bislang nur in kleinen Nischen. Diese Alternativen erzielen bislang keine für demokratische Öffentlichkeit relevanten Reichweiten – von der Wikipedia einmal abgesehen. Genau dieser gesellschaftliche Mehrwert von Medien, die primär einem demokratischen Auftrag verpflichtet sind, war aber einer der wesentlichsten Gründe für die Etablierung von öffentlich-rechtlichen Sendern. …

Alle erfolgreichen Plattformen im Netz haben eines gemeinsam: Sie erlauben Interaktion und sie erlauben das Teilen von eigenen, nutzergenerierten Inhalten. Beides, eigene Beiträge und Interaktion, ist Kernbestandteil von demokratischem Austausch und Diskurs. Beides, eigene Beiträge und Interaktion des Publikums, erlauben öffentlich-rechtliche Angebote so gut wie gar nicht. Absurderweise muss deshalb jemand, der die aktuelle Folge von Jan Böhmermanns ZDF Magazin Royale kommentieren oder Kommentare von anderen lesen möchte, Ausschnitte der Sendung auf Youtube suchen. …

Es geht nicht darum, das Social-Media-Rad neu zu erfinden, sondern darum, offene Software und Protokolle durch nutzerfreundlichere Implementation aus der Nerd-Ecke in den Usability-Mainstream zu bringen.

https://www.sueddeutsche.de/medien/twitter-musk-dobusch-neue-plattform-tiktok-insta-1.5573884

Link:

https://lostineu.eu/das-rt-verbot-war-nur-der-anfang/

 

Anfang März hat die EU-Kommission die russischen Staatsmedien RT und Sputnik verboten. Widerstand gab es kaum, und so plant Brüssel bereits die nächsten Eingriffe in die Meinungsfreiheit. …

Zum einen sind Meinungs- und Pressefreiheit ein integraler Bestandteil der EU-Grundrechtecharta. „Jede Person hat das Recht auf freie Meinungsäußerung. Dieses Recht schließt die Meinungs­freiheit und die Freiheit ein, Informationen und Ideen ohne behördliche Eingriffe und ohne Rücksicht auf Staatsgrenzen zu empfangen und weiterzugeben“, heißt es in Artikel 11. Er wurde mißachtet.

Zum anderen ist die EU-Kommission für die Zulassung von Medien gar nicht zuständig. Dies ist Sache der 27 EU-Mitgliedsländer. ….

Dabei machte sie sich nicht einmal die Mühe, die Notwendigkeit der Maßnahme zu belegen oder zu erklären. …

Die EU-Kommission will nach einem Bericht von „Netzpolitik“ auch die Suchergebnisse und Social-Media-Inhalte zensieren. Wer Inhalte von RT, Sputnik oder anderen missliebigen Medien zitiert, soll keine Verbreitung mehr auf Google & Co. finden. Sogar eine Diskussion über RT-Propaganda könnte auf diese Weise verboten werden, mutmaßt „Netzpolitik“. (Paid)

https://lostineu.eu/das-rt-verbot-war-nur-der-anfang/

Eine E-Mail aus der EU-Kommission an Google erklärt, wie weitreichend das Verbot der russischen Propagandasender RT und Sputnik sein soll. Suchergebnisse und Social-Media-Inhalte sollen nicht nur zensiert werden, wenn sie von den Sendern kommen, sondern auch, wenn sie deren Inhalte wiedergeben.

https://netzpolitik.org/2022/sanktionen-gegen-russische-propaganda-eu-kommission-will-offenbar-suchergebnisse-und-social-media-inhalte-zensieren/

Die EU-Kommission will die Medienaufsicht übernehmen. Nationale Regulierer geraten ins Hintertreffen. In Brüssel meint man, das geschehe aus gutem Grund.  …

Dass die Kommission die Medienaufsicht an sich ziehe, sei nicht nur deren eigene Idee, sondern auch die von Mitgliedstaaten. Diese hätten nämlich ein Negativbeispiel für nationale Medienaufsicht vor Augen: das Laissez-faire Irlands im Umgang mit den großen Netzkonzernen.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/warum-die-eu-kommission-die-medienaufsicht-an-sich-zieht-17973041.html

Link:

https://uebermedien.de/70574/kritik-an-ukraine-berichten-weshalb-die-ard-im-krieg-so-schlecht-aufgestellt-ist/

Auslandsberichterstattung: Weshalb die ARD im Krieg so schlecht aufgestellt ist

Nun war also Krieg – und die ARD offensichtlich überfordert. Ina Ruck verließ das Land nur kurz nach ihrer Ankunft wieder. Und schon drei Tage später war kein einziger Fernseh-Korrespondent der ARD mehr in der Ukraine. Weil die russischen Truppen auf Kiew vorrückten und die Angriffe auf die Hauptstadt zunahmen, hatte der WDR sein Team wegen angeblich zu hoher Risiken abgezogen.  …

Doch erst mal hatte die ARD Lücken zu füllen. In „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ sendete sie zeitweise Reportagen der englischen BBC oder schaltete zu anderen Journalisten im Land ….

Aufmerksamkeit verdienten vielmehr die strukturellen Probleme in der ARD. …

Hört man sich im WDR um, klingen einige Kollegen verärgert. Die Auslandsberichterstattung werde seit Jahren zugunsten der Regionalberichterstattung vernachlässigt, sagen sie. Öffentlich reden möchte darüber niemand. „Das ist ein echtes Minenfeld“, sagt eine ehemalige WDR-Mitarbeiterin. In Hintergrundgesprächen fällt die Kritik dann umso deutlicher aus. Was zeigt, wie notwendig eine breite, öffentlich geführte Debatte darüber wäre, was öffentlich-rechtliche Sender bei ihrer Berichterstattung aus Kriegen leisten sollten – und welche festgefahrenen Strukturen dabei hinderlich sind. (Paid)

https://uebermedien.de/70574/kritik-an-ukraine-berichten-weshalb-die-ard-im-krieg-so-schlecht-aufgestellt-ist/

Link:

https://die-basis-stimmt-ab.de/nrw/

In einer Basis-Abstimmung finden Sie sechs politische Themen, über die Sie sofort online abstimmen können. So wird die Partei dieBasis das im Landtag in Nordrhein-Westfalen mit allen wichtigen Fragen machen – wir fragen direkt den Bürger, wir fragen Sie.

#die­Ba­sis­stimmt­ab-NRW

Zwei Fragen betreffen auch unser Thema – den öffentlich- rechtlichen Runfunk:

Welchen öffentlich-rechtlichen Rundfunk wollen wir? Link zur Abstimmung.

Link:

https://www.dwdl.de/nachrichten/87414/rbb_rechnet_mit_einschraenkungen_im_osterprogramm/

Über 350 Freie im Protest-Ausstand RBB stellt Publikum auf Programmeinschränkungen ein

Nun räumt auch der RBB selbst ein, dass es über Ostern zu Einschränkungen im Programm kommen kann. Grund ist die Aktion #wirsindnichtda. Weitere sind geplant. …

Die Ausstrahlung der Nachrichten von rbb24 Abendschau und von rbb24 Brandenburg aktuell sei gewährleistet.

Für den RBB-Programmchef ist die Osteraktion der Freien nicht die einzige Baustelle. Der Umbau des TV-Vorabends mit den neuen Sendeschema hat noch nicht zum gewünschten Erfolg geführt. …

„Das Scheitern der Verhandlungen ist ein Tiefschlag gerade für die Älteren und besonders loyalen Freien“, hatte Dagmar Bednarek, Sprecherin der RBB-Freienvertretung, im Tagesspiegel die Aktion #wirsindnichtda begründet.  Zudem sorge der Umbau des Senders gerade in der Aktualität für Mehrarbeit und Arbeitsverdichtung – „dazu kommen in diesen Wochen so viele Corona-Fälle wie noch nie zuvor, die Redaktionen gehen auf dem Zahnfleisch“.

Für viele festangestellte Mitarbeiter des RBB zieht der Freien-Protest eine Urlaubssperre nach sich. Nicht beabsichtig, aber eine bedauerliche Folge, heißt es dazu.

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/ueber-350-freie-im-protest-ausstand-rbb-stellt-publikum-auf-programmeinschraenkungen-ein/28244104.html

Schulte-Kellinghaus: „Wir als RBB verändern uns und unser Programm fortlaufend, auch die Welt um uns herum verändert sich in einem rasanten Tempo.“ Daher brauche man Flexibilität und Gestaltungsspielraum. Der sozialen Verantwortung sei sich der RBB aber bewusst und hoffe daher, dass bald wieder verhandelt wird.

https://www.dwdl.de/nachrichten/87414/rbb_rechnet_mit_einschraenkungen_im_osterprogramm/

Link:

https://www.medienpolitik.net/2022/04/die-ard-in-panik/

Nach der gestrigen Sitzung der ARD-Intendanten und Intendantinnen informierte Christine Strobl, Programmdirektorin des Ersten, dass die ARD mit 25 neuen fiktionalen Serien in diesem Jahr ihre Mediathek weiter stärken wolle: „Alle zwei Wochen kriegen Sie eine neue Serie in der Mediathek.“ Im Oktober vergangenen Jahres hatte die ARD verkündet, mit einer Programmreform auch durch exklusive Formate die Mediathek ausbauen zu wollen. Zugleich beschloss die Intendantenrunde den Aufbau einer ARD-Kulturplattform in Weimar. Wenig später kündete die Intendantin des Bayerischen Rundfunks Katja Wildermuth den Umbau von ARDalpha zu einer Wissensplattform an. Im Februar folgten durch die neue ARD-Vorsitzende Patricia Schlesinger die Pläne für den Umbau von „Tagesschau24“ zu einem Newskanal, bei Beibehaltung von “Phoenix“. Dazu kommen laufend neue Apps, zusätzliche Podcasts, die Präsenz auf zahlreichen sozialen Netzwerken. Diese zusätzlichen Angebote, die fast im Monatstakt präsentiert werden, sollen durch Umschichtungen im laufenden Etat finanziert werden. Da stellt sich natürlich die Frage, wenn ständig „umgeschichtet“ wird, womit wird dann das Programm finanziert, das dem Auftrag entspricht und für das die KEF den Rundfunkbeitrag berechnet hat?

https://www.medienpolitik.net/2022/04/die-ard-in-panik/

Hinweis der Redaktion: Das zentrale Unterscheidungsmerkmal zwischen den beiden öffentlich-rechtlichen und den vier privaten Fernsehprogrammen ist nach wie vor, dass ausschließlich Das Erste und das ZDF den journalistischen Informationsangeboten in ihrem Programmspektrum die quantitativ höchste Priorität einräumen. Im Ersten Programm hatten sie 2020 einen Anteil von 43 Prozent an der gesamten Sendezeit, beim ZDF waren es 45 Prozent, das sind in beiden Programmen mehr als zehn Programmstunden pro Tag. An zweiter Stelle folgten die ebenfalls sehr umfangreichen fiktionalen Programmangebote mit 35 bzw. 38 Prozent. Mit Abstand an dritter Stelle standen bei beiden Programmen mit insgesamt 14 bzw. 10 Prozent der Sendezeit die nonfiktionale Unterhaltung und das Reality-TV.

https://www.ard-media.de/fileadmin/user_upload/media-perspektiven/pdf/2021/2104_Maurer_Wagner_Weiss.pdf

Link:

https://www.presseportal.de/pm/7880/5191133

Julia Krittian steigt zur Chefredakteurin des MDR auf

Noch muss der Verwaltungsrat zustimmen. Doch der MDR scheint sich seiner Sache sicher zu sein: Der Sender gab jetzt bekannt, dass Julia Krittian neue Chefredakteurin werden soll. …

Zum 1. August wird Julia Krittian (41) medienübergreifende Chefredakteurin, wie der öffentlich-rechtliche ARD-Sender am Donnerstag in Leipzig mitteilte. …

Der MDR-Verwaltungsrat muss dem Ganzen noch zustimmen. Die amtierende Chefredakteurin Hörfunk Jana Hahn und der amtierende Chefredakteur Torsten Peuker werden dem MDR in verantwortlichen Positionen verbunden bleiben, wie Programmdirektor Klaus Brinkbäumer sagte.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/mdr-bekommt-neue-chefredakteurin-a-da745012-70e6-4e8b-9a6d-11354aa674d7

Julia Krittian ist derzeit Unternehmenssprecherin und Mitglied der MDR-Geschäftsleitung. Sie begann bereits 2000, während ihres Studiums in Leipzig, für MDR Aktuell zu arbeiten. Nach einem Volontariat beim WDR kehrte sie zum MDR zurück und war von 2007 bis 2019 Korrespondentin im ARD-Hauptstadtstudio, zunächst für die MDR-Angebote, später für Tagesschau und Tagesthemen.

Zusätzlich erhält Matthias Montag mehr Verantwortung. Er ist künftig für Produktstrategie, -steuerung und -innovationen, den digitalen Know-how-Transfer innerhalb der neuen Chefredaktion und der Landesfunkhäuser sowie für Innovationsfelder wie Voice /Audio on Demand, Machine Learning/KI und Personalisierung zuständig. Montag, bislang Geschäftsführer der gemeinsamen MDR- und ZDF-Innovations- und Digitalagentur ida, erhält dafür den Titel „Stellvertretender Hauptredaktionsleiter und Leiter Produktmanagement und Plattformstrategie“.

https://kress.de/news/detail/beitrag/149186-julia-krittan-steigt-beim-mdr-zur-chefredakteurin-auf.html

Sie übernimmt damit die publizistische Gesamtverantwortung für die neu geschaffene „Chefredaktion Information und Innovation“. Diese soll die digitalen Informationsangebote der drei Landesfunkhäuser mit der Programmdirektion Leipzig vernetzen.

https://www.turi2.de/aktuell/julia-krittian-wird-medienuebergreifende-chefredakteurin-fuer-informationsangebote-des-mdr/

MDR baut Informationskompetenz weiter aus: neue „Chefredaktion Information und Innovation“ und vernetztes digitales Informationsangebot

Die medienübergreifend aufgestellte Chefredaktion Information und Innovation sowie das vernetzte digitale Informationsangebot sind der nächste konsequente Schritt im Transformationsprozess des MDR. Künftig übernimmt jeweils ein Standort die inhaltliche Steuerung eines digitalen Angebots und Ausspielwegs, durch Fachteams vor Ort, die auf diese Plattformen spezialisiert sind. Die Landesfunkhäuser des MDR und die Programmdirektion Leipzig führen den neu entstehenden, vernetzten digitalen Informationsbereich künftig gemeinsam.

https://www.presseportal.de/pm/7880/5191133

Link:

https://www.origo.hu/itthon/20220406-bekerettek-ukrajna-budapesti-nagykovetet.html

MIT 2022.04.06. 07:41

„Es ist an der Zeit, dass die ukrainische Führung aufhört, Ungarn zu beleidigen, und den Willen des ungarischen Volkes zur Kenntnis nimmt“, sagte Außenminister Péter Szijjártó am Mittwoch auf Facebook und wies darauf hin, dass der ukrainische Botschafter in Budapest am Morgen ins Ministerium geladen wurde.

In seinem Beitrag erklärte Péter Szijjártó: „Wir haben uns von Anfang an klar zum Krieg in der Nachbarschaft geäußert: Wir verurteilen die militärische Aggression, treten für die Souveränität der Ukraine ein, lassen Hunderttausende Flüchtlinge ins Land, die um ihr Leben fliehen und liefern in der größten humanitären Aktion der Geschichte Ungarns Hunderte Tonnen Lebensmittel und andere Hilfsgüter.“ Er unterstrich: Zugleich ist uns natürlich die Sicherheit Ungarns und des ungarischen Volkes am wichtigsten.

Das ist nicht unser Krieg, also wollen wir uns da raushalten und wir werden uns raushalten, schrieb er und fügte hinzu, dass die Regierung nicht bereit sei, den Frieden und die Sicherheit des ungarischen Volkes aufs Spiel zu setzen, „daher
WIR LIEFERN KEINE WAFFEN UND STIMMEN FÜR KEINE ENERGIESANKTIONEN“.

Nach Angaben des Leiters der ungarischen Diplomatie hat das ungarische Volk am Sonntag zu all diesen Fragen eine klare Meinung abgegeben und eine klare Entscheidung getroffen. „Ich denke, es ist überaus klar und verständlich“, bemerkte er.

https://www.origo.hu/itthon/20220406-bekerettek-ukrajna-budapesti-nagykovetet.html

Link:

https://www.sueddeutsche.de/medien/wie-polittalks-besser-werden-fernsehen-ein-vorschlag-1.5559313

Selbst die wichtigsten Polit-Talkshows sind oft fad. Lasst uns den immer gleichen Gästen doch mal was abverlangen! Ein Vorschlag. ….

Die populärsten deutschen Polit-Talkshows – von Anne Will, Markus Lanz, Maybrit Illner, Sandra Maischberger und Frank Plasberg – sind eigentlich, das ist kein Geheimnis, viel zu oft kaum mehr als ein notwendiges Übel der repräsentativen Demokratie. …

Wie jedes Geschäft hat auch das Polit-Talkshowgeschäft seine eigenen Regeln. Der möglichst informative und skrupulöse Gedankenaustausch steht nicht im Mittelpunkt. Es geht schließlich um ein so rares wie maßlos launisches Gut: um die Aufmerksamkeit des Publikums. Das im Zweifel mäandernd Tastende, Uneindeutige, Ungeklärte eines echten Gedanken- und Wissensaustauschs ist kein zuverlässiger Garant für Aufmerksamkeit. Im Gegenteil.

Deshalb muss für Eindeutigkeit gesorgt werden, und zwar schon vorher. Eingeladen werden üblicherweise nicht die Menschen, die ein Thema am umfassendsten durchdacht und in all seiner Vertracktheit wirklich durchstiegen haben. Sondern einfach die, die eine möglichst eindeutige Position beziehen und diese in möglichst einfachen Worten und kurzer Zeit vortragen können. …

Warum nicht mal eine Talkshow, die den üblichen Verdächtigen wirklich etwas abverlangt. Das klingt nur im ersten Moment verrückt. Stefan Raab oder Joko und Klaas oder Let’s Dance schaffen das ja auf der Unterhaltungsseite seit Jahren. …

Im Genre Polit-Talkshow könnte man sich das so vorstellen: Es werden weiter die üblichen drei bis sechs Gäste eingeladen, aber sie dürfen nicht immer nur das sagen, was sie immer sagen. Dieses eine Mal nicht. 15 Minuten vor Sendungsbeginn würde ausgelost, wessen Position sie vertreten müssen (wer außer ihnen eingeladen wurde, wissen sie viele Tage, besser zwei Wochen im Voraus). Die Gäste müssten sich also mal nicht bloß auf den Fall vorbereiten, ihre eigene Meinung zu verteidigen. Sie müssten darauf vorbereitet sein, die Argumente der anderen zu verteidigen. …

Die Sache stünde und fiele natürlich mit der Bereitschaft, mit der sich die Beteiligten auch wirklich darauf einlassen. Müsste schon mit ganzem Herzen sein.

https://www.sueddeutsche.de/medien/wie-polittalks-besser-werden-fernsehen-ein-vorschlag-1.5559313

 

Link:

https://www.berliner-zeitung.de/gesundheit-oekologie/eine-impfpflicht-wuerde-das-tor-zum-missbrauch-weit-oeffnen-li.219816

Patienten mit Impfnebenwirkungen: „Ich dachte, ich muss jetzt sterben“

Die Regierung will die Impfpflicht einführen. Dabei melden sich immer mehr Menschen mit schweren Impfschäden, die das für gar keine gute Idee halten.

Das hat sich inzwischen geändert. So sehr, dass die promovierte Ärztin ihre Praxis aufgegeben hat. Wegen einer eigenen chronischen Erkrankung – aber auch weil sie den Umgang mit der Impfung nicht mehr mittragen will. Im Laufe des Jahres 2021 und je mehr Patienten mit Beschwerden nach der Impfung zu ihr gekommen seien, sei ihr klar geworden, „dass diese Impfung viel mehr Nebenwirkungen hat, als ich es bei anderen Impfungen je gesehen habe. Ich hatte viele Auslandseinsätze, ich habe sehr viele Menschen geimpft – aber so etwas habe ich noch nie erlebt“, berichtet Krout der Berliner Zeitung. Zunehmend sei von Gesundheitsämtern und der Regierung betont worden, dass die Covid-19-Impfung so gut wie nie Nebenwirkungen verursache, doch die Fälle in ihrer Praxis sprächen eine andere Sprache.

https://www.berliner-zeitung.de/gesundheit-oekologie/patienten-mit-impfnebenwirkungen-ich-dachte-ich-muss-jetzt-sterben-li.215904

„Eine Impfpflicht würde das Tor zum Missbrauch weit öffnen“

Der Berliner Arzt Erich Freisleben wird von Patienten mit Impfnebenwirkungen überrannt. Er hat eine Therapie gefunden – doch er kann nicht allen helfen.

https://www.berliner-zeitung.de/gesundheit-oekologie/eine-impfpflicht-wuerde-das-tor-zum-missbrauch-weit-oeffnen-li.219816

Link:

https://www.medienpolitik.net/2022/03/wie-medienvielfalt-zukunftsfest-machen/

Wie Medienvielfalt zukunftsfest machen? Bausteine für eine konvergente Medienregulierung

Dr. Anja Zimmer, Rechtsanwältin, Medien- und Netzexpertin

Innovationen, neue Entwicklungen und Angebote entstehen in immer höherer Geschwindigkeit, die Mediennutzung ändert sich rasant. Medienrecht und Medienregulierung haben es schwer, mit diesem Tempo mitzuhalten. Das gilt nicht nur für den Gesetzgeber, sondern auch für die Regulierung und noch viel mehr für die gerichtliche Überprüfung. Manche Verfahren dauern Jahre und schreiben am Ende zwar Rechtsgeschichte, haben aber kaum noch praktische Relevanz. Die folgenden Bausteine sollen dabei helfen, eine konvergente und zukunftsgerichtete Regulierung zu schaffen. Sie gehen aber in einigen Punkten über reine Regulierungsvorgaben hinaus, denn nur Regelungen, die auch zeitgerecht umgesetzt werden, können letztlich zur Vielfaltssicherung beitragen. … Eine fortschrittliche Regulierung muss der Digitalisierung und der damit verbundenen Medienkonvergenz Rechnung tragen. Eine fortschrittliche Vielfaltssicherung muss Medienentwicklungen und -nutzungen ganzheitlich im Blick haben und Wissen darüber fördern. Die folgenden 20 Bausteine sollen zur Vielfaltssicherung im 21. Jahrhundert beitragen:

  • Rolle des Medienkonzentrationsrechts überdenken
  • Marktbeobachtung fortsetzen und weiter professionalisieren
  • Lokales stärker in den Blick nehmen
  • (Lokalen) Journalismus nachhaltig fördern
  • Öffentlich-rechtliche Informationsangebote stärken
  • Auffindbarkeit von Public-Value-Angeboten sicherstellen
  • Desinformation und Propaganda wirksam begrenzen
  • Souveränität der Nutzer stärken (und dabei Transparenz der algorithmischen Entscheidungsfindung nicht überbewerten)
  • Wirksame(re) Missbrauchskontrolle schaffen
  • Datenmacht und Netzwerkeffekte adressieren
  • Vielfalt stärker im Design anlegen
  • Interoperabilität und Datenportabilität erleichtern
  • Regulierung evidenzbasiert ausgestalten
  • Privilegierte Datenzugänge für Wissenschaft und Regulierung sicherstellen
  • Vielfaltssicherung als übergreifende Aufgabe verstehen
  • Staatsferne Regulierung erhalten
  • Auditverfahren einführen
  • Effiziente Rechtsdurchsetzung erleichtern
  • (Gerichts-)Verfahren beschleunigen
  • Ausreichende Ressourcen schaffen

Diese Themen gilt es anzugehen. Jetzt ist die Frage zu stellen, wie wirksame Regulierung im Zusammenspiel mit dem Kartellrecht aussehen kann. Die Beantwortung muss in Deutschland erfolgen und von Europa gestützt werden. Denn wir werden die vielen Herausforderungen nur gemeinsam bewältigen. Vielfaltssicherung ist grundlegend für eine funktionierende Demokratie. Das Fundament kann aus den skizzierten Vorschlägen gegossen werden.

https://www.medienpolitik.net/2022/03/wie-medienvielfalt-zukunftsfest-machen/

Hinweis der Redaktion: Offen bleibt leider, wer die Akteure sind, die diese Ideen in Fundamente gießen. Dass die Akteure sich nicht so schnell einigen, sehen wir aktuell bei der Auftragsdebatte (geht seit mehr als 12 Jahren), beim Stand der Diskussionen zum Medienkonzentrationsrecht (KEK fordert seit über 10 Jahren Veränderungen) und werden wir ins zwei Jahren bei der Rundfunkbeitragsdebatte erleben. Das eine ist es, die Probleme zu beschreiben und Lösungen anzudeuten, das andere ist es zu beschreiben, wo der politische Konsens der Akteure liegt.

Link:

https://multipolar-magazin.de/artikel/medien-aussortieren

NewsGuard ist ein US-Unternehmen, das die journalistische Qualität und Glaubwürdigkeit von mehreren Tausend Medien in verschiedenen Ländern fortlaufend untersucht und seine Bewertungen an Internet-Konzerne lizenziert. Diese kennzeichnen „nicht vertrauenswürdige“ Medien dann mit einem Warnschild. In der vergangenen Woche hat auch Multipolar einen Fragenkatalog der Firma erhalten. Unsere Arbeit wird derzeit überprüft. Anlass für Multipolar, die Prüfer selbst unter die Lupe zu nehmen.

PAUL SCHREYER, 30. März 2022, 2 Kommentare, PDF

NewsGuard wurde 2018 in New York gegründet und operiert inzwischen auch in Kanada, Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland. Geleitet wird das Unternehmen von den beiden Journalisten und Medienunternehmern Steven Brill und Gordon Crovitz. Letzterer ist ein ehemaliger Herausgeber des Wall Street Journal. Zum Start sammelten die beiden Gründer bei Investoren sechs Millionen Dollar ein. Die Anwerbung der Finanziers organisierte Publicis, einer der größten Werbe- und PR-Konzerne der Welt, der zugleich einer der Hauptinvestoren von NewsGuard ist.

https://multipolar-magazin.de/artikel/medien-aussortieren

Link:

https://www.heise.de/news/Buergerrechtler-Medienfreiheit-und-vielfalt-in-der-EU-nehmen-staendig-weiter-ab-6655083.html

Bürgerrechtler: Medienfreiheit und -vielfalt in der EU nehmen ständig weiter ab

Die Civil Liberties Union For Europe beklagt politischen Druck, hohe Eigentumskonzentration, Verleumdungen und missbräuchliche Klagen gegen Journalisten. … 2021 war demnach von einem „ständigen Rückgang der Medienfreiheit und des Medienpluralismus“ in der Gemeinschaft geprägt. Einige Regierungen der Mitgliedsstaaten hätten sogar zu einem Handbuch gegriffen, das dem Modell des russischen Präsidenten Wladmir Putin folge, erklärte die Bürgerrechtsorganisation in einer Mitteilung.

Die Autoren des am Montag veröffentlichten Berichts beklagen einen wachsenden politischen Druck auf Medienschaffende, eine hohe Eigentumskonzentration bei Verlagen und im Rundfunk sowie Verleumdungen und missbräuchliche Klagen gegen Journalisten. Im Bereich der öffentlich-rechtlichen Sender verweisen sie auf eine „fehlende Aufsicht“.

Liberties hat die Analyse zusammen mit Mitglieds- und Partnerorganisationen in 15 EU-Ländern erstellt.

https://www.heise.de/news/Buergerrechtler-Medienfreiheit-und-vielfalt-in-der-EU-nehmen-staendig-weiter-ab-6655083.html

The Media Freedom Report is the first annual report on media freedom in the EU, produced by the Civil Liberties Union for Europe. This report complements Liberties’ annual Rule of Law Report,1 written with the participation of our member and partner organisations in 15 EU countries, namely Belgium, Bulgaria, Croatia, Czech Republic, France, Germany, Hungary, Ireland, Italy, the Netherlands, Poland, Slovakia, Slovenia, Spain and Sweden. … The report focuses on four topics: media freedom and pluralism, safety and protection of journalists, freedom of expression and access to information, and the enforcement of laws.

https://dq4n3btxmr8c9.cloudfront.net/files/KBEEq5/MediaFreedomReport2022_Liberties.pdf

Link:

https://www.nachdenkseiten.de/?p=82006

Wer in den letzten Wochen die großen TV-Talkshow-Formate von ARD und ZDF eingeschaltet hat, konnte dort einen wahren Sturm der Meinungsmache wahrnehmen. Das durchgängige Thema war die russische Invasion der Ukraine. Das ist verständlich, hat dieses Thema doch eine überragende Bedeutung. Unverständlich war indes die Auswahl der Gäste. Wer Vertreter suchte, die etwas über die Vorgeschichte und den Hintergrund dieses abscheulichen Krieges zu sagen hatten, suchte meist vergebens. Vollkommen unverständlich ist der Trend, sogar offizielle ukrainische Vertreter einzuladen und zuzuschalten und deren Aussagen nicht als die einer Kriegspartei einzuordnen. Das ist unprofessionell, das ist Meinungsmache, ja, das ist Propaganda. Und das auf allen Kanälen. Die „richtige“ Sichtweise wird uns eingebrannt – mit aller Macht und ohne Rücksichtnahme.

Die totale Meinungsmache ist möglich

Link:

https://www.heise.de/news/Medienpolitiker-und-Provider-kritisieren-RT-Verbot-6616854.html

EU-Sanktionen gegen Sendetätigkeiten von RT und Sputnik beunruhigen den Hamburger Mediensenator Carsten Brosda. Auch Vodafone ist irritiert.

„Wir haben aus guten Gründe die Staatsferne bei der Aufsicht“, erläuterte der SPD-Politiker seine Bedenken. Hier „entscheiden jetzt die Regierungen“ und garniertem das Verbot noch mit dem Hinweis an internationale Online-Plattformen, einschlägige Dienste der betroffenen Sender auf jeden Fall zu unterdrücken. Er stelle sich eine ausgewogene Diskussion in einer Demokratie anders vor, betonte Brosda. Es gelte, vorab Regeln aufzustellen, etwa für eine gemeinsame Wissensbasis für Bürger, für den Kampf gegen Desinformation insbesondere zum Schutz der Integrität von Wahlen oder zum Schutz vor zu viel Markt- und Meinungsmacht. Dann könnten Maßnahmen implementiert werden. …

Der Senator mahnte daher zu „Vorsicht bei zu viel staatlichem Regulierungseifer“. Viele Bürger wollten wissen, „wie russische Propaganda aussieht“. Dies hätten medienkompetente Zuschauer bei RT und Sputnik rasch herausgefunden. Ein guter Wille könne so auch „böse Konsequenz“ haben. Zumal die Inhalte ja „nicht weg“ und etwa für das russische Publikum weiter verfügbar seien. …

Bei RT die verordneten Sperren umzusetzen, sei eine echte Herausforderung gewesen, ergänzte Constanze Tiwisina, Abteilungsleiterin Medienregulierung bei Vodafone. Dies liege nicht nur daran, dass der Internet-Zugangsanbieter eine Haftung für Inhalte prinzipiell ablehne. Vielmehr sei die einschlägige EU-Verordnung „absolut unpräzise“. …

Michael Neuber, der bei Google Deutschland für die Pflege der Beziehungen zur Regierung und Öffentlichkeit zuständig ist, beäugte die EU-Sanktionen ebenfalls argwöhnisch. „Eine Vorzensur darf nicht stattfinden“, hob er hervor. Als „Meinungsvielfalt-Abbilder“ liege Google daran, einen klaren Kriterienkatalog für potenzielle Sperren zu haben.

https://www.heise.de/news/Medienpolitiker-und-Provider-kritisieren-RT-Verbot-6616854.html

Link:

https://www.heise.de/tp/features/Journalismus-zum-Ukraine-Krieg-Von-Nachrichtenerzaehlern-und-Moderationsgefreiten-6585958.html

Journalismus zum Ukraine-Krieg: Von Nachrichtenerzählern und Moderationsgefreiten

Journalismus mit Blick auf den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der russischen Führung gegen die Ukraine hat auf vielen Ebenen zu tun mit „Storytelling“, also mit dem Erzählen von Geschichte(-n). Damit sei hier nicht primär der Aspekt gemeint, inwiefern die vermittelten Informationen der Wahrheit entsprechen. Sondern es sei vor allem der Schwerpunkt gelegt auf einige Seiten dessen, was erzähltheoretisch und -praktisch „Narrativ“ und „Narrativität“ genannt wird.

„Narrativität“ ist auch im Journalismus ein sehr bewährter und wirksamer Kommunikationsmodus. Sein Einsatz hängt mit der „Glaubwürdigkeit“ oder besser: Vertrauenswürdigkeit journalistischer Beiträge eng zusammen.

https://www.heise.de/tp/features/Journalismus-zum-Ukraine-Krieg-Von-Nachrichtenerzaehlern-und-Moderationsgefreiten-6585958.html

 

Link:

https://www.heise.de/tp/features/Wie-deutsche-Medien-die-Bundesregierung-am-Hindukusch-verteidigten-6565832.html

Wie deutsche Medien die Bundesregierung am Hindukusch verteidigten

Wie kommt Kriegspropaganda in unsere Medien? Eine Fallstudie am Beispiel des Krieges in Afghanistan

Auf das folgende Zitat von Martin Sonneborn mit Bezug zu unserem Thema möchte ich zum Einstieg hinweisen. Sonneborn und sein Büroleiter haben den Schauprozess gegen Julian Assange in London verfolgt, kritisiert und dokumentiert. Und hier bringt der EU-Abgeordnete für Die Partei sein Fazit auf den Punkt: Unsere Freiheit wird nicht am Hindukusch verteidigt; sondern in Belmarsh. Free Assange! … Denn ein besonders zentrales Element von Propaganda ist, dass die gleiche Botschaft auf möglichst allen Kanälen verbreitet wird – denn Wiederholen ist Überzeugen; nicht die Wahrheit. …

Strategische Kommunikation ist PR, weshalb diese Stellen Journalisten auch nicht über Desinformation aufklären können. …  Wenn es den PR-Strategen gelingt, dass sich Medien in „die Guten“ und „die Bösen“ einteilen lassen, wie man am aktuellen Diskurs über „alternative Medien“ bereits ablesen kann, dann schwächt man kritische Analysen und störende Recherchen insgesamt. Das sollte allen klar sein, die aktuell glauben, auf der „richtigen Seite“ zu stehen.

 

Link:

https://www.sueddeutsche.de/medien/rt-de-propaganda-verbot-eu-1.5548214

RT DE:Was ist schon Propaganda?

Mit dem EU-Verbot ist der Streit um RT DE noch nicht zu Ende. Über Medienregulierung in den Wirren des Kriegs. … „Das EU-Verbot aller russischen Staatsmedien fußt auf EU-Sanktionsrecht,“ so Eva Flecken von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg, die sich in einer langwierigen Auseinandersetzung mit RT DE befindet. Der große Unterschied zwischen den beiden Verboten von RT DE , dem deutschen und dem europäischen, ist dieser: „Die von den Landesmedienanstalten ausgesprochene Untersagung des Programms von RT DE in Deutschland ist medienrechtlich begründet,“ sagt Flecken. Weil RT DE das deutsche Verbot aber ignorierte und weiter sendete, setzte die MABB zuletzt ein Zwangsgeld von 25 000 Euro fest, das bis zum 16. März bezahlt werden muss. …

Das EU-Verbot von RT und Sputnik gilt dagegen als Wirtschaftssanktion, steht damit also in Reihe mit Maßnahmen wie dem Ausschluss russischer Banken aus dem SWIFT-System. Doch kann man Medienunternehmen wirklich wie Unternehmen behandeln, die Finanz- oder Wirtschaftsgüter herstellen? „Das EU-Verbot ist politisch nachvollziehbar, aber medienrechtlich zumindest ungewöhnlich,“ sagt Tobias Schmid, der Leiter der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen, der auch Teil der ERGA ist

https://www.sueddeutsche.de/medien/rt-de-propaganda-verbot-eu-1.5548214

RT DE und Propaganda

(15.03.2022) „Der Propaganda-Gehalt des Senders wurde bisher jedenfalls durch uns nicht geprüft,“ so Tobias Schmid. Auf der Webseite von RT DE heißt es, die EU versuche, eine „kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen“.

https://www.sueddeutsche.de/medien/rt-de-propaganda-verbot-eu-1.5548214

Link:

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/laender-sind-nicht-einig-ueber-neuen-auftrag-fuer-ard-und-zdf-17885369.html

Die Bundesländer einigen sich nicht auf einen neuen Sendeauftrag für die öffentlich-rechtlichen Sender. Umstritten ist, welche Art von „Unterhaltung“ laufen soll.

Entgegen des ursprünglichen Zeitplans hat sich die Ministerpräsidentenkonferenz mit dem Medienänderungsstaatsvertrag nicht befasst. Der Entwurf soll nun, wenn alles gut läuft, auf der Konferenz der Regierungschefs am 2. Juni beschlossen und dann den Landtagen übermittelt werden. Bis dahin muss allerdings noch eine Einigung bei einigen kontrovers diskutierten Formulierungen des jetzigen Textes gefunden werden.

Während bei der Flexibilisierung der Beauftragung Einvernehmen besteht, ist die Abgrenzung öffentlich-rechtlicher Unterhaltungsangebote von den Inhalten privater Veranstalter der größte Streitpunkt. Eine eindeutige Unterscheidbarkeit der Formate fordern vor allem die privaten Sendergruppen, aber auch die Verlegerverbände. …

Zu den weiterhin strittigen Paragraphen zählt, dass das öffentlich-rechtliche Angebotsprofil in den eigenen Rundfunkprogrammen und Telemedienangeboten in besonderem Maße dort wahrnehmbar sein soll, wo die Nutzung dieser Angebote üblicherweise besonders hoch sei, also zwischen 18 Uhr und 22 Uhr. Inzwischen scheint eine Mehrheit der Länder den Passus ob des Ausbaus der Mediatheken als nicht mehr „zeitgemäß“ zu erachten. …

Auf Kritik stieß bei der Onlineanhörung auch der Absatz, dass künftig in den Mediatheken europäische und nicht europäische Spielfilme und Folgen von Fernsehserien, die keine Auftragsproduktionen sind, befristet abrufbar sein sollen. Dies könnte, so der Vaunet – Verband Privater Medien – in seiner Stellungnahme, erhebliche Auswirkungen auf die Lizenzmärkte haben. Für Lizenzwerke gebe es reichlich private Medienangebote auf Abruf und daher keinen Grund, diese Inhalte im Bereich beitragsfinanzierter Angebote vorzusehen.

 

Link:

https://www.dankefueralles.de/

Weil Politiker und Experten keine Lügner sind und selbstverständlich Ihr Wort halten, enden WIE VERSPROCHEN am 20.März 2020 mit Auslaufen der Pandemieverordnung alle Maßnahmen!

Es ist Zeit, danke zu sagen, für hervorragende Prognosen, seriöse fachliche Einordnung von Zahlen, verantwortungsvolle Kommunikation, liebevolle Begleitung und dem Schutz vor uns selbst durch hochgradig effektive Maßnahmen.

Ab jetzt kommen wir alleine klar!
#dankefüralles

Link:

https://www.otto-brenner-stiftung.de/pressemitteilung-obs-studie-analysiert-framing-in-der-wirtschaftsberichterstattung/

OBS-Studie analysiert Framing in der Wirtschaftsberichterstattung – “enge Bindung der Medien an den Mainstream der aktuellen Wirtschaftspolitik”

Wirtschaftswissenschaftliche Paradigmen, insbesondere die „Neoklassik“ und der „Keynesianismus“, prägen die Berichterstattung über wirtschaftliche Ereignisse erheblich und tragen dazu bei, Akteur*innen und ihren Positionen Rationalität zu- oder abzusprechen. Die Wirtschaftsberichterstattung folgt dabei stark der politischen Konjunktur ökonomischer Paradigmen und lässt eine eigenständige und dauerhafte Pluralität der Perspektiven vermissen. Das ist das zentrale Ergebnis der von der Otto Brenner Stiftung veröffentlichten Studie über „Framing in der Wirtschaftsberichterstattung“. Die Medien- und Kommunikationswissenschaftler*innen Victoria Teschendorf und Kim Otto von der Universität Würzburg untersuchen darin vergleichend, wie deutsche Zeitungen über den „Haushaltsstreit“ zwischen EU-Kommission und italienischer Regierung im Jahr 2018 und über die EU-weiten Verhandlungen bezüglich der Corona-Hilfsmaßnahmen im Jahr 2020 berichtet haben.

Die Studie, für die eine quantitative Inhaltsanalyse der Berichterstattung von FAZ, Handelsblatt, SZ, Die Welt, taz, BILD und Der Spiegel durchgeführt wurde, zeichnet den „Sinneswandel“ in den Medien zwischen 2018 und 2020 nach. …

Die Diskrepanz zwischen beiden Untersuchungszeiträumen ist für Jupp Legrand, Geschäftsführer der Otto Brenner Stiftung, unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Wirtschaftsberichterstattung in ihrer paradigmatischen Ausrichtung relativ eng der politischen Agenda auf europäischer Ebene folgte: „War der politische Zeitgeist 2018 noch fest in neoklassischer Hand, kann spätestens für 2020 eine Rückkehr der Ideen von Keynes auf die polit-ökonomische Bühne Europas und der Welt konstatiert werden“, so Legrand. „Die enge Bindung der Medien an den Mainstream der aktuellen Wirtschaftspolitik ist insbesondere dann problematisch, wenn sie unbewusst erfolgt“, mahnt Legrand

https://www.otto-brenner-stiftung.de/pressemitteilung-obs-studie-analysiert-framing-in-der-wirtschaftsberichterstattung/

Zum Arbeitsheft

https://www.otto-brenner-stiftung.de/fileadmin/user_data/stiftung/02_Wissenschaftsportal/03_Publikationen/AH108_Wirtschaftspol_Framing.pdf

Link:

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/umfrage-forschung-start-up-civey-warb-irrefuehrend-17864632.html

Civey warb irreführend

Die Klick-Demoskopen von Civey warben betont selbstbewusst für ihre Dienste. Das Landgericht Köln verwarf das nun als „irreführend“. …

Die Berliner Klick-Demoskopen behaupteten keck, sie seien „die Nr. 1 im Bereich der digitalen Meinungsdaten“, „Marktführer im Bereich der digitalen Meinungsdaten“, „Technologieführer im Bereich der digitalen Meinungsdaten“ und obendrein auch noch „zuverlässiger als die Konkurrenz“ – womit offensichtlich seriöse Umfrageunternehmen wie die Forschungsgruppe Wahlen, Infratest Dimap, das Institut für Demoskopie Allensbach oder Forsa gemeint waren. Das letztgenannte Institut wollte das nicht auf sich sitzen lassen – und bekam in einem nunmehr rechtskräftigen Urteil des Landgerichts Köln vollumfänglich recht (Aktenzeichen 33 O 20/20). Die Kammer bewertete sämtliche Werbebehauptungen als irreführend und also unlauter und verbot Civey die weitere Verwendung. …

Das Unternehmen ist auch wegen seiner Erhebungsmethoden ohnehin umstritten (F.A.Z. vom 1. Februar). Anders als die meisten anderen Institute führt es seine Umfragen nicht mit nach wissenschaftlichen Kriterien aufwendig erstellen Fragekatalogen, sondern mit dem Online-River-Sampling durch. Dabei werden Einzelfragen geradezu inflationär auf Internetseiten von Zeitungen, Zeitschriften und anderen Medienpartnern platziert. Doch diese Frage-Inflation sagt nach Feststellung des Kölner Gerichts nichts über die Marktstellung aus.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/umfrage-forschung-start-up-civey-warb-irrefuehrend-17864632.html

Link:

https://de.ejo-online.eu/qualitaet-ethik/wenig-aufmerksamkeit-fuer-das-groesste-loesbare-problem-der-welt

“Welthunger”: Wenig Aufmerksamkeit für „das größte lösbare Problem der Welt“ in der Tagesschau, nie Thema in den Talkshows

Bis zu 811 Millionen Menschen auf der Welt hungern. Trotzdem wird in den Medien hierüber nur am Rand Notiz genommen. Dabei wäre es vergleichsweise leicht, dieses globale Problem zu lösen. … Alle dreizehn Sekunden stirbt ein Kind unter fünf Jahren an den Folgen von Hunger, in einem Jahr also fast 2,5 Mio. Kinder. … Nachdem die Zahl der Hungernden viele Jahre lang gesunken ist, steigt sie seit etwa fünf Jahren wieder an. …

So griffen z.B. in der wichtigsten deutschsprachigen Nachrichtensendung, der „Tagesschau“ um 20 Uhr, im gesamten Jahr 2020 das Thema Hunger lediglich 9 der insgesamt über 3.000 ausgestrahlten Beiträge (ohne Sport und Wetter) auf. Zum Vergleich: Die Corona-Pandemie war im selben Zeitraum in fast 1.300 Beiträgen Thema. Auch im Jahr 2021 sah es nicht besser aus: Hier waren es bei fast 3.200 gesendeten Beiträgen (ohne Sport und Wetter) ebenfalls nur 9 Berichte. Die Beiträge zum Thema Hunger sind häufig nicht nur sehr kurz, sondern werden in der Regel auch lediglich in der zweiten Sendungshälfte ausgestrahlt. …

Bezeichnend für die mediale Marginalisierung des globalen Hungers ist der Bericht über die Auszeichnung des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen mit dem Friedensnobelpreis am 9. Oktober 2020. Dieser wurde als letzter von insgesamt acht Beiträgen in der „Tagesschau“ ausgestrahlt.

Es handelt sich hierbei um keinen Ausnahmefall, die Vernachlässigung dieses Themas hat Routine. …

Noch nie ist der globale Hunger in den politischen Talkshows wie „Anne Will“, „Hart aber Fair“, „Maybrit Illner“ oder „Maischberger“ zum Diskussionsthema gemacht worden, obwohl jeden Tag Millionen von Menschen hiervon betroffen sind. Fast scheint es, dass der Hungertod von Tausenden Menschen, der sich tagtäglich ereignet, für alltäglich genommen wird und daher seinen Status als „berichtenswerte“ Nachricht verloren hat. …

Laut dem International Institute for Sustainable Development (IISD) werden global jährlich 12 Milliarden Dollar zur Hungerbekämpfung ausgegeben. Zusätzliche 14 Milliarden Dollar pro Jahr könnten, so einer im Jahr 2020 vorgestellten Berechnung des kanadischen Instituts in Kooperation mit dem International Food Policy Research Institute (IFPRI) und der Cornell University zufolge, bis 2030 ca. 500 Millionen Menschen aus Hunger und Fehlernährung befreien

https://de.ejo-online.eu/qualitaet-ethik/wenig-aufmerksamkeit-fuer-das-groesste-loesbare-problem-der-welt

Mehr

https://www.ivr-heidelberg.de/