… und die Mitklatschbrigaden der Öffentlich-Rechtlichen.


Die bisherige Annahme des Autors, dass die deutsche Bundeskanzlerin eine gerissene Machtpolitikerin wäre, die geschickt wie intelligent gegensätzliche Interessen für den eigenen Machterhalt ausspielt, wurde Ende Juni 2021 grundsätzlich in Frage gestellt. Nein, die Frau scheint überhaupt nicht clever und ihre Handlungen wirken eher als das Ergebnis emotionaler Befangenheit.


Befassen wir uns in dieser Abhandlung mit den Aussagen der deutschen Regierungschefin, aber auch den Quellen, auf die sie und Andere sich beziehen und somit eine Scheinwelt von Erkenntnis aufbauen, in der Infektionen, deren Verläufe und Übertragungen in einer Art und Weise dargestellt werden, nach der dies alles gar nicht mehr hinterfragt werden muss. Das tut es aber sehr wohl. Doch beginnen wir mit den Auslassungen der Bundeskanzlerin.

Gefeiertes Unwissen

Angela Merkel betreibt Politik zum Schaden einer ganzen Gesellschaft aus einer nicht für möglich gehaltenen Inkompetenz heraus. Nicht ihre Unwissenheit zu wichtigen Aspekten der im März 2020 ausgerufenen, weltweiten Corona-Pandemie ist es, die man ihr vorwerfen sollte. Doch Unwissenheit schält sich zur Dummheit heraus, wenn sie mit Arroganz und blinden Glaubensgrundsätzen verbunden wird. Aus einem solchen Gemisch heraus ergibt sich fast zwangsläufig ebenso blinde, irrationale Politik im Sinne der privaten Interessen Dritter.

Was die deutsche Bundeskanzlerin da am 23. Juni 2021 vor dem Deutschen Bundestag von sich gab, war — ob ihrer damit offen werdenden totalen Unkenntnis über die Funktionsweise eines der wichtigsten Legitimationswerkzeuge der Regierung für massive Grundrechts- und Menschenrechtseinschränkungen — schier unfassbar.

Wer sich die Ausführungen Angela Merkels in Bild und Ton antut (1), kann zu der Ansicht kommen, dass die Kanzlerin ihren Kenntnisstand zum PCR-Test aus einer tiefen Überzeugung, einem Glauben heraus äußerte. Ihre ganze Gestik wirkte eher wie die einer Schülerin, die stolz darauf ist, was sie beim Hohepriester der Virologie alles gelernt hat.

Für Medien, die sich als kritisch und bewusst in Distanz zur Macht begreifen, ist Merkels Auftritt eine Steilvorlage. Dazu lassen sich die öffentlich-rechtlichen Medien nicht zählen. Sie sind zu einer Mitklatschbrigade der Mächtigen verkommen, die den Einheitsmedien der untergegangenen Deutschen Demokratischen Republik Stück für Stück aber unwiderstehlich den Rang ablaufen. Die Hofierungsorgie einer Sabine Henkel aus dem ARD-Hauptstadtstudio ist nur mit allergrößter Disziplin ertragbar und demonstriert neben Machthörigkeit auch das Maß an Inkompetenz wie Ignoranz, dass in erstaunlicher Korrelation mit jener der Bundeskanzlerin einhergeht (alle Hervorhebungen in Zitaten durch Autor):

“Merkel redet in ihrer letzten Befragung viel über die Pandemie, darum ging es auch in ihrem Eingangsstatement. Sie ist ganz Wissenschaftlerin, erklärt einem Abgeordneten der AfD, wie ein PCR-Test funktioniert und was der Inzidenzwert ist. Danach hatte der zwar nicht direkt gefragt, aber es ist Merkels Art, aus unliebsamen Situationen am besten rauszukommen.” (2)

Genau, Angela Merkel war unfähig oder unwillens, eine konkrete Frage des Abgeordneten zu beantworten (3). Solche Kleinigkeiten stoßen ARD-Journalisten mehrheitlich offensichtlich schon lange nicht mehr auf, eher laben sie sich an solch Gebaren. Statt dessen hielt Merkel einen Vortrag zur PCR und den Inzidenzen — aber was für einen?!
Weiterlesen ›