Es droht Frieden in Syrien

Beitragsbild: Ammar Safarjalani/imago/Xinhua

Es droht Frieden in Syrien…

und Jürgen Hardt, seines Zeichens außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, gefällt diese Entwicklung ganz und gar nicht und er ließ dazu eine Pressemitteilung veröffentlichen:

Die Situation in Daraa wird immer dramatischer, die humanitäre Lage, insbesondere für Frauen und Kinder, immer katastrophaler. Mit seinem skrupellosen Vorgehen gegen regimekritische Kräfte in der Region zeigt Syriens Machthaber Assad einmal mehr, dass es ihm nie wirklich darum ging, eine politische Lösung zur nachhaltigen Stabilisierung Syriens zu erreichen. Vielmehr setzt er auf eine brutale militärische Strategie, um die Opposition in die Knie zu zwingen. Dies ist ganz klar völkerrechtswidrig, denn massenhaft Unbeteiligte werden zu Opfern.

Es muss aus neoliberaler Sicht jammerschade um all die Mühen sein, die man in den syrischen Regime-Change investiert hat, die Ausbildung von „Rebellen“, die kostspielige Bewaffnung, die False-Flag-OPs, die rührseligen Propagandastorys, die gezielte Abwerbung junger und gut ausgebildeter Menschen, die Gehirnwäsche durch gebriefte Propagandisten und die Finanzierung und (militärische) Unterstützung der sogenannten Oppostition durch dubiose Vereine und Netzwerke.

Nun weht in der Stadt Daraa, der „Wiege des Aufstands“, wieder die syrische Flagge und nach 7 Jahren Krieg haben Regierungstruppen wieder die Kontrolle übernommen. Das sei von einiger symbolischer Bedeutung, gingen doch im März 2011 von Daraa aus Signale in die Welt, dass es nun auch der syrische Präsident Assad mit einem Aufstand der Art zu tun bekommt, der zuvor in Tunesien Ben Ali und in Ägypten Mubarak aus ihren Ämtern getrieben hatte. (Zitat aus verlinktem Artikel)

Der drohende Sieg an historischer Stätte tat Meinungsbildnern mit besonderem Auftrag sichtlich weh. Über die entsprechend klagende und alarmistische Berichterstattung zum Thema Daraa haben sich einige Zuschauer Gedanken gemacht und Beschwerden an die jeweiligen Sender eingereicht.

Da wäre zunächst die ARD, die mit Kairo-Korrespondent Daniel Hechler einen Meister der Ferndiagnose zu Wort kommen lässt und aufzeigt, dass ein lückenhafter Bericht durchaus treffsicher ausgerechnet die relevanten Informationen aussparen kann. Die Tagesschau und ihre Legenden von Daara

Die zweite Beanstandung betrifft das ZDF und einen alten Bekannten, der schon durch gewagte journalistische Stunts überraschte, diese aber nicht zum Dauerzustand werden lassen will … oder darf. Uli Gack geriet schnell wieder zur alten Form zurück und berichtete für das Zielpublikum des ZDF gerade so, als gäbe es kein Internet, keine internationale Presse und keine strategische Vernunft. Programmbeschwerde: ZDF heute-journal – Assads Offensive auf Daraa

„Dass der versuchte Regime-Change in Syrien dort enden möge, von wo aus dessen Inszenierung begann, wird die Mehrheit der syrischen Bevölkerung und der friedliebenden Welt befürworten und feiern.“

 

 

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Skripal 2.0: Es wird höchste Zeit, dass sich die britische Regierung erklärt

Skripal 2.0: Es wird höchste Zeit, dass sich die britische Regierung erklärt
Hier sind 10 einfache Fragen, die ihr helfen könnten

von Rob Slane, 07.07.2018Übersetzung von FritztheCat

(Anm.d.Ü.: Sajid Javid ist ein konservativer Politiker, der zuvor für die Chase Manhattan Bank und dann als Managing Director der Deutschen Bank mit einem Jahresgehalt von ca. 3 Mio Pfund „gearbeitet“ hat.)

In seiner Rede im Parlament am 5. Juli sagte der britische Innenminister Sajid Javid folgendes:

„Der Einsatz chemischer Waffen ist überall barbarisch und unmenschlich. Die Entscheidung der russischen Regierung, diese am 4. März in Salisbury einzusetzen, war rücksichtslos und gefühllos – es gibt keine andere plausible Erklärung als dass der russische Staat verantwortlich war. Die Augen der Welt sind auf Russland gerichtet, nicht zuletzt wegen der Weltmeisterschaft. Es ist an der Zeit, dass sich der russische Staat meldet und erklärt, was genau passiert ist.“

Jedermann, der noch alle Tassen im Schrank hat, bemerkt sofort die kognitive Dissonanz von Javids Äußerungen. Einerseits erklärt er, dass die russische Regierung am 4. März beschlossen hat, in Salisbury chemische Waffen einzusetzen. Das ist eine nachdrückliche Erklärung und bedeutet, dass die britische Regierung unwiderlegbare Beweise dafür besitzt. Im nächsten Atemzug sagt er dann, dass es „keine plausible Alternative“ gibt. Das ist sehr viel weniger nachdrücklich, und das Wort „plausibel“ impliziert, dass die britische Regierung keine unwiderlegbaren Beweise für ihre Behauptung hat.

Das ist kein subtiler Unterschied. Es ist der Unterschied zwischen dem Verdacht auf etwas und dem Wissen um etwas. Wenn man weiß, dass etwas wahr ist, weil man den Beweis dafür hat, verwendet man keine zweideutigen Phrasen wie „keine plausible Alternative“. Sie sagen einfach: „Hier sind die Beweise, um es zweifelsfrei zu beweisen.“ Andererseits, wenn Sie keine unwiderlegbaren Beweise für etwas besitzen, wie es die zweideutige Aussage „keine plausible Alternative“ suggeriert, dann haben Sie kein Recht, sich endgültig dazu zu äußern, so wie es Herr Javid für angebracht hielt.

Aber schließlich ist er nur der Innenminister. Man darf nicht erwarten, dass er so kleinliche Rechtsbegriffe versteht.

Zufällig gibt es viele plausible Alternativen, wie Herr Javid zweifellos nur zu gut weiß. Wenn er interessiert wäre, könnte er sich die hier vorgestellten ansehen:

Debunking the First Piece of Nonsense in Skripal 2.0

Unabhängig davon, ob meine „plausible Alternative“ richtig ist oder nicht, ist es unwahrscheinlich, dass die Regierung Ihrer Majestät die von mir vorgelegte Ermittlungslinie verfolgen möchte, da sie eine Menge lästiger Fragen über die Rolle des britischen Geheimdienstes aufwerfen könnte beim Versuch, Donald Trump daran zu hindern, gewählt zu werden. Anscheinend wollen sie das geheim halten. Deshalb haben sie D-Notices zu verschiedenen Aspekten von Skripal 1.0 herausgegeben, um das alles zu vertuschen.

(Anm.d.Ü.: D-Notices sind die Verfügungen der britischen Behörden, die den Medien die Berichterstattung über bestimmte Dinge verbieten.)

Herr Javid sagt also, dass Russland sich selbst erklären muss, räumt aber dabei unwissentlich ein, dass die Regierung keine eindeutigen Beweise für eine Beteiligung des russischen Staates hat. Sie kann sich lediglich keine „plausible Alternative“ vorstellen, was entweder bedeutet, dass ihre Mitglieder etwas phantasielos sind, oder sie wollen nicht, dass andere „plausible Alternativen“ diskutiert werden (natürlich könnte es sogar beides sein). Dennoch, da er und die Regierung diese Behauptung aufstellen, würde ich sagen, dass es eigentlich an ihnen liegt, sich zu erklären, nicht an denen, die sie beschuldigen. So sollte es eigentlich funktionieren, nicht wahr?

Deshalb habe ich eine Reihe von Fragen an sie, die dringend beantwortet werden müssen. Dringend, denn sie könnten sich als wichtig für die Untersuchung erweisen. Bevor ich jedoch auf die Fragen zu sprechen komme, muss ich die Art der Fragen erklären, was angesichts der jüngsten Wendung dieser traurigen Geschichte in Amesbury durchaus überraschend sein kann. Die Überraschung ist, dass sich keine der 10 Fragen auf den Fall Amesbury bezieht. Das mag seltsam erscheinen, aber es gibt einen sehr wichtigen Grund dafür.

Im Moment sind nur sehr wenige Details über den Fall Amesbury bekannt, und so ist nicht ganz klar, welche Fragen überhaupt gestellt werden könnten. Zwar sind die Details, die bisher in der offiziellen Erzählung aufgetaucht sind, etwa so schlüssig und plausibel wie die im ursprünglichen Fall, von denen ich hier bereits eine entlarvt habe. Was Herr Javid jedoch mit einem sehr cleveren Taschenspielertrick versucht hat, um seinen Fall von kognitiver Dissonanz zu vertuschen, ist, endgültige Behauptungen über Fall 2 auf der Grundlage der Annahme aufzustellen, dass Fall 1 irgendwie bewiesen wurde. Was natürlich nicht der Fall ist. Nicht einmal im Entferntesten. Tatsächlich gibt es eine Menge Fragen zu Fall 1, die noch nicht beantwortet wurden, und ich denke wirklich nicht, dass wir Mr. Javid und Co. vom Haken lassen sollten, bevor sie uns die Antworten darauf gegeben haben.

Aber weil wir anständig sind, wollen wir es ihnen sehr leicht machen. Stellen wir ihnen keine schweren Fragen. Zum Beispiel nichts wie „Komm schon, sag uns die Namen der Leute, die es getan haben“. Nein, begnügen wir uns stattdessen, indem wir ihnen einige bemerkenswert einfache Fragen stellen, auf die sie – oder zumindest die Metropolitan Police – die Antworten wissen müssen, wenn ihre Erzählung richtig ist, und das aus einem sehr einfachen Grund, wie Sie sehen werden. Also, los geht’s:

1. Wie waren die Bewegungen von Herrn Skripal und Yulia am Morgen des 4. März?

2. Warum wurden ihre Telefone ausgeschaltet?

3. Hat Mr. Skripal an diesem Tag jemanden oder etwas Verdächtiges in der Nähe seines Hauses gesehen?

4. Laut Zeugenaussagen in Zizzis schien Herr Skripal sehr aufgeregt zu sein. War das, weil er sich unwohl fühlte?

5. Laut Zeugenaussagen in Zizzis schien Herr Skripal in Eile zu sein. War das, weil er einen Termin einhalten musste?

6. Was hat Mr. Skripal getan, nachdem er Zizzis verlassen hat?

7. Kann er bestätigen oder abstreiten, dass das Paar, das auf der CCTV-Kamera in Market Walk gesehen wurde, von denen einer eine große rote Tasche trug, er und Yulia sind?

8. Hatten Sergei oder Yulia an diesem Tag eine große rote Tasche dabei?

Was sind seine letzten Erinnerungen, bevor er auf der Bank zusammenbricht?

Ist Herr Skripal bereit, eine öffentliche Erklärung abzugeben, die die oben genannten Fragen beantwortet, und wird es den Mitgliedern der internationalen Medien erlaubt sein, ihm Fragen zu stellen?

Und warum müssen sie die Antworten auf diese Fragen kennen? Ganz einfach. Denn alles, was sie tun müssen, um Antworten zu bekommen, ist Sergei Skripal zu fragen. Sie wissen, wo er ist, oder? Sie müssen ihn befragt haben, nicht wahr? Und Herr Skripal war sicher begierig darauf, sie zu beantworten, denn die Antworten, die er gibt, könnten entscheidend dazu beitragen, herauszufinden, wer ihn und seine Tochter vergiftet hat, nicht wahr?

Halten Sie eine Sekunde inne und denken Sie darüber nach. Hier sind wir, ein Drittel eines Jahres nach Skripal 1.0, nachdem sich sowohl Herr Skripal als auch seine Tochter vor Monaten erholt haben, und wir wissen immer noch nicht die Antworten auf diese grundlegenden, lebenswichtigen, aber außerordentlich einfach zu beantwortenden Fragen. Ist das nicht erstaunlich?

Ich könnte es ihnen sogar leichter machen, indem ich es auf eine Frage reduziere:

Wann wird die Welt von Herrn Skripal über die Ereignisse und Umstände des 4. März 2018 erfahren, von dem Zeitpunkt an, an dem er aufwachte, bis 16 Uhr am Nachmittag?

Komm schon, britische Regierung. Es ist wirklich nicht schwer. Oder zumindest nicht, wenn der von Ihnen vorgetragene Fall wahr ist. Fragt einfach Sergei. Aber da es immer noch keine Antworten auf diese einfachen Fragen gibt, scheint es wohl keine „plausible Alternative“ zu geben, sondern die Vermutung, dass sich euer Fall einfach nicht zusammenreimt. Deshalb liegt es an euch, sich zu erklären, und nicht an denen, die ihr beschuldigt.

 

 

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Nachrichtenunterdrückung Juni 2018

Nachrichtenunterdrückung Juni 2018

»Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher!« Bertold Brecht

Die Redaktionen von ARD und ZDF werden regelmäßig, sowohl von unserer Initiative, als auch von verärgerten Zuschauern, mit Programmbeschwerden zu deren Berichterstattung behelligt. Häufig wird in den Beschwerden bemängelt, dass wichtige Kontextinformationen entweder komplett unterschlagen oder unvollständig vermittelt werden, sodass die korrekte Einordnung politischen Geschehens für Außenstehende erschwert bzw. unmöglich gemacht wird. Wir möchten über die Gründe dieser Unterdrückung von Nachrichten nicht spekulieren, sondern die Unterschlagung von Informationen lediglich für Sie dokumentieren. Schließlich handelt es sich um eine Verletzung der Verpflichtungen aus den Rundfunkstaatsverträgen, unabhängig und umfassend zu informieren.

Aus unserer Sicht wurden folgende Informationen in den Haupt-Nachrichtenformaten von ARD und ZDF, wie z. B. Tagesschau um 20 Uhr und heute-Journal um 19 Uhr, im Monat Juni 2018 unterschlagen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Noch Mai 2018:

Der Fall Babtschenko und Journalismus der keiner ist…

…Ruslan Kotsaba rief im Jahr 2015 auf, den Krieg in der Ostukraine zu beenden und die Mobilmachungswelle zu boykottieren. Daraufhin überzog ihn die Staatsanwaltschaft mit Prozessen wegen Hochverrats. Insgesamt verbrachte er bisher 524 Tage in ukrainischen Gefängnissen. Erst am vergangenen Montag sprach ihn ein Richter endgültig frei. Gegenüber Telepolis berichtet Kotsaba, die Regierung wolle „Loyalität und Gehorsam ausnahmslos aller ukrainischen Medien“ erreichen. Leider sei sie damit erfolgreich: „Auf dem medialen Feld sind fast keine wirklich oppositionellen Medien übriggeblieben.“

Doppelstandards: Das Schicksal der regimekritischen ukrainischen Kollegen interessiert den deutschen Mainstream wenig. Nach dem vermeintlichen Mord am „Kreml-kritischen“ Journalisten Babtschenko hingegen nutzte der Deutsche Journalistenverband (DJV) stattdessen seinen Twitter-Account, um zum Boykott der anstehenden Fußballweltmeisterschaft in Russland aufzurufen. Spätesten jetzt sollten die EU-Staaten ernsthaft über einen Boykott der WM 2018 nachdenken, so der DJV in einem Tweet mit Blick auf die Babtschenko-Inszenierung in der Ukraine. Nachdem der Fake bekannt wurde, entfernte der DJV den Tweet.

Quellen:

https://www.heise.de/tp/features/Medien-in-der-Ukraine-Die-Schock-Strategie-4062116.html
https://www.nachdenkseiten.de/?p=44210
http://spiegelkabinett-blog.blogspot.com/2018/06/die-burleske-von-kiew-ein-lehrstuck.html
https://neue-debatte.com/2018/06/03/bereits-im-reich-des-boesen/

„Der Fall Babtschenko ist nun die dritte chevalereske Episode in kurzer Zeit, die belegt, dass wir in eine Epoche eingetreten sind, in der Psychopathen die Regie übernommen haben.“

Was der Mainstream über seinen neuen Helden verschweigt:

+++Babtschenko: eine Posse+++Der russophobe Babtschenko (Zitat B.:"Ich bin Russe und ich bin russophob"), der als Toter…

Gepostet von Olga Katsaros am Donnerstag, 31. Mai 2018

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Ein Weltereignis bereitet ARD-aktuell Orientierungsprobleme

Bildquelle: Screenshot Al Jazeera

Dr. Gniffkes Macht um acht

Versager auf der ganzen Linie

von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

Ein Weltereignis bereitet ARD-aktuell Orientierungsprobleme: US-Präsident Trump möchte mit dem russischen Präsidenten Putin sprechen, und der ist einverstanden. Prompt erweist sich der im Deutschen Fernsehen epigenetisch verankerte Nachrichten-Reflex “Amis gut, Russen böse” als hinderlich. Und auch das noch: Die Berliner Regierung guckt weg und beschäftigt sich höchst intensiv mit sich selbst. Was also tut ein gestandener Qualitätsjournalist für ARD-aktuell, wenn sich die Berichte häufen, dass Putin und Trump sich am 16. Juli in Helsinki treffen und tatsächlich miteinander reden wollen? Wer gibt nun Anleitung? Was soll die Tagesschau ihren täglich gut zehn Millionen TV-Zuschauern darüber vorsetzen, dass US-Sicherheitsberater John Bolton zur Vorbereitung des Gesprächsrahmens als antirussischer Saulus nach Moskau reiste – und als putinverstehender Paulus nach Washington heimkehrte? (1)

Richtig geraten: Echte ARD-aktuell-Qualitätsjournalisten lassen das Thema erst mal weg. Sicherheitshalber.

Weltweit wurde umfassend über Boltons Reise berichtet. Er wurde vom russischen Präsidenten im Kreml empfangen, und die Bilder dieser überraschenden und ungewöhnlichen Begegnung flimmerten weltweit über die Bildschirme – nur nicht, wenn eine Sendung der ARD-aktuell in der Wunderlampe lief. In dieser Redaktion ist man es gewohnt, der Berliner Regierung nach dem Munde zu reden, aber die hatte doch grad gar keine Zeit!

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Die Zerstörung des Völkerrechts

Foto: SAPhotog/Shutterstock.com

Die Zerstörung des Völkerrechts – Um von seinen Verbrechen abzulenken, manipuliert der Westen die Öffentlichkeit.

Geschafft! Großbritannien, die USA, Deutschland, Frankreich und weitere Länder haben der UN-Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) ihre Neutralität genommen. Damit wird die Organisation zu einem politischen Instrument, sagen die Kritiker. Im Westen bejubelt man die „großartige Nachricht“.

Die Arbeit der OPCW unterliegt strengen Regularien über die Untersuchung von tatsächlichen oder angeblichen Angriffen mit chemischen Waffen. Als strikt neutrale Dienstleistungsorganisation untersteht die OPCW dem UN-Sicherheitsrat, der sie beauftragt und dem sie wiederum ihre Erkenntnisse mitteilt. Dem UN-Sicherheitsrat ist es vorbehalten, Schlüsse und weitere Schritte aus den OPCW-Erkenntnissen zu ziehen.

Mit der Neutralität ist es vorbei, denn zukünftig soll die OPCW selber Täter von Chemiewaffenangriffen nennen können. Für den von Großbritannien eingebrachten und von Frankreich, Deutschland, Australien, Kanada und den USA unterstützten Antrag stimmten bei einer Sondersitzung in Den Haag (26. Juni 2018) 82 Staaten, 24 stimmten dagegen.

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Die Legenden der Sieger – Jahrestag der Luftbrücke für Westberlin

Bildquelle: imdb.com

Geschichte wird abhängig von Sichtweisen, Überzeugungen und Einflüssen des Zeitgeistes geschrieben, solange noch Zeitzeugen am Leben sind, die über eine gewichtige Stimme verfügen und von den entscheidenden Geschichtsschreibern gehört werden. Sind die Zeitzeugen verstummt, wird die Geschichte fortgeschrieben und entwickelt sich nicht selten zu Legenden der Sieger. So kann es schon mal vorkommen, dass die US-Amerikaner von jenen für die Befreier von Auschwitz gehalten werden, denen schon von Kindheit an beigebracht wurde, dass demnächst „der Russe“ wieder vor der Tür stünde. Man vermied allerdings den Kleinen den ursächlichen Grund für den letzten „Besuch“ des Russen nachhaltig zu vermitteln. Dieses Versäumnis wirkt bis heute nach.
Man könnte meinen, dass sich zumindest bedeutsame Jahrestage dazu eignen würden, die Ignoranz der eigenen Geschichte gegenüber zu überwinden, die ideologischen Scheuklappen abzulegen, beide Seiten der Medaille zu betrachten und sinnfreie Polemik sowie rührseliges Storytelling zu unterlassen. Nicht so bei den Geschichtsklitterern mit besonderem Auftrag.

Ein aufmerksamer Hörer stellte eine kritische Anfrage an den Programmausschuss des DLF zum Kalenderblatt v. 25.06.2018 mit dem Titel „Vor 70 Jahren – Errichtung einer Luftbrücke für Westberlin“.

Deutschlandfunk
Raderberggürtel 40
50968 Köln
– Programmausschuss –
z.Hd. Frau Maike Rademaker, DGB

Sehr geehrte Frau Rademaker,

eingedenk des allseits beklagten Verlustes von Geschichtswissen in breiten Bevölkerungskreisen, in Sonderheit bei Schülern und Abiturienten, für die die Ereignisse vor 2000 so weit zurück liegen wie für andere das Mittelalter, stimmen Sie mir doch sicherlich darin zu, dass, wenn schon über ein prägendes Ereignis berichtet wird, dann auch wahrheitsgemäß berichtet werden sollte. Erst recht wenn es vom Deutschlandfunk qua seines Bildungsauftrags zu einem erwähnenswerten Kalenderblatt geadelt wird.

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Russische Hacker im transatlantischen Propagandazirkus

Beitragsbild: Screenshot Tagesschau.de

Dr. Gniffkes Macht um acht

Da hat Putin ja nochmal Schwein gehabt …

Freude über deutschen Fußballersieg im Spiel gegen Schweden / Aber: Die antirussische Feindbildpflege wird fortgesetzt

„Putins Spiele“(!): Die deutsche Fußballmannschaft hat gegen Schwedens Team doch noch gewonnen, in letzter Sekunde. Wenigstens für einen unbeschwerten, fröhlichen Augenblick während dieser Fußball-Weltmeisterschaft war in Deutschland keine Zeit für russophobe Hetze. Doch dass die wiederauflebt, ist angesichts der Verhältnisse in der deutschen Medien-Welt so sicher, wie der „russische Hacker“ eine Hauptrolle im transatlantischen Propagandazirkus spielt.

Wie russophobe Kampagnen aussehen und sich an US-Vorbildern orientieren, hat ARD-aktuell mit Bedacht gleich zum Auftakt der WM schon mal demonstriert: Tagesschau und Co. berichteten über angeblich drohende russische Hackerangriffe auf unsere Stromnetze.1) Und zwar ebenso grund- und beweislos wie nachhaltig stimmungsprägend.
Das Muster: Irrationale, diffuse Ängste vor einer nicht handfest zu machenden Gefahr für das bürgerliche Wohlleben schüren. Je weniger konkret, desto gefährlicher erscheinend, immer jedoch mit zweifelsfreier Quellen- bzw. Täterbestimmung: Der Russe ist es. Mag das im Einzelfall noch so unsinnig und weit hergeholt erscheinen, die Wirkung ist dennoch sicher, das wird mit der fortwährenden Wiederholung gewährleistet. (2)

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