Russlandbilder der Deutschen

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Meyko

Russland gross und böse

Beitrag von Meyko »

Durch gezielte Auswahl stellt die Tagesschau Russland als eine riesige Militärmacht gegenüber seinen östlichen Nachbarn dar...
Schön auseinandergepflückt und ins richtige Licht gerückt auf den Nachdenkseiten:

https://www.nachdenkseiten.de/?p=25713#more-25713

"Es wird darauf hingewiesen, dass laut SIPRI-Untersuchung Russland seine Militärausgaben um 8,1 Prozent erhöht habe und ein Anstieg für das Jahr 2015 um rund 15 Prozent vorausgesagt werde. Vor allem osteuropäische und baltische Staaten hätten im letzten Jahr ihre Militärausgaben massiv gesteigert, die Ukraine um geschätzte 23 Prozent, Polen um rund 13 Prozent. "
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Maren
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Russlandbilder der Deutschen

Beitrag von Maren »

Kreml und Krim in unseren Köpfen - Neue Russlandbilder der Deutschen
Feature von Manuel Waltz und Marcel Raabe

Manuel Waltz und Marcel Raabe sind freie Autoren für verschiedene Medien. Vor einiger Zeit wurde ich von den beiden jungen Autoren angefragt, ob ich Interesse daran hätte, als Interviewpartnerin an der Produktion teilzunehmen.

Ausgangspunkt für die Reportage sollte gerade das Bild bzw. die Bilder zu Russland, Putin und die Russlandpolitik, die jenseits von Expertenwissen und dezidierten Russlanderfahrungen kursieren – in Filmen, Großelternerzählungen, Schulunterricht etc. sein. Schon vor den Ereignissen in der Ukraine herrschte, so die These, ein Missverhältnis zwischen der allgemeinen Russland-Wahrnehmung und der Politik bzw. der Berichterstattung dem Land gegenüber. Das Feature konzentriert sich auf die Quellen dieser Russlandbilder, die vielfältig sind und sich zwischen den Generationen, den politischen Lagern sowie zwischen Ost und West unterscheiden. Eine Rolle spielen entsprechend auch der Vergleich zwischen einer „Westsozialisation“ und dem Bild von der Sowjetunion aus Sicht der erfahreneren Sicht der Ostdeutschen, die sich insbesondere während der Besatzungszeit herauskristallisierte.

Natürlich spielten die Medien- und insbesondere die Nachrichtenbilder eine besondere Rolle; auch die bisweilen skurrilen, stereotypen Darstellungen von russischen Bürgern. Die Autoren sprachen sowohl mit Leuten auf der Straße, in Kneipen etc., als auch mit einer Russischlehrerin aus Karlsruhe sowie mit Korrespondenten und Korrespondentinnen einflussreicher Medien. Da die Ständige Publikumskonferenz verstärkt darauf hingewiesen hat, wie manipulativ die diesbezüglich ja auch prägende Berichterstattung mitunter stattfindet, und das darüber hinaus auch beweiskräftig unterfüttert, haben sich die Macher – neben anderen – auch für unsere Analyse bzw. die Position des Vereins interessiert.

Link zur Sendung - Russlandbilder der Deutschen
Manuskript zur Sendung
Anschließende Diskussion mit den Schriftstellern Wladimir Kaminer und Ingo Schulze sowie dem früheren ARD-Moskau-Korrespondenten Horst Kläuser und dem Featureautor Manuel Waltz.

Fragen, die ich unter anderem vorab mit einem der Autoren besprochen hatte:

- Was für Russlandklischees/Bilder kursieren in Deutschland?
- Was haben Sie selbst bzw. hatten Sie bisher für „Russlandbilder“? Haben Sie Erinnerungen an die sowjetischen Soldaten, die in der DDR stationiert waren?
- Bestehen Unterschiede zwischen Ost und West? Welche sind das und wie sind die zu erklären?
- Spielt die Rolle von Gorbatschow/SU für die Wende heute noch eine Rolle für das Russlandbild?
- Gibt es eine Veränderung/Entwicklung in den letzen Jahren?
- vor 1989
- seit den 90er Jahren
- seit Putin
- seit der Krim-/Ukraine-Krise

- Wie nehmen Sie die Darstellung Russlands/Putins/der Russlandpolitik in den großen Leitmedien wahr?
- Sie haben sich bisher nicht explizit mit Russland beschäftigt. Wann war der Punkt, an dem Sie der Berichterstattung nicht mehr vertraut haben?
- Sie haben daraufhin eine Initiative gegründet, inzwischen ist sie ein Verein. Gab es einen Auslöser? Welche Aufgaben
hat der Verein sich gestellt?
- Wie ist die Resonanz bisher bei Lesern und wie reagieren Pressevertreter?
- Da der Russlandbezug der Le/Pegida-Demonstrationen im Stück auch thematisiert werden wird, würden wir gern auch
dazu eine Frage stellen. Wir hatten kurz darüber gesprochen, dass in einigen Pressedarstellungen die Medienkritik der Ständigen Publikumskonferenz ungerechtfertigterweise in diese Ecke gestellt wurde. Wie erklären Sie sich das und wie reagieren Sie darauf?

Leider kamen innerhalb der Sendung viele Positionen der Publikumskonferenz nicht zur Sprache, aber im Großen und Ganzen fand ich das Feature und auch das darauf folgende Gespräch gelungen.
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