BR über „Modest Fashion“: Frauen soll man verhüllen

Der BR produziert einen Beitrag über islamisch induzierte „Modest Fashion“, in dem Frauen mit Handys verglichen werden. Das scheint dort niemanden zu stören. Als Satire ist es erkennbar nicht gemeint. […]

Der Bayerische Rundfunk hat dazu einen Beitrag produziert, der „Mode, die bewusst mehr bedeckt“, nicht als Diktat der Männer, sondern als selbstbewusste Wahl der Frauen darstellt und als Trend, der sich „auch in Bayern“ durchsetze. Verschleierung erscheint hier als Akt der Befreiung, Menschen, die gerade jetzt im Sommer „Haut zeigen“ und damit „Blicke auf sich“ ziehen, sind dagegen eher suspekt. […]

Dass das die tiefere Bedeutung dieser Moderichtung ist, die seit einem Jahrzehnt massiv an Bedeutung gewonnen hat und einen Milliardenmarkt bedient, mag man glauben oder bezweifeln. Ein My von kritischer Herangehensweise würden wir uns bei einem solchen Thema im öffentlich-rechtlichen Rundfunk indes schon wünschen und nicht ganz so viel unkritisches Fantum nach dem Motto „Scharia vor, noch ein Tor“.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien-und-film/medienpolitik/br-produziert-peinlichen-beitrag-ueber-modest-fashion-200939947.html

Anmerkung: Das sind im Übrigen dieselben Leute, welche die kulturell bedingten Kleidervorschriften für Frauen  in deren Herkunftsländern mit Vehemenz kritisieren und Kopftuch oder Verschleierung quasi als Menschenrechtsverletzung darstellen. Insbesondere in der Berichterstattung über den Iran kommt kaum ein Meinungsbildner mit Auftrag am angeblichen Kopftuchzwang vorbei. Diese Doppelmoral ist bemerkenswert.