Funk? Kenn ich doch!
Man meint beim Lesen der jüngsten Pressemitteilung des ZDF, den Knall der Korken am Lerchenberg noch bis nach Frankfurt zu vernehmen. „funk ist so jung und erfolgreich wie nie zuvor“ steht da in der Überschrift. Toll, denkt man sich. Die Jugend hat richtig Bock auf die Öffentlich-Rechtlichen. Funk hat seit dem vergangenen Jahr mehr als die Hälfte seiner Formate (früher sagte man „Sendungen“) beendet und sie durch neue ersetzt. Der Grund dafür ist, dass viele Zuschauer älterer Funk-Formate zu alt geworden sind. Man musste sich verjüngen. Und das, darauf lautet die Jubelmeldung, sei gelungen.
Bei der genaueren Lektüre wundert man sich dann aber, wie der vermeintliche Erfolg aus den Zahlen hergeleitet wird. Da heißt es etwa, dass 78 Prozent der Zielgruppe (14- bis 29-Jährige) „bereits funk-Inhalte [. . .] genutzt“ haben. Es ist also ein Erfolg, wenn 78 von 100 jungen Menschen mindestens einmal eines der mehr als 200 Formate, die man bei funk laut deren Website angehäuft hat, geschaut beziehungsweise gehört haben.
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