Correctiv-Recherche inkorrekt
Die Zeit bestätigt Berichte der Berliner Zeitung: Correctiv-Recherche inkorrekt
Das Treffen Rechtsextremer in Potsdam hat stattgefunden. Doch anders als von Correctiv behauptet.
Die Kernaussagen aus dem Correctiv-Bericht von vor etwa einem Jahr über ein „Geheimtreffen“ in Potsdam, bei dem Rechtsextreme einen „Masterplan zur Ausweisung von deutschen Staatsbürgern“ besprochen haben sollen, haben sich laut Zeugen nicht bestätigt. Dies berichtet die Zeit in der aktuellen Ausgabe. […]
Die Zeit resümiert: „Nach der Veröffentlichung des Artikels im Januar sprach das ganze Land über angeblich geplante ‚Massendeportationen‘, verschiedene Medien und Institutionen benutzten das Wort, obwohl es im Correctiv-Artikel gar nicht stand. Und obwohl Correctiv selbst erklärt, das Wort sei in Potsdam nicht gefallen. Dennoch ist offenbar der lebhafte Eindruck entstanden, es sei genau darum gegangen.“
Was genau geschah in Potsdam?
Vor einem Jahr schrieb „Correctiv“ über eine Konferenz im „Landhaus Adlon“. Dort sei eine massenhafte Vertreibung aus Deutschland geplant worden. Die Teilnehmer bestreiten das bis heute vehement. Aber sind sie auch nur in Ansätzen glaubhaft? (Paid)
https://www.zeit.de/2025/02/potsdamer-treffen-afd-correctiv-abschiebung
Ein Jahr nach dem Enthüllungsbericht des Medienhauses „Correctiv“ über ein Treffen rechter und rechtsradikaler Kreise in Potsdam gehen Teilnehmer gerichtlich gegen Kernaussagen vor. Der Jurist Ulrich Vosgerau und andere hätten beim Landgericht Hamburg Klage gegen aus ihrer Sicht falsche Behauptungen in dem Artikel eingereicht, teilte der Kölner Anwalt Carsten Brennecke mit.
Die Klage richte sich gegen das Medienhaus und die für den Bericht verantwortlichen Journalisten. Eine Sprecherin des Hamburger Gerichts bestätigte den Eingang zweier Klagen gegen „Correctiv“. Das Medienhaus erklärte auf Anfrage, man bleibe bei der Darstellung.
