Iran hinterfragt Ramsteins Rolle für US-Angriffe
Die Bundesregierung soll klären, ob die Nutzung des Luftwaffenstützpunkts Ramstein durch die USA im Iran-Krieg als Angriffshandlung gewertet werden kann.
Der iranische Botschafter in Deutschland, Madschid Nili, hat von der Bundesregierung eine „Klarstellung“ zu Ramstein gefordert: Ist eine Nutzung der Luftwaffenbasis durch die USA für Angriffe auf den Iran eine „Angriffshandlung“ im Sinne der UN-Resolution 3314? Demnach wird es als „Angriffshandlung“ gewertet, wenn ein Staat vom Hoheitsgebiet eines anderen Staates aus ein anderes Land angreift. Der Botschafter behauptet nicht, dass es so ist: „Wir wissen noch nicht, ob das auf Ramstein zutrifft oder nicht“, sagte Nili.
Ramstein in Rheinland-Pfalz im Westen Deutschlands ist der größte Luftwaffenstützpunkt der USA in Europa. „Die Ramstein Air Base ist ein unglaublich wichtiges logistisches Drehkreuz für das US-Militär“, sagt der frühere NATO-Direktor William Alberque im Interview mit der DW. „Die Air Base wird auch das Tor nach Europa genannt. Von hier aus gehen die Flüge aus den USA weiter nach Afrika und in den Nahen und Mittleren Osten.“
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