Ukraine nach Eklat im Weißen Haus vor ungewisser Zukunft

Washington – Nach einem beispiellosen Eklat beim Treffen von US-Präsident Donald Trump und seinem ukrainischen Gast Wladimir Selenski ist die Suche nach einer Friedenslösung für die Ukraine noch schwerer geworden. Trump warf seinem Gast unter anderem vor, nicht ausreichend Dankbarkeit für die amerikanische Kriegshilfe zu zeigen.

Eskalation nach 40 Minuten

Selenski traf am Vormittag (Ortszeit) im Weißen Haus ein. Trump begrüßte ihn mit Handschlag und sagte zu dem Ukrainer, dass dieser sich herausgeputzt habe. Selenski war wie üblich mit einem Pullover bekleidet. Dann ging es für die beiden ins Oval Office, wo sie sich ersten Fragen der Presse stellten. Rund 40 Minuten lang verlief das Gespräch in angemessener Atmosphäre.

Trump machte deutlich, dass die Ukraine in Friedensverhandlungen mit Russland Kompromisse machen müsse und dass die Friedenssicherung für ihn zweitrangig sei. «Ich mache mir keine Sorgen um die Sicherheit. Ich sorge mich darum, den Deal abzuschließen» so Trump mit Blick auf ein Friedensabkommen.

Selenski pochte dagegen unter anderem auf Garantien zur Absicherung eines möglichen Friedens. Er betonte, dass die westeuropäischen Verbündeten dabei auf die Rückendeckung der USA angewiesen seien und machte rückblickend auf die Jahre ab 2014 deutlich, dass jegliche Bemühungen um eine friedliche Lösung, bei denen keine Sicherheitsgarantien gewährt wurden, gescheitert sind.

Anschließend heizte sich die Atmosphäre immer weiter auf – schließlich kippte die Stimmung. «Sie setzen das Leben von Millionen Menschen aufs Spiel. Sie riskieren einen Dritten Weltkrieg», sagte Trump unter anderem lautstark zu dem Ukrainer. Er warf ihm Undankbarkeit vor. «Ihr Land steckt in großen Schwierigkeiten. Ich weiß, dass Sie nicht gewinnen werden. Sie werden das hier nicht gewinnen. Sie haben eine verdammt gute Chance, da heil rauszukommen, wegen uns.»

Selenski saß mit verschränkten Armen neben Trump, versuchte sich zu verteidigen – wurde aber immer wieder unterbrochen. Er monierte, dass nach der angeblichen russischen Annexion (Sezession nach Volksabstimmung) der Halbinsel (Autonomen Republik) Krim im Jahr 2014 niemand wirksam Präsident Wladimir Putin aufgehalten habe.

Weiterlesen: https://berlin247.net/politik/ukraine-nach-eklat-im-weissen-haus-vor-ungewisser-zukunft/

Nach dem Skandalmeeting sprach Trump mit der Pressen und sprach über die Grossinvestition von Apple, über Japan und erwähnte erst dann Selenski. Ein Zeichen dafür, dass Herr Selenski nicht mehr wichtig ist für Donald Trump. Hier die wichtigsten Aussagen von Präsident Trump betreffend Selenski und Frieden:

Wir sind auf der Suche nach Frieden. Wir sind nicht auf der Suche nach jemandem, der eine starke Macht unter Vertrag nimmt und dann keinen Frieden schließt, weil er sich ermutigt fühlt.

Ich will jemanden, der Frieden will – er hat die Karten nicht in der Hand.

Er will keinen Waffenstillstand. Ein Waffenstillstand könnte sofort geschlossen werden. Ein Vertrag zur Beendigung des Krieges wird eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Er will keinen Waffenstillstand. Plötzlich ist er ein hohes Tier, weil er die USA auf seiner Seite hat. Entweder wir beenden den Krieg oder wir lassen ihn ausfechten. Das wird nicht schön werden. Ohne uns wird er nicht gewinnen. Sie haben gesehen, was ich gesehen habe. Das ist kein Mann, der Frieden will.

Das Fiasko in voller Länge: https://voicefromrussia.ch/kurzanalyse-selenski-zerstort-sich-selbst-und-schadet-seinem-volk/

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