Vom Gefängnis ans Rednerpult: Julian Assange betont Bedeutung des Journalismus
Vom Gefängnis ans Rednerpult: Julian Assange betont Bedeutung des Journalismus
Assange sprach in Straßburg. Er betonte die Bedeutung des Journalismus. Doch seine Worte offenbarten eine überraschende Wahrheit. Ein Bericht.
Wikileaks-Gründer Julian Assange hat vor dem Rechts- und Menschenrechtsausschuss der Parlamentarischen Versammlung des Europarates in Straßburg öffentlich über seine Freilassung nach jahrelanger Haft gesprochen. […] In seiner Rede vor den Abgeordneten aus 46 europäischen Ländern sagte Assange:
„Ich bin heute nicht frei, weil das System funktioniert hat. Ich bin heute nach Jahren der Haft frei, weil ich mich des Journalismus schuldig bekannt habe.“
Assange führte weiter aus, dass er sich schuldig bekannt habe, Informationen von einer Quelle gesucht, erhalten und die Öffentlichkeit über diese Informationen informiert zu haben.
Assange, der im Juni aus einem britischen Gefängnis entlassen worden war, bezeichnete seine Freiheit als das Ergebnis eines Bekenntnisses zum „Journalismus“, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete. […] Die USA hätten die Position eingenommen, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung nur für ihre eigenen Bürger gelte. Europäer hingegen müssten sich an die Geheimhaltungsgesetze der USA halten, ohne jegliche Verteidigung. […] Damit sei ein „gefährlicher Präzedenzfall“ geschaffen worden, sagt Assange, der eine Linie zieht zur Verfolgung von Journalisten, die in Russland kritisch über den Krieg in der Ukraine berichten.
Wikileaks-Gründer Assange im Europarat – Erste öffentliche Äußerung seit seiner Freilassung
