WDR – Tom Buhrow geht: Es geht ums Gemeinwohl!
Bei seinem Abschied als WDR-Intendant stellt Tom Buhrow den Rundfunkräten eine Denkaufgabe: Worin besteht ihre Rolle? Sollen sie für ihre Klientel eintreten oder etwas Größeres im Sinn haben? Was rät er ihnen wohl? […]
Compliance? In der Medienkommission der für die Privatsender und das Internet zuständigen Landesmedienanstalt NRW sei es die Regel, dass sich die Mitglieder bei Abstimmungen über Themen, die sie und ihre Organisationen betreffen, zurückziehen. Ob das die Rundfunkräte nicht auch machen wollten?
Das ist, wenn wir es richtig verstehen, ein Verweis auf das Gemeinwohl im Sinne von Rousseau (volonté générale) im Gegensatz zur Addition der Einzelinteressen (volonté de tous). Letzteres ist das, was Rundfunkräte gemeinhin betreiben – sie treten für ihre Klientel ein. So bleibt sich Tom Buhrow treu bis zum Schluss.
Hinwei: Das hätte Tom Buhrow auch schon in seiner ersten Bewerbung bzw. all den folgenden Jahren von den Rundfunkräten einfordern und sie bei „Verfehlungen“ darauf aufmerksam machen können.
