Muss sparen: RBB streicht über 250 Stellen
Wie der öffentlich-rechtliche Sender meldete, plant man dazu eine Absenkung der Personal- und Honoraraufwände um 22 Millionen Euro. Sowohl feste als auch freie Mitarbeiter werden betroffen sein. Von den Einsparungen sollen neun Millionen Euro die Zahlungsfähigkeit ab 2026 sichern. Weitere 13 Millionen Euro benötigt der Mitteilung zufolge für die Fortführung der digitalen Erneuerung des gesamten Senders und Investitionen ins Programm
Aktuell beläuft sich der Personal- und Honoraraufwand des Senders derzeit auf 215 Millionen Euro, also sollen rund zehn Prozent dieser Kosten künftig eingespart werden. Wie genau das Volumen von 254 zu streichenden Vollzeitstellen erreicht werden soll, wird dem RBB zufolge im Laufe des aktuellen Jahres entschieden. Helfen soll dem RBB auch eine neue Organisationsstruktur, bei der wahrscheinlich einige Ebenen wegfallen werden. […]
Die notwendigen Rahmenbedingungen für die Neuausrichtung des RBB sollen in einer Zukunftsvereinbarung definiert werden. Welche Bereiche des RBB von den Einsparungen und der strukturellen Umgestaltung wie betroffen sind, soll sich daraus ergeben.
Der Rundfunk Berlin-Brandenburg ist ein öffentlich-rechtlicher Sender, bei dem die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag sprudeln. Standen 2023 noch 471 Millionen Euro zu Buche, so rechnet der Sender 2025 bereits mit 542 Millionen. Zuzug in die Region, mehr Haushalte und Meldedatenabgleich sind die wesentlichen Faktoren.
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Aktuell beschäftigt der Sender nach eigenen Angaben knapp 2900 Menschen. […]
Intendantin Ulrike Demmer hat gezeigt, wo der Sparhammer hängt. Jetzt muss sie hinterlegen, mit welchem (Programm-)Profil der Sender in die Sparphase hinein und wieder herauskommen will. Der Sparkurs braucht einen Programmkompass.
https://www.tagesspiegel.de/kultur/r-b-13116343.html
Der Personalaufwand betrage 30 Prozent des Haushalts, bei anderen ARD-Anstalten sei das niedriger, teilweise seien es nur 15 Prozent. (Mehr unter: ARD, ZDF, Deutschlandradio)
Hinweis: Personal macht das Programm. Aus einer geringeren Personalkostenquote folgt nicht, dass man mehr eigenes Programm macht. Laut 24. KEF Bericht sind beim rbb 80 Prozent des festangestellten Personals und 99 Prozent der freien Mitarbeiter programmbezogen tätig.
