Historie des Begriffs „Lügenpresse“ und aktuelle medienkritische Debatten Herr Keuner begegnete Herrn Wirr, dem Kämpfer gegen die Zeitungen. Ich bin ein großer Gegner der Zeitungen“, sagte Herr Wirr, „ich will keine Zeitungen. So beginnt Bertolt Brechts Geschichte „Herr Keuner und die Zeitungen“ (Seite 14). Der Vorwurf der „Lügenpresse“ ist alles andere als neu. Den Vorwurf, die Presse würde lügen, gab es schon vor über 200 400 Jahren, der Begriff „Lügenpresse“ wurde vor fast genau 100 Jahren erstmals öffentlich verwendet.der Begriff „Lügenpresse“ scheint vor fast genau 175 Jahren erstmals öffentlich verwendet worden zu sein. Neu ist, in welchem politischen Kontext der …

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218 Menschen starben am 17. Juni 2014 beim Absturz des Malaysia-Airlines-Fluges MH-17 in der Ostukraine. Das Passagierflugzeug war über der Kriegsregion Donbass abgeschossen worden. Malaysia und die Niederlanden forderten nun die Einsetzung eines internationalen Tribunals zur Klärung der bislang ungeklärten Schuldfrage. Über dieses Begehren werde am Mittwoch (21.00 Uhr MESZ) abgestimmt, so die UN am Sonntag in New York. Ob die Resolution angenommen wird, ist jedoch zweifelhaft, da Russland sein Veto einlegen wird. (dpa) Am Freitag, den 24. Juli 2015 hat die Botschaft der Russischen Föderation auf einer Pressekonferenz zum Thema MH-17 mit dem Botschafter von Russland in Malaysia, Valery …

MH17 – Pressekonferenz der Botschaft der Russischen Föderation in Malaysia Weiterlesen »

Medienkritik? Jetzt erst recht. Eine Frage wurde in der Vergangenheit immer wieder von Journalisten gestellt und von mir stets auf die gleiche Art und Weise beantwortet: „Ein Großteil der Beschwerden, die von der Publikumskonferenz bei den Sendern eingereicht werden, thematisieren die aktuelle Berichterstattung zur Ukrainekrise. Woran liegt das Ihrer Meinung nach?“ – Meine Antwort lautet darauf zumeist: „Das ist schlicht und ergreifend Auftragslage. Kein Thema bewegt die ZuschauerInnen derzeit mehr als die stark tendenziöse Berichterstattung im Ukrainekonflikt.“ Man kann diese Tendenz – wenn man nicht gänzlich realitätsfern unterwegs ist – jederzeit anhand von Umfragen, der Auswertung des Beschwerdeaufkommens innerhalb der …

Publikumskonferenz im Visier – Part III Weiterlesen »

Griechenland Ein großer brauner Umschlag, den seine völlig aufgelöste Sekretärin eines Tages zu ihm brachte, war randvoll mit menschlichen Exkrementen und offensichtlich in Bezug auf Dialogbereitschaft als DER Tiefpunkt innerhalb der ohnehin problematischen Korrespondenz mit deutschen Bürgern zu betrachten. Sowohl der chronisch überlastete Schreibtisch des griechischen Konsuls Aris Radiopoulos, als auch das elektronische Postfach des Diplomaten quellen seit einiger Zeit, parallel zu halbgaren und unvorsichtigen Verlautbarungen seitens Politik und Medien, über. (Quelle: LVZ vom 23.05.2015) Ob Interviews, Schlagzeilen – egal ob wahr oder erlogen – oder auch Auftritte griechischer Politiker in den deutschen TV-Formaten und Nachrichtensendungen sind für viele Deutsche …

Mediale Volksverhetzung Weiterlesen »

Fortsetzung – Über den Selbstversuch “Beziehung zwischen Journalisten und Kritikern” Das nominierte Unwort des Jahres 2014 war ein von den Einsendern selten genannter Begriff, dessen inflationärer Gebrauch sich aber in der Folgezeit als nützliche Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für den deutschen Qualitätsjournalismus herausstellen sollte. Es fühlten sich einfach alle angesprochen, selbst Jene die überhaupt nicht gemeint waren. Nur weil eine überschaubare Anzahl von Leuten, mit Pappschildern und monokulturellem Weltbild ausgerüstet, einen stark verallgemeinernden Kampfbegriff nutzt, fielen der medialen Ausschlachtung dieser Banalität unzählige Arbeitsstunden zum Opfer, die im Interesse einer sachgemäßen Informationspolitik mit sinnvollen Inhalten hätten gefüllt werden können. Zum Beispiel hätte man der …

Über den Selbstversuch “Beziehung zwischen Journalisten und Kritikern” Part II Weiterlesen »

Achtung! Der Beitrag kann Spuren von Satire, Rechtfertigungen und Geständnissen enthalten. Das vergangene Jahr stand medienpolitisch ganz im Zeichen von Sendereihen und Veranstaltungen, die sich wie das sprichwörtliche Perpetuum Mobile um das Verhältnis von Medien und Publikum drehten. Zahlreiche Vertreter der schreibenden und sendenden Zunft besprachen das Thema unter striktem Ausschluss echter Kritiker und unter Zuhilfenahme omnipotenter Medien-Wissenschaftler, die zwar mit der Verachtung der Bessergebildeten argumentieren, aber dann doch zur simplifizierenden Schubladisierung von Kritikern ausholen. Nur ein paar Beispiele aus dem Katalog der Abhandlungen von oben herab: Wie viel Medienschelte verträgt Pressefreiheit? (toter Link) Streitraum: Misstrauen und Öffentlichkeit” „Lügenpresse“ ist …

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Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist ein hohes Gut. Selbst Zuschreibungen, die zart besaitete Zeitgenossen entrüstet zum Kadi stürmen lassen, sind vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt. Trotz eindeutiger Rechtsprechung ist jedoch diversen Institutionen, Medienhäusern, Politikern, Wissenschaftlern und in irgendeiner Weise involvierten Einzelpersonen, die Meinungsfreiheit ein Dorn im Auge – insbesondere wenn sie nicht mit der eigenen Weltanschauung, Deutung oder Religion übereinstimmt. Angesichts der für das Fußvolk vermeintlich komfortablen Situation, sich zu äußern wie Herz und Verstand begehren und Schnäbel gewachsen sind, werden deutsche Leitmedien zusehends nervös, angesichts abweichender Meinungen. Natürlich stellt sich die Frage, ob und inwieweit traditionelle Medien …

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