ARD sichert 55.000 Arbeitsplätze außerhalb des eigenen Unternehmens

ARD sichert 55.000 Arbeitsplätze außerhalb des eigenen Unternehmens.

Die ARD hat 2022 rund 8 Mrd Euro zur Bruttowertschöpfung in Deutschland beigetragen, sagt eine Studie des Forschungsinstituts WifOR im Auftrag des Senders. Die ARD habe zudem mehr als 55.000 Arbeitplätze außerhalb des eigenen Unternehmens gesichert, zusätzlich zu den internen 21.000 Stellen. 2015 waren es noch 73.000 weitere Arbeitsplätze. Die ARD begründet das mit der Inflation.
https://www.turi2.de/aktuell/gutachten-ard-sichert-55-000-arbeitsplaetze-ausserhalb-des-eigenen-unternehmens/

ARD schafft 18.000 Arbeitsplätze weniger als 2015 (Paid)

https://www.meedia.de/medien/debatte-rundfunkbeitrag-ard-schafft-18000-arbeitsplaetze-weniger-als-2015-8bdecb3a9fe4af449bf9ea05e0689869

Kai Gniffke, ARD Vorsitzender: „Die ARD sorgt nicht nur für publizistische Vielfalt, sondern sie ist auch ein Wirtschaftsfaktor in Deutschland. Das zeigt das WifOR-Gutachten deutlich. In unsicheren Zeiten sichert die ARD verlässlich Beschäftigung auch außerhalb der ARD Medienhäuser.“

ARD verlässlicher Partner für deutsche Kreativwirtschaft

Die Analyse des WifOR-Instituts zeigt: Die ARD fragt fast ausschließlich (97 %) Güter und Dienstleistungen aus dem Inland nach. Ihre Angebote sind seit Jahren also „Made in Germany“.

Somit ist die ARD als gemeinwohlorientierter Medienverbund ein verlässlicher Partner für Produktionsfirmen und die deutsche Kreativwirtschaft. Diese stimuliert sie mit rund 2,4 Milliarden Euro jährlich und sichert dort mehr als 21.000 Arbeitsplätze. […]

WifOR-Geschäftsführer Prof. Dennis A. Ostwald: „Die Preise der eingekauften Dienstleistungen der ARD sind seit 2015 durch die Inflation von insgesamt 19 Prozent auch in der Kreativbranche gestiegen. Die Einnahmen aus den Rundfunkbeiträgen sind in dem Zeitraum nahezu gleichgeblieben. Da trotz höherer Ausgaben weniger Dienstleistungen eingekauft werden können und zudem die Produktivität in Deutschland steigt, lässt der positive Trend auf die Beschäftigung außerhalb der ARD immer mehr nach.“
https://www.ard.de/die-ard/presse-und-kontakt/ard-pressemeldungen/2023/11-08-Gutachten-belegt-grosse-oekonomische-Relevanz-der-ARD-100/

Zum Gutachten

https://www.ard.de/die-ard/2023-11-Studie-zum-oekonomischen-Nutzen-der-ARD-100.pdf

Hinweis I:

ARD-Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag 2015: 5,757 Mrd. Euro
ARD-Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag 2022: 5,966 Mrd. Euro
Die Beitragseinnahmen sind in diesem Zeitraum um 10,35 Prozent gestiegen.

Hinweis II:

In dem WiFOR-Gutachten zum ökonomischen Nutzen der ARD heißt es, dass die ARD in 2022 21.000 Menschen direkt beschäftige. Hinzu kämen noch einmal ca. 55.000 indirekte und induzierte Beschäftigungsverhältnisse.

Wenn man sich den 23.KEF-Bericht ansieht, dann ist für die ARD beim Personalaufwand (gesamt) festgehalten, dass die ARD in 2019 über ca. 30.595 Mitarbeiterkapazitäten (rechnerisch) verfügt. „Diese Mitarbeiterkapazitäten werden folgenden Beschäftigungsformen (ohne Beteiligungen und ohne GSEA

mit eigener Rechtspersönlichkeit) zugeordnet:

64 % fest angestelltes Personal,
30 % Freie Mitarbeit,
1 % Arbeitnehmerüberlassung,
5 % Personal bei GSEA ohne eigene Rechtspersönlichkeit.“

(23. KEF-Bericht S. 142)

Offensichtlich zählen für WiFOR freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Angestellte in ANÜ sowie Personal bei den GSEA zu indirekten bzw. induzierten Beschäftigungsverhältnissen.

Laut 20. KEF-Bericht verfügte die ARD in 2014 über eigenes Personal (rechnerisch)

29.017 Mitarbeiterkapazitäten in unterschiedlichen Beschäftigungsformen (ohne Beteiligungen und ohne GSEA mit eigener Rechtspersönlichkeit):

– 69 % fest angestelltes Personal,
– 23 % freie Mitarbeiter,
– 2 % Arbeitnehmerüberlassung,
– 2 % Personal bei GSEA ohne eigene Rechtspersönlichkeit (nur der ARD zuzuordnen),
– 4 % Personal bei GSEA ohne eigene Rechtspersönlichkeit (mit weiteren Beteiligten).

(20. KEF-Bericht, S. 142)