NDR-Auslandsstudios: Kosten nicht transparent ausgewiesen

Der Rechnungshof der Freien und Hansestadt Hamburg, der Landesrechnungshof Mecklenburg-Vorpommern, der Niedersächsische Landesrechnungshof und der Landesrechnungshof Schleswig-Holstein prüften nach § 36 des Staatsvertrages über den Norddeutschen Rundfunk gemeinsam die NDR-Auslandsstudios. Sie stellten für die Geschäftsjahre 2021 bis 2023 u. a. fest:

  • Die tatsächlichen Aufwendungen des NDR für seine neun Auslandsstudios waren nicht exakt feststellbar.
  • Gehälter der im Ausland tätigen Beschäftigten verbuchte der NDR teilweise unter Sachaufwendungen.
  • Es fehlen Grundlagen, um zu beurteilen, welche Auslandsstudios effizient arbeiten und welche weniger.

https://www.lrh.niedersachsen.de/startseite/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen_2026/ndr-auslandsstudios-kosten-nicht-transparent-ausgewiesen-251647.html

„Der NDR wies für 2021 bis 2023 Aufwendungen für seine Auslandsstudios zwischen 13,8 Mio. € und 14,6 Mio. € aus, während die Rechnungshöfe deutlich höhere Aufwendungen ermittelten. Die jährlichen Abweichungen betrugen zwischen 3 Mio. € und 4 Mio. €, wobei die Rechnungshöfe teilweise Beträge schätzten. Die tatsächlichen Aufwendungen des NDR für Auslandsstudios waren daher nicht exakt feststellbar.“ (S. 5)

„Die Auslandsstudios unterschieden sich stark hinsichtlich Berichtsgebieten, Arbeitsweise und personeller Ausstattung. Einheitliche, standardisierte Statistiken über den Output der Auslandsstudios wie z. B. die Zahl der Sendebeiträge fehlten, sodass eine Beurteilung der Wirtschaftlichkeit nicht möglich war.“ (S. 8)

Bericht (pdf)

https://www.lrh.niedersachsen.de/download/229487/Abschliessender_Bericht_Auslandsstudios_des_NDR_.pdf