SWR-Rundfunkrat wird kleiner und verjüngt sich

Mit Beginn der neuen Amtsperiode Mitte September schrumpft SWR-Rundfunkrat von 74 auf 57 Mitglieder. Die Führungsspitze scheidet komplett aus. Künftig gehören dem Gremium mehr jüngere Menschen an, zwei Sitze bleiben vorerst vakant. […]

Der novellierte Staatsvertrag reduziert die Zahl der Mitglieder von bislang 74 auf künftig 57. Demnach gehören dem Gremium aus Baden-Württemberg dann 33 Personen an und 17 aus Rheinland-Pfalz. Weitere sieben werden aus Baden-Württemberg oder Rheinland-Pfalz entsandt. Der SWR-Rundfunkrat ist künftig nicht mehr das größte Aufsichtsgremium im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Das ist dann der 60-köpfige ZDF-Fernsehrat. In der ARD hat der NDR-Rundfunkrat 58 Mitglieder.

Zur Neukonstituierung des SWR-Rundfunkrats können nach dem derzeitigen Stand noch einige Sitze vakant sein. Die ordnungsgemäße Entsendung einzelner Personen sei durch den Rundfunkratsvorsitz noch festzustellen, erklärte die Gremiengeschäftsstelle. Im Rundfunkrat bleiben aber bis auf Weiteres zwei Plätze unbesetzt. Dabei handelt es sich um zwei der insgesamt sieben Sitze, die vom baden-württembergischen Landtag besetzt werden. […]

Durch die Staatsvertragsnovelle werden drei Sitze für 18- bis 29-Jährige geschaffen. Davon entfallen zwei auf junge Erwachsene aus Baden-Württemberg und ein weiterer auf eine Vertretung aus Rheinland-Pfalz. Nach öffentlichen Ausschreibungen wurden die drei Plätze von Ausschüssen der beiden Landtage vergeben. In Baden-Württemberg wurden zwei Unter-30-Jährige ausgewählt, die auch kommunalpolitisch für die Grünen beziehungsweise die CDU aktiv sind. Über die gewählte rheinland-pfälzische Vertreterin gibt es bisher keine näheren Informationen. […]

Der neue SWR-Rundfunkrat, dessen Plenumssitzung öffentlich ist, wird künftig acht Ausschüsse haben. Sie tagen nicht öffentlich. Dazu gehört der Ausschuss für Inhalte und Formate, in dem laut SWR-Hauptsatzung alle Rundfunkratsmitglieder vertreten sind. Aufgabe des Ausschusses ist es, Rundfunkratsbeschlüsse vorzubereiten, „insbesondere in übergeordneten Programmangelegenheiten“.

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