(Red.) Die 80. Generalversammlung der Vereinten Nationen sollte zur Feier werden. Aber die gegenwärtige Situation bietet wenig Stoff zum Feiern. Auch die schlimmsten Initianten und Betreiber von Kriegen sitzen in der Versammlung und halten Reden. (cm) Analyse von Karin Leukefeld Nicht nur, dass die Versammlung von einem in Sachen Diplomatie gänzlich unerfahrenen Shootingstar made in Germany geleitet wird, nicht nur dass mit US-Präsident Donald Trump und Benjamin Netanyahu erklärte Gegner der UN vor dem Plenum sprechen, auch ein langjähriger Al Qaida-Anführer, heute bekannt als Ahmed al-Sharaa, wird dort im Namen von Syrien sprechen. Der einstige Abu Mohammed al Jolani, der die Nusra Front gründete …

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Namibia ist zurecht empfindlich, wenn es um Genozid geht und die Bevölkerung ist mehrheitlich empört über die ungebremsten israelischen Angriffe auf die Zivilbevölkerung in Gaza. Namibia empfängt den TV-Nachrichtendienst Al Dschasira aus Katar, der tagtäglich ausführlich über den Israel-Gaza-Krieg, das Flächenbombardement in Gaza, die wiederholte interne Vertreibung der Zivilbevölkerung und die ständig steigenden Opferzahlen der Palästinenser berichtet. Die britische BBC und diverse Nachrichtenagenturen, berichten sporadisch über den blutigen Konflikt, aber direkte Berichte aus Israel erreichen Namibia selten. Die neue namibische Präsidentin, Meme Netumbo Nandi-Ndaitwah, befindet sich derzeit – zum ersten Mal – auf dem großen Weltparkett: zur jährlichen Vollversammlung der …

Der Wahnwitz der UNO – ein Mitglied gängelt 192 andere Weiterlesen »

Der deutsche Bundeskanzler dankt Israel, dass es für uns die Drecksarbeit macht. Auch die Ukraine verteidigt mit dem Blut ihrer Bürger unsere Freiheit. Was aber sagen solche Sichtweisen aus über das Denken der westlichen Führungen und den Zustand ihrer Gesellschaften? Beitrag von Rüdiger Rauls Keine Drecksarbeit ohne Dreck  Es war ein Satz, den Merz so dahin gesagt hatte, ohne sich anscheinend seiner tieferen Bedeutung bewusst zu sein. Teile der Öffentlichkeit reagierten darauf mit der gewohnten moralischen Empörung. Wieder andere stellten sich voll hinter diese Aussage des Kanzlers. Endlich werde einmal aufgeräumt mit den Mullahs und der Bedrohung, die sie nach …

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Zum 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz Beitrag von Bernd Liske In der Morgenandacht des Deutschlandfunk vom 27. Januar – also an dem Tag, an dem sich zum achtzigsten Mal die Befreiung von Auschwitz jährte – erzählt Pfarrer Stephan Krebs von einer Reise, die ihn mit einer Gruppe vor einigen Jahren in den Libanon führte. In einem Restaurant wäre man zunächst nicht bedient worden. Als man sich um eine Klärung bemühte, stellte sich heraus, dass die Kellner angenommen hatten, sie wären aus den USA und die würde Israel unterstützen. Als klar wurde, dass sie aus Deutschland waren, zeigte man sich …

Ich schäme mich! Weiterlesen »

„Nie vergessen!“ befiehlt Blick, die Schweizer Bild-Zeitung, am  7. Oktober unübersehbar dem Betrachter auf der oberen Hälfte seiner Frontseite, in hyperdicken Lettern. Und im Teaser ist das „Massaker an der israelischen Zivilbevölkerung“ vor einem Jahr ebenfalls in Dickschrift hervorgehoben, der Folgesatz weiss, dass „bis dahin noch von einem Frieden geträumt“ werden konnte, aber seither „herrscht nur noch die Angst vor einem grossen Krieg“. Immerhin: das Wort „träumen“ scheint irgendwie darauf hinweisen zu wollen, dass das, was bis vor einem Jahr war, auch kein Frieden war, allerdings will Blick alle und jeden unbedingt vergessen machen (wie ja die andern Mainstreamler auch), …

Schweizer Nachlese: Zahlen und Zynismus am Gedenktag Weiterlesen »

Die französische Nachrichtenagentur AFP ist (nach ihrer Online-Selbstdarstellung) „eine der drei größten Nachrichtenagenturen der Welt und die einzige europäische“; sie „liefert eine schnelle, umfassende, objektive und auf Faktentreue geprüfte Berichterstattung über aktuelle Ereignisse und Themen, die unseren Alltag bestimmen.“ Auf Wikipedia ist zur operationalen Reichweite des Unternehmens zu erfahren: „Pro Tag versendet AFP weltweit rund 3200 Artikel, 2500 Fotos, 100 Infografiken und 150 Videobeiträge.“ Kleine Medienkritik aus der Schweiz von Benjamin Kradolfer Die Entwicklung in Nahost vom 7. Oktober 2023 bis heute, also bis zum jüngsten israelischen Bombenhagel auf Libanon, insgesamt bald 12 Monate mit weit über 40’000 (vierzigtausend) ermordeten …

Wer will den totalen Krieg? Weiterlesen »

Ein Plan zu seiner Eindämmung und zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten Ein Beitrag von Bernd Liske Gleich einem Stein, den man in eine Richtung abseits des Weges wirft, kommt mir zuweilen der eine oder andere Gedanke und ich bin so frei, ihn entweichen zu lassen, ohne ihn tiefer zu durchdringen. Gebunden ist das an das Wissen, dass er aus einem belastbaren Fundament aus Werten, Werkzeugen, Analysen und Konzepten erwächst und der Erfahrung, dass ich, wenn ich gefordert bin, seine Substanz nachzuweisen, den Weg zu ihm finde. Am 16. November schrieb ich erstmals explizit auf X und dann mehrmals in …

Antisemitismus – eine Frage der Semantik Weiterlesen »