Einigung in Tarifverhandlungen: ÖRR-Mitarbeitende erhalten mehr Geld

In den Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaften und dem Norddeutschen Rundfunk gibt es laut ver.di Hamburg eine Einigung. Der NDR-Verwaltungsrat muss noch zustimmen. […]

Für Festangestellte, Auszubildende und weitere Beschäftigte würden die Entgelte in drei Stufen steigen, informierte ver.di Hamburg: rückwirkend zum 1. April 2026 um 1,23 Prozent, zum 1. April 2027 um 2,5 Prozent und zum 1. April 2028 um weitere 2,0 Prozent. 0,5 Prozentpunkte der für April 2027 vereinbarten Erhöhung könnten wieder zurückgenommen werden, sollten sich die finanziellen Rahmenbedingungen des Senders unerwartet verschlechtern, hieß es. Die Laufzeit des Tarifabschlusses betrage 35 Monate. […]

Ver.di Hamburg teilte weiter mit, das Urlaubsgeld für die unteren Vergütungsgruppen werde um 120 Euro erhöht. Auch die Auszubildenden erhielten diese Erhöhung. Im kommenden Jahr sollen laut der Gewerkschaft gesonderte Verhandlungen über die künftige Bezahlung junger Mitarbeitender nach Abschluss ihrer Ausbildung aufgenommen werden.

https://medien.epd.de/article/5121

ARD-Tarifrunde auch im Norden beendet: Das bekommen Beschäftigte bei NDR, WDR, BR und SWR

Die wichtigsten Tarif-Ergebnisse im Überblick

  • NDR: bis zu 5,73 Prozent mehr für Gehälter und Honorare, Laufzeit 35 Monate.
  • WDR: bis zu 5,73 Prozent in drei Stufen; mindestens 4,73 Prozent sind fest vereinbart. Für 12a-Freie gibt es 600 Euro Einmalzahlung.
  • BR: 1,23 Prozent ab Februar 2026, 2,5 Prozent ab April 2027 und bis zu 2 Prozent ab April 2028; die letzte Stufe ist teilweise an Bedingungen geknüpft.
  • SWR: rund 5,73 Prozent über die Laufzeit; dazu sozial gestaffelte Einmalzahlungen für 2026 von bis zu 1.600 Euro

https://www.digitalfernsehen.de/news/medien-news/politik/ard-tarifrunde-auch-im-norden-beendet-das-bekommen-beschaeftigte-bei-ndr-wdr-br-und-swr-1187775/

Hinweis: Beim MDR gab es eine Nullrunde. „ Im Ergebnis der Verhandlungen wird es im Jahr 2026 keine Anhebung der Gehälter und Honorare geben. Für die Gewerkschaften stand das Thema Beschäftigungssicherung sowie das Reagieren auf gravierende, finanzielle Einbrüche für die arbeitnehmerähnlichen freien Mitarbeitenden im Fokus.“

https://www.mdr.de/presse/informationen-zum-tarifabschluss-im-mdr-100.html

Fast 9000 Euro für Kameramann – „Das kann so nicht bleiben“

CDU-Abgeordnete finden Bezüge beim SWR im Vergleich mit Ärzten oder Richtern nicht mehr  vermittelbar. Was die Landesregierung dazu sagt. […]

Demnach erhalten altgediente Kameraleute oder Grafiker in der höchsten „Erfahrungsstufe“ ein Grundgehalt von 8964 Euro. Das sei mehr als bei einer erfahrenen Richterin am Landgericht (8091,31 Euro) oder einer Fachärztin an einer Uniklinik (Endstufe 8438,20 Euro). […]

Den CDU-Mann Schneider überzeugen die Erklärungen nicht wirklich. „Drei Viertel der Kameraleute beim SWR bekommen mehr als 7000 Euro Grundgehalt im Monat, einige sogar mehr als 8000 Euro“, rechnet er vor. „Das bekommen viele Richter, Staatsanwälte oder Ärzte nicht, von Handwerkern oder Polizisten ganz zu schweigen.“ Sein Fazit: „Solche Gehälter beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk sind niemandem vermittelbar. Das kann so nicht bleiben.“

https://www.stuttgarter-zeitung.de/lokales/baden-wuerttemberg/cdu-politiker-kritisieren-swr-gehaelter-fast-9000-euro-fuer-kameramann-das-kann-so-nicht-bleiben-79442113.html