Kritik an ÖRR: Was passiert, wenn ich bei der ARD eine Programmbeschwerde einreiche?
Die Zahl der Programmbeschwerden hat bei der ARD zugenommen, aber über die Inhalte erhält man kaum Auskunft. Was geschieht da eigentlich? […]
Beispielsweise, warum eine so große Differenz zwischen der Gesamtzahl der Beschwerden und der Anzahl, mit der sich die Rundfunkräte beschäftigten, besteht, wo die inhaltlichen Schwerpunkte liegen und was am Beschwerdeverfahren geändert werden sollte. […]
Diese Auflistung deckt sich teilweise mit einer Darstellung der umstrittenen Plattform „Rundfunkalarm“, die für die gestiegene Zahl von Beschwerden mitverantwortlich gemacht wird. An der Spitze steht der Vorwurf einer vermeintlich selektiven Berichterstattung und Einseitigkeit bei der Information. […] Im Gründungsjahr lag die Anzahl der Einwände, die dort generiert wurden, bei 2400 und im ersten Halbjahr 2026 nur noch bei 207. Der von „Mediasres“ ermittelte Anstieg kann also nicht allein auf dieses Portal zurückgeführt werden. [….]
Obwohl Intendanten und Rundfunkräte die Bedeutung der Kritik betonen, existiert in der ARD keine für alle verbindliche Pflicht zur Berichterstattung über die Zahl berechtigter Tadel und deren Konsequenzen. […]
Die Zahl von 5000 Beschwerden kann stimmen, muss aber nicht, wie unser Versuch einer Umfrage zeigt. Die GVK-Geschäftsstelle vermutet, dass sie sogar noch höher sei. Es zeigt sich auf jeden Fall, dass die Anforderungen gewachsen, dass die Nutzer kritischer sind und mehr als früher hinterfragen, welches Programm ihnen für ihren Rundfunkbeitrag geboten wird.
Anstatt die Hürden für zunehmende Kritik zu erhöhen, was auch im Gespräch ist, sollten sie gesenkt werden. Viele der von Zuschauern und Hörern vorgebrachten Vorwürfe können bei der genauen Prüfung möglicherweise nicht bestätigt werden, aber sie würden den Anstalten ein Gefühl dafür geben, was das Publikum bewegt, sagt ein Rundfunkratsvorsitzender vertraulich.
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