Zeitungsverleger sitzen im neuen WDR-Rundfunkrat
Im Dezember setzt sich der WDR-Rundfunkrat neu zusammen. Zum ersten Mal werden die Zeitungsverleger aus Nordrhein-Westfalen in dem Gremium vertreten sein. Auch das Forum muslimische Zivilgesellschaft in NRW erhält erstmals einen Sitz. Die Verbände und Organisationen wurden vom Landtag ausgewählt.
Mit Beginn der neuen Amtsperiode im Dezember erhält der Digitalpublisher und Zeitungsverleger Verband NRW für fünf Jahre einen Sitz in dem Aufsichtsgremium der größten ARD-Landesrundfunkanstalt. Der Verband ist eine von fünf Organisationen, die im Juli vom nordrhein-westfälischen Landtag aus insgesamt 15 Bewerbungen ausgewählt wurden und befristete Rundfunkratssitze erhielten. […]
Carsten Dicks, Geschäftsführer des Digitalpublisher und Zeitungsverleger Verbands NRW sagte dem epd: „Die Wahl durch den Landtag begrüßen wir sehr.“ Sie sei „Ausdruck der gesetzlich vorgesehenen Vielfalt der Perspektiven im WDR-Rundfunkrat“. Der Verband vertrete eine wichtige publizistische Säule in Nordrhein-Westfalen. „Wir möchten unter anderem unsere Perspektive auf ein vielfältiges und zukunftsfähiges duales Mediensystem in NRW konstruktiv in die Arbeit des WDR-Rundfunkrates einbringen.“ […]
Durch die Entscheidung im NRW-Landtag, die auf einem gemeinsamen Wahlvorschlag der Fraktionen von CDU, Grünen, SPD und FDP basierte, werden in den WDR-Rundfunkrat zu Beginn der neuen Amtsperiode noch drei weitere Organisationen erstmals einziehen: Das Forum muslimische Zivilgesellschaft NRW, die Landesarbeitsgemeinschaft Demokratischer Bildungswerke und der Verband der Feuerwehren in NRW. Außerdem wählte der Landtag noch den Kinderschutzbund (Landesverband Nordrhein-Westfalen) aus. Die Organisation hatte bereits von 2016 bis 2021 einen befristeten WDR-Rundfunkratssitz inne.
