"Peitsche" von "davidd" lizensiert unter "CC-BY"

Der Kampagnenjournalismus der ARD nimmt, parallel zum Dauerfeuer der öffentlichen Kritik, immer schamloser und rasanter an Fahrt auf. Der Begriff „Staatsfunk“ verkommt zum Euphemismus angesichts der bigotten Tendenz des Messens mit zweierlei Maß – stets im vorauseilendem Gehorsam im Sinne der Bundesregierenden. Unerträglich das Ausblenden menschenverachtender Grausamkeiten wie Folter, Steinigung, Todesstrafe, Unterdrückung von Frauen, Verfolgung von Homosexuellen, kritischen Journalisten etc. solange die Geschäfte mit der westlichen „Wertegemeinschaft“ blühen. So meinte Carsten Kühntopp vom ARD-Studio Kairo: Saudi-Arabien ließe sich eben nicht auf das Zerrbild vom erzkonservativen, menschenverachtenden und frömmelnden Ölscheich reduzieren. Doch die Logik der Staatsjournalisten ist schlicht. Jedes medial vermittelte …

„Saudi-Arabien – besser als sein Ruf“ Weiterlesen »

Screenshot Tagesschau

ARD-aktuell lieferte am 24.4.2017 ein neues Musterbeispiel für manipulative Nachrichtengestaltung. Manipulativ, weil die Redaktion einen vernünftigen Vergleich der Umfänge der jeweiligen nationalen Militärhaushalte ausschließt. Indem sie lediglich eine nichtssagende Rangfolge darstellt, vermittelt sie den falschen Eindruck, als seien die Ausgaben der „Spitzenreiter“ dem Umfang nach in etwa vergleichbar. Dass der Spitzenreiter USA dreimal soviele Milliarden Dollar fürs Militär ausgibt wie die VR China und gar fast zehnmal soviel wie Russland, das wird – offenkundig in voller Absicht – weder mit den konkreten Zahlen noch in Worten deutlich gemacht. So wird einer maßlosen Verzerrung der Wirklichkeit gedient, ein klassischer transatlantischer Schleiertanz …

Manipulative Nachricht über Militärhaushalte Weiterlesen »

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Die in der Programmbeschwerde von Voker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer verlinkten Berichte von ARD-aktuell über die UN-Sicherheitsrats-Debatte (zu Giftgas/Syrien) stehen pars pro toto und für hochgradig tendenziöse, manipulative Nachrichtengestaltung. Muster: die (guten) USA und ihre Verbündeten mühen sich mit acht und mehr Vorstößen um eine unabhängige Untersuchung der Giftgasvorfälle, aber das (böse) Russland „blockiert“ per Veto, und der zweifellos schuldige Assad geht straflos aus. Die Absicht, das russische Stimmverhalten negativ zu konnotieren, ist deutlich erkennbar daran, dass ARD-aktuell im umgekehrten Fall nur reichlich verwaschen formuliert, ein russischer Antrag sei „auf die Ablehnung der westlichen Mächte USA, Großbritanniens und Frankreichs gestoßen“. …

Tendenzberichterstattung und Manipulation über Syrien-Giftgas-Debatte im UN-Sicherheitsrat Weiterlesen »

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ARD-aktuell hat neuerdings den Anspruch, ein „Faktenfinder“ zu sein und eine entsprechende Dienstleistung zu bieten. Was dabei herauskommt, bestärkt allerdings auch nur den Verdacht der Manipulation, es ist alter Wein (Tendenzjournalismus) in neuem Schlauch. Am 7.4.2017 heißt es auf der neuen Seite im Internet: „Mehr als sechs Jahre dauert der Syrienkrieg nun schon, immer wieder gab es Kriegsverbrechen. Bestrafen konnten die UN sie jedoch nie – auch weil Russland bereits sieben Resolutionen durch sein Veto blockierte. Ein Überblick. „ Darin zählt dieser „Faktenfinder“ auf tagesschau.de sieben Resolutionen in englischer Sprache auf. Das Ganze läuft auf ein „Seht her, der Russe …

UN-Veto und der ARD-Faktenfinder Weiterlesen »

Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer sind bundesweit bekannt für ihre kritische Betrachtung der Nachrichtengebung von ard-aktuell. Allein im letzten Jahr verfassten die ehemaligen Mitarbeiter des NDR um die 200 Programmbeschwerden und spießten falsche, tendenziöse und lückenhafte Berichterstattungen des Nachrichtenflaggschiffes der Republik mit spitzer Feder auf. Manch einer bezeichnet das, was die Beiden mit der Kraft der Überzeugung tun, als Querulantentum. Diese Urteile, wenn auch in der absoluten Minderzahl, sind nicht nachzuvollziehen. Bräutigams und Klinkhammers Mission ist mitnichten nur schnöde Programmkritik, sondern vielmehr Aufklärung und Ermutigung zur Quellenrecherche und Eigeninitiative. Zu lange und zu dreist werden die deutschen TV-Konsumenten schon durch …

Die indoktrinierte Elite Weiterlesen »

Bei Donezk und Mariupol wurden in der vergangenen Woche zum ersten Mal seit Monaten wieder Raketenwerfer eingesetzt. Die Beobachter der OSZE-Mission in der Ostukraine registrierten an einem Sonntag 2260 Verstöße gegen den Waffenstillstand. Mitunter standen sie auch direkt neben den Verstößen, wie unser Beitragsbild zeigt. Das Pubikum erlebt in der nächsten Zeit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Wiederauflage von Medienberichten zum Konflikt, die stark an jene erinnert, welche 2014 den Beginn einer Zuschauerrevolte und den massiven Einbruch des Vertrauens in die hiesige Medienlandschaft zur Folge hatte. Drei Mitstreiter der Publikumskonferenz haben sich Gedanken zum Thema gemacht und weisen auf …

Ostukraine: Angst vor Großoffensive des Kiewer Regimes gegen Zivilbevölkerung Weiterlesen »

Warum wohl wurde die Petition, die sich für einen Waffenstillstand im Jemen einsetzte, nur von so wenigen Menschen mitgezeichnet? Die Frage ist schnell beantwortet: Weil Jene, deren originäre Aufgabe darin besteht Öffentlichkeit herzustellen, sich über die schändlichen Verbrechen gegen das geschundene Land ausschweigen. Warum alternative Medien für die Information inzwischen unverzichtbar geworden sind, beweist unter anderem die unverblümte Argumentation des ZDF-Moderators Claus Kleber zum medial vernachlässigten Konflikt: „Es sind ernsthaft schlechte Zeiten, wenn ein Krieg in den Hintergrund tritt, in dem Tausende Menschen sterben, Wohngebiete und Krankenhäuser bombardiert werden und in dem 80% der Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, …

Der vergessene Krieg im Jemen Weiterlesen »