Studie: Leitmedien plädierten wie Politik überwiegend für „harte Maßnahmen“ / Negative Folgen, Kritiker und Opfer der Maßnahmen kaum thematisiert / SPD-Politiker Lauterbach lief Virologen bei Medienpräsenz den Rang ab Die Berichterstattung deutscher Leitmedien in der Corona-Krise war „einseitig“ und „regierungsnah“. Das geht aus einer Studie deutscher Kommunikationswissenschaftler von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Ludwig-Maximilians-Universität München hervor. Die Medien „nahmen eine eindeutig warnende Haltung ein, die man durchaus als einseitig betrachten kann“, heißt es in der Studie. Die Berichterstattung habe sich sehr stark auf Politiker von Union und SPD sowie auf bestimmte Virologen konzentriert, während Maßnahmenopfer, „Corona-Skeptiker“ und Oppositionspolitiker kaum …

„Einseitig und regierungsnah“: Medienforscher kritisieren Corona-Berichterstattung Weiterlesen »

Der NDR-Rundfunkrat hat eine Programmbeschwerde gegen das Reportagemagazin „Klar“ mit der konservativen Moderatorin Julia Ruhs zurückgewiesen. Das Gremium verabschiedete am Freitag mit 29 Stimmen mehrheitlich einen Beschluss, nach dem in der ersten Ausgabe des Formats mit dem Titel „Migration: Was falsch läuft“ kein Verstoß gegen den NDR-Staatsvertrag und den Medienstaatsvertrag vorgelegen habe. Mit dem Beschluss verband das Gremium auch den Hinweis, dass das Format „nicht vollumfänglich den Anforderungen an die Qualität eines Formats im NDR“ entsprochen habe. Bemängelt wurden eine „beschränkte Perspektivenvielfalt“ und „zu starke Emotionalisierung“. Auch sei die Sendung überfrachtet gewesen. https://medien.epd.de/article/3676 Aus der Pressemitteilung: Rundfunkrat unterstützt das Format …

Programmbeschwerden gegen das Reportagemagazin „Klar“ mit Julia Ruhs zurückgewiesen Weiterlesen »

Nach außen hin wird die Kritik an dem Umgang mit der „Klar“-Moderatorin Julia Ruhs abgeschmettert, aber eine interne Videokonferenz macht klar, dass es im Sender brodelt. […] Der Programmdirektor des NDR, Frank Beckmann, hatte im Interview mit NDR Info gesagt, die Diskussion sei „ein bisschen absurd“. Michael Kühn, Juristischer Direktor des NDR, schrieb auf LinkedIn, dem NDR eine „Verengung der Meinungsvielfalt“ zu „unterstellen“ seien „sonderbare Unterstellungen“. ARD-Hauptstadtkorrespondent Gabor Halasz meinte auf X, dass viele Journalisten und Politiker „auf Basis von Halbwissen“ geurteilt hätten. Und Juliane von Schwerin schreibt auf LinkedIn: „Dem NDR zu unterstellen, wir würden Kollegen ‚canceln‘ oder ‚vom …

Interne NDR-Konferenz enthüllt: Heftige Kritik am Rauswurf von „Klar“-Moderatorin Julia Ruhs Weiterlesen »

Die Nummer eins in der Programmdirektion der ARD wurde ebenso wie ihr Stellvertreter, ARD-Chefredakteur Oliver Köhr, für fünf weitere Jahre in ihrem Amt bestätigt. Bei der ARD setzt man in der Schaltzentrale auf Kontinuität. Programmdirektorin Christine Strobl und ihr Stellvertreter, ARD-Chefredakteur Oliver Köhr, bleiben für fünf weitere Jahre in ihren Ämtern. Das haben die Intendantinnen und Intendanten der ARD in Abstimmung mit der Gremienvorsitzendenkonferenz beschlossen. […] Christine Strobl bekleidet das Amt der ARD-Programmdirektorin seit 1. Mai 2021. In dieser Funktion verantwortet sie das Gemeinschaftsprogramm Das Erste sowie die ARD-Mediathek. Außerdem ist sie Vorsitzende der Videoprogrammkonferenz. Zum gleichen Zeitpunkt übernahm Oliver …

ARD-Programmdirektorin Christine Strobl bleibt bis 2031 im Amt Weiterlesen »

Jan Böhmermann kündigt eine Ausstellung im Haus der Kulturen der Welt an. Es gibt Hinweise, dass dahinter der Kampf gegen unabhängige Medien steckt – mit Steuergeldern finanziert. Auch die Berliner Zeitung ist betroffen. Vom 27. September bis 19. Oktober 2025 präsentieren „Jan Böhmermann & Gruppe Royale, bekannt durch das ‚ZDF Magazin Royale‘, im Haus der Kulturen der Welt (HKW) in Berlin die Ausstellung ‚Die Möglichkeit der Unvernunft‘“. […] Die „Gespräche“ wird Böhmermann mit Kulturstaatsminister Wolfram Weimer und Promi-Anwalt Christian Schertz führen. Schertz antwortete bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe nicht, ob er für den Auftritt ein Honorar erhält. […] Über die Finanzierung …

Böhmermanns dubiose Geschäfte: Ist auch Steuergeld im Spiel? Weiterlesen »

Studie über Mediennutzung verdeutlicht eine Kluft: Die junge Generation zerlegt die Nachrichtenwelt im gewohnten Format. Die Mediennutzung junger Menschen verändert sich fundamental – und sie markiert einen klaren Generationsbruch. Während frühere Generationen auf Zeitung, Radio oder TV vertrauten, informieren sich junge Mediennutzer heute fast ausschließlich digital. […] Trotz medienaffiner Ausbildung spielt die klassische Nachrichtennutzung bei diesen jungen Mediennutzern kaum noch eine Rolle – sie konsumieren „Nachrichten“, wie sie die älteren Mediennutzer in konventioneller, tradierter Form kennen, vor allem zufällig und beiläufig. Die Untersuchung verdeutlicht, dass Instagram, TikTok und in Teilen WhatsApp zu den zentralen Kanälen der Mediennutzung geworden sind. YouTube …

Generationsbruch: Wie junge Mediennutzer Nachrichten neu definieren Weiterlesen »

Politiker äußern sich zur Causa Julia Ruhs beim NDR. Ist das unzulässige Einmischung? Ein Kommentar. […] Was der ÖRR zu tun hat, entscheidet jedoch stets die Politik. Denn sie macht die entsprechenden Landesrundfunkgesetze oder schließt die länderübergreifenden Staatsverträge. Und das zentrale Stichwort dabei heißt nun mal: Programmauftrag […] Die öffentliche Diskussion, auch unter Beteiligung von Politikern als Vertreter der Bürger, sollte doch wohl sinnvollerweise nicht erst beginnen, wenn man die gesetzlichen Grundlagen ändern will, um das zu erreichen, was Politiker (hoffentlich „im Namen des Volkes“) wollen. Da erscheint es deutlich fairer und angebrachter, seinen Unmut frühzeitig zu äußern, gerade damit …

Warum sich Politiker über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk beklagen dürfen Weiterlesen »