Lieber besetzt als tot: Linker Blogger schockiert bei Markus Lanz​

Ole Nymoen im ZDF. Er würde im Krieg nicht kämpfen, selbst bei Besatzung seines Landes. Die anderen Studiogäste waren not amused. Warum eigentlich? […]

Der 27-Jährige, der mit seinem Buch „Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde“ die Friedensbewegung wiederbelebt zu haben scheint, erklärte unverblümt, dass er im Falle eines Krieges nicht zur Waffe greifen würde – selbst wenn Deutschland besetzt würde. [..]

Nymoens Thesen provozieren. Zweifelsohne. Doch so kontrovers seine Ansichten sind, in einem Punkt hat Nymoen fraglos recht: Die Frage, wofür wir zu kämpfen bereit sind, stellt sich im Angesicht neuer Bedrohungen drängender denn je. Und die Antworten der jungen Generation fallen höchst unterschiedlich aus.

Eine Erkenntnis brachte die Sendung jedenfalls: Die Haltung eines mutmaßlich signifikanten Teils der Jugend (und auch anderer als wehrfähig geltender Altersgruppen) findet im medialen Raum kaum Platz. Laut Jugendforscher Simon Schnetzer hat das generelle Engagement für einen freiwilligen Wehrdienst in den vergangenen Jahren kaum zugenommen und verbleibt bei um die zwei Prozent.

„Das ist die Haltung?“, würde Lanz nicht mehr ungläubig fragen, wenn seine Sendung und die Auswahl der Gäste ein realistisches Bild von der Lage im Land zeichnen würden.

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