Neuer ARD-Vorsitz besiegelt – das überrascht
Yvette Gerner wird zum 1. Januar neue ARD-Vorsitzende – Radio Bremen übernimmt dann vom hr. Etwas aber ist anders als bisher.
Planmäßig wird der Hessische Rundfunk Ende 2026 den ARD-Vorsitz abgeben, er wechselt dann zu Radio Bremen, was auch bedeutet, dass die dortige Intendantin Yvette Gerner ab 1. Januar neue ARD-Vorsitzende wird. Florian Hager, in diesem Jahr noch ARD-Vorsitzender (und HR-Intendant), sagt: „Wir haben bereits im laufenden Vorsitz des Hessischen Rundfunks Vorsitzaufgaben auf mehrere Schultern verteilt und leben hier mit Radio Bremen eine Partnerschaft auf mehreren Ebenen. Obschon in der aktuellen Konstellation die Hauptverantwortung beim hr als Vorsitzanstalt liegt, ist der ARD-Vorsitz arbeitsteiliger aufgestellt, als das früher üblich war. Ich freue mich, dass wir ab kommendem Jahr in umgekehrten Rollen Radio Bremen unterstützen können und den Staffelstab an ein eingespieltes Team weitergeben.“ […]
Radio Bremen wird den Vorsitz nur ein Jahr inne haben, zuletzt waren es meist zwei. Das sei nun entschieden worden, damit der Teamgedanke und die Kooperation zwischen den Häusern weiter gestärkt werde. Unterstützt wird Radio Bremen in den Rollen der Stellvertreter vom Hessischen Rundfunk sowie dem Norddeutschen Rundfunk. Grundsätzlich hält sich der NDR als Vorsitzanstalt 2028-2029 bereit. Damit in Zukunft alle ARD-Häuser den Vorsitz und die damit verbundenen vielfältigen Aufgaben übernehmen können, sieht der neue ARD-Staatsvertrag vor, dass der ARD-Vorsitz „administrativ durch ein gemeinsames ARD-Büro unterstützt“ wird. Hierfür wird das jetzige ARD-Generalsekretariat in Berlin umstrukturiert und künftig dem jeweiligen ARD-Vorsitz unmittelbar fachlich angegliedert – als ARD-Geschäftsstelle. Diese Geschäftsstelle soll zum 1. Januar 2027 starten.
Yvette Gerner soll nur für ein Jahr höchste Repräsentantin des öffentlich-rechtlichen Senderverbunds ARD werden. Darauf hätten sich die ARD-Mitglieder bei ihrem Treffen in Bonn verständigt. Dann soll der Vorsitz im ARD-Verbund weitergereicht werden, der Norddeutsche Rundfunk halte sich dafür bereit, heißt es in der Mitteilung. Damit würden der Teamgedanke und die Kooperation zwischen den ARD-Häusern weiter gestärkt, das sei auch eine Konsequenz aus den Vorgaben des Reformstaatsvertrags.
