Leipziger Medienpreisträger beklagen zunehmende Pressefeindlichkeit

Leipziger Medienpreisträger beklagen zunehmende Pressefeindlichkeit

Der Journalist Arndt Ginzel, der Kameramann Gerald Gerber und der österreichische TV-Moderator Armin Wolf sind am Dienstagabend in Leipzig mit dem „Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien“ ausgezeichnet worden

Arndt Ginzel und Gerald Gerber, die durch die „Hutbürger“-Affäre 2018 eine bundesweite Debatte um die Pressefreiheit auslösten, pflichteten Wolf bei. Sie kritisierten, dass der Respekt für die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten in immer größeren Teilen der Gesellschaft verloren gehe.

Insbesondere in Ostdeutschland gebe es ein „pressefeindliches Klima“, erklärte Ginzel. „Es ist inzwischen in bürgerlichen Schichten normal geworden, auf Berichterstattung, die nicht der eigenen Meinung entspricht, mit Hass zu reagieren.“

Hinweis:

Dass ausgerechnet Arndt Ginzel, der in seinen „Dokus“ meist kreativ nachhilft um zum gewünschten Ergebnis zu kommen, zur Publikumsschelte ausholt, ist bezeichnend. Der Umstand, dass er wie viele andere der „Branche mit Erziehungsauftrag“ unverdient mit einem Medienpreis behangen wurde, macht die Qualität seiner zumeist raunenden und dräuenden Produktionen nicht besser. Die Ostdeutschen haben kein Problem mit Berichterstattung, die ausgewogen und objektiv alle Seiten einer Geschichte fair und ohne Mätzchen beleuchtet.

 

Wir stellten seinerzeit anlässlich eines Zuschauerhinweises zur „Hutbürgeraffaire“ eine Anfrage an die zuständige Polizeidirektion in Dresden.

Betreff: Anfrage: ZDF- Polizeieinsatz am 16.08.2018 am Rande der PEGIDA-Demo

Sehr geehrte Damen und Herren,

„hohe Wellen“ schlug laut Moderatorin von Frontal21 der „Polizeieinsatz“ gegen Journalisten des ZDF am Rande der PEGIDA-Demonstration in Dresden am 16.08.2018.

https://twitter.com/Frontal21/status/1031992381816688640

Eine Augenzeugin hat beobachtet, dass das Kamerateam für Außenstehende nicht als ZDF-Journalisten (Logo, einschlägiges Mikro etc.) erkennbar war. Darüber hinaus soll ein Mitarbeiter des ZDF-Teams (auffallend mit rotem Basecap) Passanten lautstark mit markigen Sprüchen provoziert haben, wonach unter anderem der „LKA-Mann“ erst auf die Filmaufnahmen aufmerksam wurde. Der Provokateur muss Sekunden vor dem offiziell bekannten Videoschnitt gut erkennbar im Bild gestanden haben, denn auf dem öffentlich bekannten Video hört man ihn auch deutlich.

Da Ihre Kollegen vor Ort das Rohmaterial des ZDF-Teams aufgrund der Anzeige des nun bundesweit bekannten Demoteilnehmers ausgewertet haben, wäre es interessant zu wissen, ob die Beobachtung der Augenzeugin der Realität entspricht.

Wir recherchieren für eine Programmbeschwerde, in der behauptet wird, dass das ZDF-Team diesen „hohe Wellen“ schlagenden Medien-Coup teils inszeniert, mindestens jedoch provoziert, haben könnte.

Sollte sich diese Anfrage im Rahmen Ihrer Befugnisse bewegen, so wären wir für eine Auskunft zu den Vorkommnissen sehr dankbar.

Falls nicht, verbleiben wir trotzdem

mit freundlichen Grüßen

Maren Müller

Die Antwort der netten Polizisten vor Ort bekamen wir umgehend:

Sehr geehrte Frau Müller,

uns liegt das Rohmaterial des ZDF nicht vor, sodass wir es auch nicht auswerten können.

Richtig ist, dass das Drehteam nicht als ZDF-Team erkennbar war. Der beschriebene Provokateur ist unseren Einsatzkräften zumindest nicht aufgefallen.

Freundliche Grüße