SWR plant einmal mehr mit einem Millionen-Verlust in 2024
SWR plant einmal mehr mit einem Millionen-Verlust in 2024
Der SWR geht für das kommende Jahr von Aufwendungen in Höhe von 1,37 Milliarden Euro aus, demgegenüber stehen aber wohl nur Erträge von 1,32 Milliarden Euro. In Summe erwartet man so einen Bilanzverlust in Höhe von 51 Millionen Euro. Rechnet man verschiedene Sondereffekte noch dazu, beträgt das anvisierte Minus sogar 72 Millionen Euro. Der Verwaltungsrat des SWR hat den entsprechenden Haushaltsplan mit diesen Zahlen nun festgelegt.
Geldprobleme wird der SWR aber wohl keine bekommen. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, werde man den Fehlbetrag durch Liquiditätsreserven aus dem zurückliegenden Spar- und Umbauprozess ausgleichen. Die Mehrerträge, die über die KEF-Empfehlung aus dem 22. und 23. Bericht hinausgehen, wird der SWR dabei nicht anfassen dürfen. Diese werden nach SWR-Angaben so zurückgehalten, wie es die KEF vorgegeben hatte.
In den Zahlen eingepreist sind wohl auch schon die veränderten Rahmenbedingungen an den Zinsmärkten. Für das vergangene Jahr hatte der SWR im Sommer einen operativen Verlust in Höhe von 61,4 Millionen Euro bekanntgegeben, ausgegangen war man allerdings von mehr als dem Doppelten. Für das laufende Jahr hatte der SWR mal ein Minus in Höhe von 100 Millionen Euro prognostiziert, was man ebenfalls durch Liquiditätsreserven finanzieren wollte.
https://www.dwdl.de/nachrichten/95712/swr_plant_einmal_mehr_mit_einem_millionenverlust_in_2024/
SWR rechnet 2024 mit Defizit im Haushalt
Der SWR geht mit einem leichten Haushalts-Defizit in das nächste Jahr. Der Haushaltsplan 2024, sieht Erträge in Höhe von 1.316 Millionen Euro vor, denen Aufwendungen von 1.367 Millionen Euro gegenüberstehen, teilte der Sender am Freitag mit. Der SWR-Verwaltungsrat hatte zuvor den Haushaltsplan festgelegt. Beim operativen Ergebnis erwarte der Sender ein Minus von 72 Millionen Euro. Zur Finanzierung dieses negativen Ergebnisses sollen Liquiditätsreserven, also Eigenmittel, aus dem zurückliegenden Spar und Umbauprozess eingesetzt werden, hieß es.
Der Haushaltsplan für das nächste Jahr, den der SWR-Rundfunkrat am 8. Dezember abschließend beraten und beschließen will, berücksichtige die Digitalisierung und reagiere gleichzeitig auf Inflation und Preissteigerungen. (Epd)
