35 Jahre nach der deutschen Einheit
Speziell für ostdeutsche Produktionsfirmen: Syrreal Cats gewinnt Ideenwettbewerb von ARD Degeto
Um die Zusammenarbeit mit ost- und mitteldeutschen Produktionsfirmen zu stärken, hat die ARD Degeto Film einen Ideenwettbewerb initiiert. Jetzt gibt es einen Gewinner: Die Degeto und der MDR koproduzieren ein Projekt der Thüringer Produktionsfirma Syrreal Cats.
Unter dem Titel „Ostside-Stories“ hatte die ARD Degeto zu einem Ideenwettbewerb aufgerufen, um einen packenden Krimi- oder Thrillerstoff zu finden, der in Ostdeutschland verankert ist. Dafür konnten sich Produktionsfirmen mit Sitz in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen melden und Exposés einreichen. Rund 40 Produktionsfirmen sind dem Aufruf gefolgt – und jetzt gibt es ein Ergebnis.
So hat sich die Redaktion der ARD Degeto für den Pitch „Das verschwundene Herz“ (AT) von Christian Alvart entschieden, den die Produzentin Katrin Weikart für die Produktionsfirma Syrreal Cats aus Thüringen eingereicht hat. Der Gewinn ist mit einem Treatmentauftrag in Höhe von 7.500 Euro verbunden. Degeto und MDR haben die Produktion jetzt für den Primetime-Sendeplatz am Samstag im Ersten und für die ARD Mediathek beauftragt. (Mehr unter: ARD, ZDF, Deutschlandradio)
https://www.dwdl.de/nachrichten/103994/syrreal_cats_gewinnt_ideenwettbewerb_von_ard_degeto/
Hinweis I: Das Projekt „Das verschwundene Herz“ (Thriller, 2027) ist das erste Film-Projekt der Syrreal Cats.
Hinweis II: Damit wurde wieder einmal ein neu gegründeter, verlängerter Produktionsarm einer „westdeutschen“ Firma auserwählt. Offensichtlich haben originär ostdeutsche Produktionsfirmen, die schon einige große Projekte sowie ihren Hauptsitz dort haben, bei der degeto keine Chance.
MDR-Doku: „Aus ostdeutscher Sicht ein westdeutsches Bundesland zu porträtieren, das ist ungewöhnlich“
Mit seinem Film „Wut. Jetzt fahren wir in den Westen“ schlägt der Dokfilmer und Grimme-Preisträger Matthias Schmidt eine längst überfällige Volte. Eine voreingenommene Kritik.
„Wut. Jetzt fahren wir in den Westen“ heißt seine Doku, die jetzt in der ARD-Mediathek abrufbar ist, und die eine wunderbare Umkehr des seit Jahrzehnten Gesetzten ist: dass nämlich westdeutsche Journalisten mal eben in den Osten fahren und fuhren, und dann ziemlich genau wissen, wie der Osten tickt. […]
„Wir drehen den Spieß diesmal einfach mal um, wir fahren in den Westen und stellen dort die Fragen, die uns im Osten seit 35 Jahren gestellt werden.“ Soll heißen: Was treibt sie um? Was macht sie wütend? Denn – große Überraschung – auch im Westen wächst die Wut über staatliches Versagen, über den Drift, was das Volk sich wünscht und was seine Vertreter im Bundestag letztlich entscheiden. […]
„Das Ruhrgebiet interessiert in Westdeutschland auch niemanden!“ Der Osten werde wenigstens medial oft besucht, das Ruhrgebiet gar nicht.
Keine Ostdeutschen bei zentraler Einheitsfeier, aber ein Pilawa….
