Achtung Fakenews: Die Wahrheit rund um den KiKA

Vorneweg: Nein, der KiKA, der öffentlich-rechtliche Kinder-Fernsehsender von ARD und ZDF, wird seinen Betrieb nicht zum 1. Dezember einstellen, auch wenn diverse Journalismusattrappen in ihren großen Headlines so vermuten lassen. Am Beispiel des KiKA wollen Seiten, die Klicks generieren wollen, ein eher trockenes und sehr politisches Thema aufziehen. Ein Thema, über das seriöse Redaktionen, die auf Clickbait verzichten, schon seit Wochen kontinuierlich berichten: Die anstehende Rundfunkreform, die in Kraft tritt, wenn im November noch zwei Bundesländer zustimmen.

Der Reformstaatsvertrag soll den öffentlich-rechtlichen Rundfunk moderner, aber auch effizienter machen. Teil des Reformpapiers ist etwa eine Straffung des Radioangebots der ARD. Und auch bei den TV-Sendern ist eine Reduzierung vorgesehen. Davon betroffen sein könnte auch der KiKA, allerdings keinesfalls schon in den kommenden Wochen. Vielmehr soll der Kindersender bis 2033 nicht mehr auf klassischem Wege linear verbreitet werden. Von einem generellen KiKA-Aus ist also in keiner Form die Rede, auch wenn große Headlines genau das nahelegen.

Der Reformvertrag sieht vielmehr vor, den Sender nicht mehr klassisch via Kabel oder Sat zu verbreiten, sondern in erster Linie ins Netz zu verlagern und zum „Streamer für Kinder“ zu machen. Damit würde der „neue KiKA“ schlicht auf schon jetzt bemerkbares Nutzungsverhalten einzahlen. […]

Im neuen Reformstaatsvertrag ist also vorgesehen, dass es KiKA-Inhalte in einigen Jahren in erster Linie non-linear gibt. Aber selbst ein linearer Sender mit kuratierten Inhalten, ist auch nach 2033 möglich – dann eben als Live-Stream. Weil davon auszugehen ist, dass das Internet als Verbreitungsweg bis dahin weiter wächst und immer mehr Fernseher und Receiver Live-Streams genauso abspielen wie Sender auf traditionellem Verbreitungsweg könnte der Unterschied in einigen Jahren also nur noch sehr marginal sein.

https://www.digitalfernsehen.de/news/inhalte/fernsehen/achtung-fakenews-die-wahrheit-rund-um-den-kika-1164005/

Hinweis: Konsequenterweise müsste man dann auch das ERSTE, das ZWEITE und die DRITTEN ins Internet verlagern.