Andrij Melnyk hatte Narrenfreiheit in Deutschland

Andrij Melnyk hatte Narrenfreiheit, kritisiert Wolfgang Michal.

Manche Medien haben Andrij Melnyk wie verliebte Teenager behandelt, kommentiert Wolfgang Michal. Er sei „wie ein Popstar durch die Talkshows gereicht“ worden und habe jeden abkanzeln dürfen, „der sich seiner beschränkten Weltsicht in den Weg stellte“. Auch die Politik habe zu allem geschwiegen. „Es musste erst ein frecher Außenseiter wie Tilo Jung kommen, der Melnyk nach allen Regeln der Kunst aufs Kreuz legte“, schreibt Michal.

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Andrij Melnyk hat seine Mission in Deutschland erfüllt: Er durfte einfach alles

Zwei Dinge sind an seinem Abgang bemerkenswert. Erstens: Die deutsche Politik hat sich zu keinem Zeitpunkt getraut, Melnyk in die Schranken zu weisen. Zweitens: Die liberalen Leitmedien haben in eklatanter Weise versagt.

Gehen Fernsehtalker und Großkolumnisten sonst bei jedem Naziverdacht sofort in moralisch korrekte Habacht-Stellung, erlagen sie hier wie verliebte Teenager Andrij Melnyks zweifellos vorhandenem Charme. Es war „der Guttenberg-Effekt“. Da trat ein Diplomat nicht wie ein Diplomat auf, sondern kämpfte hemmungslos und „scharfzüngig“ für eine „gerechte Sache“. Nichts lieben voreingenommene, politisch oft naive Journalisten mehr als „unverstellte Direktheit“! Und Melnyk war stets für eine Schlagzeile gut.

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