ARD.DE in der Kritik des Rechnungshofs Rheinland-Pfalz
ARD.DE in der Kritik des Rechnungshofs Rheinland-Pfalz
Schwerpunkte der Prüfung waren Struktur, Aufgaben, Personal, Kosten, Technik, Verbreitung und Drittplattformenpräsenz der GSEA ARD.de.
Die Gesamtsumme für Personal- und Honoraraufwendungen erhöhte sich von 2012 bis 2017 um 45,5 %. Der Anstieg resultierte aus Tarif- sowie Stufensteigerungen und aus den gestiegenen Anforderungen im Zusammenhang mit dem Ausbau der Onlineaktivitäten. Nach den Feststellungen des Rechnungshofs war im Wirtschaftsplan von ARD.de der Umfang des eingesetzten Personals nicht vollständig abgebildet. ….
Insgesamt zeigt sich, dass ARD.de nicht allein den Onlineauftritt des ersten Fernsehprogramms betreut. Entsprechende Aufgaben werden auch von DasErste.de wahrgenommen. Es liegen Doppelstrukturen vor. ….
Der Rechnungshof hat ARD.de aufgefordert, die Aufgabe der ARD-Onlinekoordination – jetzt im Digitalboard – verstärkt wahrzunehmen, um Kosten durch Doppelstrukturen zu vermeiden. Die Position der ARD-Onlinekoordination könnte innerhalb der ARD gestärkt werden. Langfristig sollte geprüft werden, ob eine Onlinekoordination ohne OnlineProgrammverantwortung sinnvoll und wirtschaftlich ist. …
Der Rechnungshof hat empfohlen, Kosten und Nutzen der Auftritte stets gegenüberzustellen. Die Nutzungsmessung sollte ebenso verbessert werden. Nur so ist zu beurteilen, ob Kosten und Nutzen in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen. ….
Im Internetauftritt der ARD wird auf unterschiedlichen Seiten über vergleichbare Themen informiert. Als Beispiel sei die Information über den Rundfunkbeitrag genannt. ….
Die Vielzahl der Apps stellt ein unübersichtliches Angebot dar. Insbesondere bieten die Apps „ARD-Mediathek“ und „DasErste“ zwei separate Mediatheken für das Erste Fernsehprogramm an. ARD.de wies in Gesprächen darauf hin, dass die App DasErste in absehbarer Zeit eingestellt werden soll. …
Der Rechnungshof hat empfohlen, die ARD-Auftritte insgesamt zu erfassen, zu analysieren und inhaltlich vergleichbare Auftritte aufzuzeigen. Die thematische Zusammenlegung von Auftritten, die Abstimmung der einzelnen Auftritte und die Verlinkung von Seiten könnte – neben einer besseren Übersichtlichkeit – zu erheblichen Einsparungen führen, da die Kosten für die Betreuung wegfielen. ….
Der Rechnungshof hat ARD-Online aufgefordert, sich für den Einsatz effektiver Codecs und anderer Maßnahmen zur Reduzierung des Datenvolumens einzusetzen. ….
Der Rechnungshof hat ARD-Online in seinen Bemühungen unterstützt, qualitativ einwandfreie und vollständige Metadaten einzufordern. Er hat zudem empfohlen, schnellstmöglich auf ein einheitliches Metadatenformat hinzuwirken.
zur Prüfung der Haushalts- und Wirtschaftsführung der vom SWR federführend betreuten Gemeinschaftseinrichtung der Landesrundfunkanstalten ARD.de in den Jahren 2010 bis 2018
