Bezahlschranken verwehren den Zugang zu wichtigen Informationen

Wir müssen den Journalismus ohne Milliardäre retten»

Für den Journalismus in den Vereinigten Staaten begann das Jahr 2024 brutal. Am aufsehenerregendsten ist: Die Los Angeles Times entliess vor kurzem mehr als 20 Prozent ihrer Redaktionsmitglieder.

Obwohl sich die Probleme schon lange anbahnten, waren die Entlassungen besonders entmutigend. Viele Angestellte und Leser hatten gehofft, dass der milliardenschwere Eigentümer der Times, Patrick Soon-Shiong, in guten wie in schlechten Zeiten den Kurs beibehalten würde. Kurz: dass er ein Verwalter sein würde, der weniger daran interessiert ist, Gewinne zu erzielen, als vielmehr dafür zu sorgen, dass das traditionsreiche Blatt der Öffentlichkeit dienen kann.

Der LA Times zufolge erklärte Soon-Shiong, dass die Kürzungen notwendig seien, weil die Zeitung «nicht länger 30 bis 40 Millionen Dollar pro Jahr verlieren könne».

Wie ein X-Benutzer anmerkte, könnte Soon-Shiong jahrzehntelang 40 Millionen US-Dollar an jährlichen Verlusten verkraften und trotzdem Milliardär bleiben. Das Gleiche könnte man von einem anderen milliardenschweren Eigentümer sagen. Jeff Bezos von der Washington Post strich 2023 Hunderte von Arbeitsplätzen, nachdem er über einen langen Zeitraum hinweg kontinuierlich Investitionen getätigt hatte.

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