Chefredakteur von ARD-aktuell, Kai Gniffke bewirbt sich um den Intendanten-Posten beim SWR

Zweikampf um SWR-Intendanz

Wechselt Tagesschau-Chefredakteur Kai Gniffke aus Hamburg zum Sender in den Südwesten? Er muss bei der Wahl im Frühsommer wohl gegen eine Lokalmatadorin antreten.

Dem Vernehmen nach hat die sogenannte „AG Intendanz“ – die Personalsuchkommission des SWR – in den vergangenen Tagen etwa ein halbes Dutzend Bewerbungen eingehend diskutiert. Bei der Vollversammlung des Rundfunk- und Verwaltungsrates am 22. März sollen sich offenbar nur Stefanie Schneider sowie Kai Gniffke als Kandidaten vorstellen, heißt es aus verschiedenen Quellen. Gewählt werden soll dann im Frühsommer.

https://www.sueddeutsche.de/medien/ard-personalie-zweikampf-um-swr-intendanz-1.4361754

Baden-Baden statt „Tagesschau“: Der Chefredakteur von ARD-aktuell, Kai Gniffke bewirbt sich um den Intendanten-Posten beim SWR. Seine Konkurrentin: Stefanie Schneider, Landessenderdirektorin für Baden-Württemberg.

Stefanie Schneider kam nach diversen Stationen bei Privatsendern 1991 zum damaligen Südwestfunk (SWF), 2014 übernahm sie das Amt der SWR-Landessenderdirektorin Baden-Württemberg. Kai Gniffke ist seit 2006 Chefredakteur von ARD-aktuell, für den SWF war er nach dem Studium als Reporter tätig.

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/nachfolge-von-peter-boudgoust-kai-gniffke-will-swr-intendant-werden/24088832.html

Bevor das Los auf diese beiden Kandidaten fiel, waren in den rundfunkpolitischen Kreisen im Südwesten noch drei andere Namen gehandelt worden: die WDR-Hörfunkdirektorin Valerie Weber, der SWR-Verwaltungsdirektor Jan Büttner und der ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler, der im Angebot der ZDF-Kanäle in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Akzente gesetzt hat.

Der scheidende Intendant Peter Boudgoust, der CDU-Mitglied ist und vor seiner Berufung zum Intendanten im Jahr 2007 Verwaltungsdirektor des SWR war, übergibt seinem Nachfolger oder seiner Nachfolgerin einen Sender mit einem Jahresetat von rund 1,4 Milliarden Euro und 3600 Planstellen. Er ist, anders als manch andere in der ARD, finanziell und in seinem inneren Gefüge konsolidiert.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/nimm-zwei-neue-intendanz-beim-swr-16083321.html

Update: ARD, ZDF, Deutschlandradio

Die Intendantenwahl beim SWR läuft vielleicht nicht so geschmeidig, wie sich das Strippenzieher wünschen. Dass nur zwei Kandidaten zur Wahl stehen, leuchtet einem Rundfunkratsmitglied gar nicht ein. Auch ein Ex-Intendant übt Kritik.

Der Vorsitzende des SWR-Landesrundfunkrats Baden-Württemberg, Volker Stich, spricht es offen aus: Dieses Vorgehen erscheine ihm intransparent, es gewährleiste keine Chancengleichheit für alle, die sich beworben haben. „In der heutigen Zeit ist es im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ein Gebot der Demokratie und Transparenz, dass fähige Kandidatinnen und Kandidaten eine Chance erhalten, sich vorzustellen“, sagte Stich im Gespräch mit FAZ.NET. Dies sei nicht gegeben, wenn die Zahl der Bewerber vorab – ohne Begründung – reduziert werde. So vorzugehen schüre den Verdacht politischer Einflussnahme. Diesem Verfahren könne er nicht zustimmen.

Insgesamt hatten sich fünfzehn Kandidaten um die Nachfolge des Intendanten Peter Boudgoust beworben

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/kritik-am-prozedere-der-swr-intendantenwahl-16087073.html