Das Correctiv-Debakel: Wie ARD und ZDF mit dem Journalismus und dem Rechtsstaat fremdeln

NDR, SWR und ZDF glänzten durch Fake News über Deportationspläne, die angeblich 2023 in Potsdam beraten wurden. Bis heute weigern sie sich, diesen Skandal aufzuarbeiten […]

Überschrift: „AfD-Politiker beraten offenbar über Vertreibungsplan“. Sowohl bei der „Tagesschau“, als auch im „heute journal“ oder im „heute journal Update“ des ZDF geben sich die öffentlich-rechtlichen Moderaten mit der Auskunft von Correctiv-Mitarbeitern zufrieden, man verfüge über Quellen zum Potsdamer Treffen. Nachfragen, um welche Quellen es sich denn konkret handelt, unterbleiben. Correctiv hat bis heute nicht belastbar belegen können, was genau in Potsdam gesagt und besprochen wurde. […]

Waren tatsächlich so viele, für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk tätige Journalisten allesamt auf einen publizistischen Trick der Aktivisten von Correctiv hereingefallen? Nahezu das gesamte Führungspersonal von ARD und ZDF? Das Rechercheteam hatte am 10. Januar 2024 einen Text „Geheimplan gegen Deutschland“ veröffentlicht, und zwar in der Stilform eines Dramas mit Akten und Szenen. Ein Bühnenstück also. Doch ARD und ZDF machten Berichte daraus. War das in Unkenntnis von Stilformen oder bewusstes propagandistisches Wollen? […]

Fragen, warum Correctiv denn die sogenannten Recherche-Ergebnisse nicht wie üblich als Tatsachenbericht, sondern in einem dramatischen Text veröffentlicht habe, blieben unbeantwortet. Selbst, nachdem Gerichte diese Falschbehauptungen verboten hatten, depublizierten die Senderverantwortlichen die inkriminierten Beiträge nicht. Sie stellten nichts richtig. Sie unterschlugen sogar die Berichterstattung über die gegen sie ergangenen Urteile.

https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/thema-noch-unbekannt-li.2340951