Deutschlandradio-Hörfunkrat verabschiedet Wirtschaftsplan für 2024

Der Hörfunkrat von Deutschlandradio hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig den Wirtschaftsplan für das Jahr 2024 genehmigt. Den geplanten Erträgen in Höhe von 275,7 Millionen Euro stehen Aufwendungen in Höhe von 288,2 Millionen Euro gegenüber. Die Differenz könne planmäßig aus eigenen Mitteln gedeckt werden. „Deutschlandradio hat in einer schwierigen Zeit mit hoher Inflation gut gehaushaltet und geht mit einer soliden und nachhaltigen Planung in das Jahr 2024“, sagte Knut Deutscher, der Vorsitzende des Wirtschafts- und Finanzausschusses. Bei der Planung von Instandhaltungsmaßnahmen und Investition erweise sich die angespannte Marktsituation weiterhin als schwierig, es bleibe eine Herausforderung, geeignete Firmen und Dienstleister für notwendige Maßnahmen zu gewinnen.

Deutschlandradio-Hörfunkrat verabschiedet Wirtschaftsplan für 2024

Letzte Sitzung des amtierenden Aufsichtsgremiums / Neukonstituierung im Januar 2024

Der Hörfunkrat von Deutschlandradio hat in seiner Sitzung am 14. Dezember 2023 einstimmig den Wirtschaftsplan für das Jahr 2024 genehmigt. Den geplanten Erträgen in Höhe von 275,7 Mio. Euro stehen Aufwendungen in Höhe von 288,2 Mio. Euro gegenüber. Die Differenz kann planmäßig aus eigenen Mitteln gedeckt werden. […]

Die 19. Sitzung des Hörfunkrats von Deutschlandradio war die letzte Sitzung des Aufsichtsgremiums in der laufenden Amtsperiode. Im Januar wird sich der Hörfunkrat neu konstituieren. Ein Drittel der laut Deutschlandradio-Staatsvertrag vertretenen gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen wird dafür neue Vertreterinnen und Vertreter entsenden. […]

Ein erstmals veröffentlichter Tätigkeitsbericht für die 7. Amtsperiode des Hörfunkrates gebe Auskunft über die vielfältigen Aktivitäten, mit der der Hörfunkrat den bundesweiten Hörfunk kritisch und konstruktiv begleitet hat. Vor dem zu konstituierenden Aufsichtsgremium stünden in der neuen Amtsperiode noch mehr und durchaus herausfordernde Aufgaben, die der Gesetzgeber den Rundfunkräten mit den Änderungen im Medienstaatsvertrag aufgebe, so Schildt. Die Grundlagen für die noch stärker programmbezogene Arbeit habe der amtierende Hörfunkrat dafür in den letzten Monaten gelegt.

Auch Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue dankte dem Gremium für die konstruktive Begleitung in den letzten fünf Jahren. Als Vorsitzender des Hörfunkrats stehe Frank Schildt vor allem für Transparenz – sowohl nach innen als auch nach außen. So sei unter anderem mit der Einführung von öffentlichen Ratssitzungen eine Entwicklung vorgezeichnet worden, die der Gesetzgeber später für alle öffentlich-rechtlichen Programmanbieter nachvollzogen habe.

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Ebenfalls im kommenden Jahr feiert Deutschlandradio mit seinem bundesweiten Angebot sein 30-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass werde es statt eines zentralen Festakts zahlreiche Veranstaltungen und Programmaktivitäten in den Ländern geben, erklärte Raue. Im Jubiläumsjahr widmet sich auch die Deutschlandradio-Denkfabrik einem neuen Schwerpunktthema. Mehr als 44.000 Hörerinnen und Hörer hatten sich in einer Publikumsabstimmung für das Thema „Es könnte alles so schön sein … Wie gestalten wir Zukunft?“ entschieden. In den Deutschlandradio-Programmen werden damit im kommenden Jahr Menschen, die Veränderungen anstoßen, und konstruktive Ansätze, die Herausforderungen der Zukunft anzugehen, vorgestellt.

In einem persönlichen Nachruf würdigte Stefan Raue vor dem Hörfunkrat die Verdienste von Dieter Stolte. Der vor wenigen Tagen verstorbene ehemalige ZDF-Intendant sei untrennbar mit der Gründungsgeschichte von Deutschlandradio verbunden: „Ohne Dieter Stolte gäbe es kein Deutschlandradio, wie wir es heute kennen“, so Raue. Er würdigte den Gründungsintendanten von Deutschlandradio als Experten, der zu jeder Zeit dem bundesweiten Hörfunk eng verbunden war.

Mit Interesse nahm der Hörfunkrat den Tätigkeitsbericht der Gleichstellungsbeauftragten für das Jahr 2022 zur Kenntnis. Der Anteil weiblicher Führungskräfte bei Deutschlandradio liegt aktuell bei 38 Prozent und damit über dem bundesweiten Durchschnitt. […]

Seit dem Jahr 2015 informiert sich der Hörfunkrat anhand einer umfangreichen Übersicht über die Themen von Lob, Beschwerden und Kritik. Neben dem Hörerservice kommt dabei auch den sozialen Netzwerken eine wichtige Rolle zu. Von Januar bis Oktober 2023 verzeichnete der Hörerservice rund 60.000 Kontakte. Häufig angesprochene Themen waren die Berichterstattung über den Krieg in der Ukraine und seit Anfang Oktober über den Nahostkonflikt. […]

Der Hörfunkrat bestätigte in seiner Sitzung auch den Bericht über die Kooperationen mit den Landesrundfunkanstalten der ARD und dem ZDF. […]

Deutschlandradio-Programmdirektorin Jona Teichmann stellte dem Hörfunkrat darüber hinaus einen Bericht und Aktionsplan zur Barrierefreiheit vor. Barrierefreiheit ist Deutschlandradio ein wichtiges Anliegen, entsprechende Angebote sollen in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Bereits seit mehr als zehn Jahren bietet der Deutschlandfunk mit „nachrichtenleicht“ ein bundesweites Informationsangebot in Einfacher Sprache an (www.nachrichtenleicht.de). […]

Die laufende Amtsperiode endet am 31. Dezember 2023. Die konstituierende Sitzung für die achte Amtsperiode des Hörfunkrates wird am 11. Januar 2024 in Berlin stattfinden. Bei dieser Sitzung wird das Kontrollgremium neben einem neuen Vorsitz auch die Vorsitzenden und Mitglieder der Ausschüsse wählen.

https://www.deutschlandradio.de/letzte-sitzung-des-amtierenden-aufsichtsgremiums-100.html