Die Gremien der Zukunft
Die Gremien der Zukunft
Rundfunkräte könnten bald mehr Aufgaben bekommen. Beim Dok Leipzig fordert Sachsens Medienstaatsminister einen Sinneswandel. …
„Die Rundfunkräte müssen mit Menschen besetzt sein, die sich da richtig einarbeiten“, forderte Schenk. Es müssten Leute sein, „denen man das auch zutraut. Bislang wird da zu oft gesagt, da haben wir noch einen schönen Posten für dich.“
Die Gremienverter*innen bräuchten hier mehr Selbstbewusstsein – und ein besseres Standing. „Wir brauchen eine andere Kultur zwischen Intendanzen und den Rundfunkräten“, so Schenk. …
Für die grüne Medienpolitikerin Tabea Rößner geht es darum, „Gremien von den Intendanzen unabhängig zu machen“, sonst sei die Nähe zu groß. „Rundfunkräte sind wie Aufsichtsräte, da ist kritische Distanz wichtig.“
Bislang, machte WDR-Rundfunkrätin Petra Schmitz klar, verstünden sich viele Gremien „eher als Komanager der Anstalten denn als Kontrolleure“. Doch das sei „ein falsches Grundverständnis“, so Schmitz: „Es gibt viele Sachen, die können Rundfunkrät*innen eigentlich schon heute machen, sie tun es aber nicht. …
Für die AG dok liegt hier der Kern des Problems. Um die Gremien der öffentlich-rechtlichen Medien zu reformieren und zukunftsfähig zu machen, fordert sie, dass Branche und Publikum stärker in den Gremien vertreten sein müssten. „Nur durch das Knowhow der Branche und eine Einbeziehung der Nutzer*innen lassen sich die bestehenden Defizite langfristig kompensieren“, sagte Alice Agneskircher vom AG dok-Vorstand.
https://taz.de/Diskussion-ueber-oeffentlich-rechtlichen-Rundfunk/!5885579/
