Esken macht es Höcke leicht
In dem Podcast „ungeskriptet“ darf Björn Höcke viereinhalb Stunden lang aus dem Nähkästchen plaudern. Das bringt Saskia Esken auf die Palme. Und wie reagiert sie? So falsch, wie man nur reagieren kann. Sie will dem Podcaster also den Geldhahn abdrehen und ihn auf einer schwarzen Liste sehen. Sie gibt das nächste Beispiel für das Unvermögen der vermeintlichen „Kartellparteien“ und nährt die Opferlegende derjenigen, die unsere Demokratie vor diesen angeblich retten wollen.
Saskia Esken will Boykott von Ben Ungeskriptet: Unzulässig, schädlich, gefährlich
Saskia Eskens Boykott-Aufruf gegen den YouTuber Ben Berndt läuft auf eine schleichende Verstaatlichung aller Medien-Aktivitäten hinaus. Das kann niemand wollen. […]
„Einem Faschisten wie Björn Höcke vier Stunden lang eine Bühne zu bieten, ,ungeskripted‘ und unwidersprochen – damit kann man im Netz in kurzer Zeit Millionen von Aufrufen und ziemlich gute Werbeeinnahmen erzielen. Übrigens: Unternehmen, deren Werbung in einem solchen Podcast ausgespielt wird, sollten mal schauen, wie sich das abstellen lässt. Man muss das nicht ertragen, dass ein Faschist – finanziert durch den Werbeetat des eigenen Unternehmens – unwidersprochen vom geplanten Mord am deutschen Volk fabulieren darf. Oder was er da noch alles ausgebreitet hat. Ich sag mal: Blacklisting hilft.“
Diese unverhohlene Aufforderung zum Werbe-Boykott ist unzulässig, schädlich und gefährlich. Das Video wurde von einem Privatmann gemacht. Die Werbung wird von privaten Unternehmen finanziert. So lange sich alle Beteiligten an die bestehenden, durchaus detailreichen Gesetze halten, hat sich der Staat aus solchen Geschäften herauszuhalten. Wenn Gesetze gebrochen werden, ist es Aufgabe der Justiz, einzuschreiten. Politiker können jederzeit sagen, was sie denken. Sie werden in Deutschland durch den Majestätsbeleidigungsparagrafen geschützt. Niemand – und erst recht nicht Politiker – sollte in einer Demokratie zum Boykott von Andersdenkenden aufrufen.
