EU will russische Staatsmedien RT und Sputnik verbieten
Von der Leyen: Russlands „Medienmaschinerie“ wird gestoppt
Von der Leyen sagte, man arbeite an Instrumenten, die „giftigen und schädlichen Desinformationen in Europa“ zu verbieten. Sie sprach von einem einmaligen Schritt. EU-Außenbeauftragte Josep Borrell sagte, man kämpfe seit 2015 gegen Desinformationen. „Heute unternehmen wir einen entscheidenden Schritt, um der russischen Informationsmanipulation den Hahn zuzudrehen.“
Der europäische Journalistinnenverband AEJ fordert bereits am Freitag wie berichtet das EU-weite Verbot der Ausstrahlung des Programms von „Russia Today“. Auf diesem TV-Sender würden auch „Lügen und Fakenews verbreitet“. Österreichs Ex-Außenministerin Karin Kneissl habe auf RT „noch am Donnerstag die Invasion der Ukraine verharmlost“.
Mit einem zynischen Statement hat am späten Sonntagnachmittag Margarita Simonjan, die RT-Chefreakteurin, reagiert – und angekündigt, die Verbote umgehen zu wollen. „Wir wissen, wie wir unser Geschäft angesichts von Verboten betreiben können. Darauf haben uns diese Freiheitsliebenden acht Jahre lang vorbereitet.“
Nach ESC-Ausschluss: Russische Sender verlassen die EBU
Nachdem die EBU entschieden hat, in diesem Jahr den russischen Beitrag vom Eurovision Song Contest auszuschließen, haben mehrere russische Sender nun ihrerseits einen Austritt aus der Rundfunkunion angekündigt.
Am späten Freitagnachmittag verkündete die EBU, in der sich über 70 Rundfunkanstalten aus 56 Staaten zusammengeschlossen haben, ihre Entscheidung, dass der Eurovision Song Contest 2022 ohne Russland stattfinden wird. Zwar betonte man erneut, dass es sich um einen unpolitischen Wettbewerb handle, der Ausschluss spiegele aber die Sorge wider, dass „die Aufnahme eines russischen Beitrags in den diesjährigen Wettbewerb angesichts der beispiellosen Krise in der Ukraine den Wettbewerb in Verruf bringen würde“.
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