Gegenderte Sprache gefährdet Zusammenhalt

Gegenderte Sprache gefährdet Zusammenhalt

Den aktuellen Projektschwerpunkt der ARD mit dem Titel „WIR gesucht – Was hält uns zusammen?“ nimmt der Sprachwissenschaftler Peter Eisenberg zum Anlass, die Gender-Praxis des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ein weiteres Mal zu kritisieren. „Die Verwendung des Sterns ist unübersehbares Anzeichen dafür, dass der Sender die Spaltung der deutschen Standardsprache mit betreibt“, so Eisenberg. Dabei konstituiere diese Sprache „wie nichts sonst unser verlässliches WIR, das wir für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und seine Entwicklungsdiskurse benötigen.“ Von den etwa 6.000 Sprachgemeinschaften auf der Erde verfügen nur wenige über eine etablierte Einheitssprache. Eisenberg hebt die Bedeutung einer solchen einheitlichen und genormten Sprache für Wissenschaft, Bildung und Gemeinwesen hervor. Eisenberg sieht in den künstlichen Genderregeln nichts weniger als die Zerstörung der Standardsprache. Für einheitliche Schreibungen zu sorgen sei Aufgabe des Rates für deutsche Rechtschreibung im Auftrag der Kultusministerkonferenz. Diese unternehme aber aktuell nicht einmal dann etwas, wenn einzelne Bundesländer Gendersternchen oder Doppelpunkte an Schulen zuließen oder sogar einforderten. „Wenn das so weitergeht, wird sich der Rat eines Tages Gedanken über den Sinn seiner Arbeit machen müssen“, meint Eisenberg. Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk dürfe keine vom Standard abweichende, ideologisch aufgeladene Sprache als Norm gelten. Ihr Gebrauch laufe dem Auftrag der Sender zuwider, und viel zu oft sei die Sprache der Willkür einzelner Journalisten ausgesetzt. (welt.de (Bezahlschranke))