Generationsbruch: Wie junge Mediennutzer Nachrichten neu definieren

Studie über Mediennutzung verdeutlicht eine Kluft: Die junge Generation zerlegt die Nachrichtenwelt im gewohnten Format.

Die Mediennutzung junger Menschen verändert sich fundamental – und sie markiert einen klaren Generationsbruch. Während frühere Generationen auf Zeitung, Radio oder TV vertrauten, informieren sich junge Mediennutzer heute fast ausschließlich digital. […]

Trotz medienaffiner Ausbildung spielt die klassische Nachrichtennutzung bei diesen jungen Mediennutzern kaum noch eine Rolle – sie konsumieren „Nachrichten“, wie sie die älteren Mediennutzer in konventioneller, tradierter Form kennen, vor allem zufällig und beiläufig.

Die Untersuchung verdeutlicht, dass Instagram, TikTok und in Teilen WhatsApp zu den zentralen Kanälen der Mediennutzung geworden sind. YouTube und Podcasts dienen zwar ebenfalls als Informationsquellen, aber eher für vertiefte Inhalte.

News-Apps und Website-Angebote klassischer Medienmarken spielen dagegen nur noch eine Nebenrolle – ihnen attestieren die Befragten weder Mehrwert noch Alltagsnähe. Häufig wirken sie auf sie mühsam und redundant. Stattdessen bevorzugten die jungen Mediennutzer kurze, visuell aufbereitete Infohäppchen, die in den Social-Media-Feed eingebettet sind. […]

Die Mediennutzung der jungen Generation bricht mit klassischen Mustern. Sie definiert Informationen über Algorithmen, Influencer und Podcaster neu. Infotainment verdrängt den linearen Nachrichtenjournalismus.

Für klassische Anbieter heißt dies: Ohne interaktive, alltagsnahe und unterhaltende Formate verlieren sie den Anschluss – und riskieren eine ganze Generation als aktive Teilnehmer am demokratischen Diskurs. „Langfristige, zukunftsfähige Erlösquellen sind schwer zu identifizieren, und die Entwicklungen bei KI bieten bislang keine Lösung.“

https://www.telepolis.de/features/Generationsbruch-Wie-junge-Mediennutzer-Nachrichten-neu-definieren-10669139.html