Kürzungen beim MDR: Ermittlungen eingestellt

Der MDR pausiert drei Jahre lang beim „Tatort“ und dem „Polizeiruf 110“. Damit fehlt es nun an Teilhabe und ostdeutscher Repräsentation im ÖRR.

https://taz.de/Kuerzungen-beim-MDR-Tatort-und-Polizeiruf-110-pausieren-fuer-3-Jahre/!6178392/

MDR streicht Tatort und Polizeiruf: Spardiktat trifft Publikumslieblinge

Programmdirektor Boris Lochthofen erklärte, man wolle nicht in der Breite kürzen, sondern strategische Prioritäten setzen. Die regionale Stärke und Transformationsfähigkeit des Senders sollen bewahrt bleiben.

Dennoch sind die Einschnitte massiv: Ab 2027 stellt der MDR die UKW-Verbreitung von „MDR Sputnik“ ein, reduziert seine Social-Media-Aktivitäten um 30 Prozent und streicht Podcasts mit weniger als 6.000 Hörern pro Monat.

https://www.telepolis.de/article/MDR-streicht-Tatort-und-Polizeiruf-Spardiktat-trifft-Publikumslieblinge-11291566.html

Politik zwingt MDR in die Knie

Der MDR muss weiter massiv sparen und geht dabei ans Eingemachte. Nach „MDR um 2“ und „Mittagsmagazin“ trifft es jetzt „Tatort“ und „Polizeiruf“. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) stellt sich hinter die Beschäftigten und fordert eine verlässliche Finanzierung des Senders sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit den angekündigten Sparmaßnahmen.

https://mmm.verdi.de/rundfunk/politik-zwingt-mdr-in-die-knie-107751

MDR darf nicht kaputtgespart werden: Wie die Politik den ÖRR in die Knie zwingt

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) stellt sich klar hinter die Beschäftigten des Mitteldeutschen Rundfunks und fordert eine verlässliche Finanzierung sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit den angekündigten Sparmaßnahmen im MDR.

Die jüngst bekanntgewordenen Berichte über die Abgabe des ARD-Mittagsmagazins, die Pausierung der Neuproduktion von „Tatort“ und „Polizeiruf 110“, die Abschaltung von „MDR Sputnik“ in der UKW-Ausstrahlung, die Streichung von „MDR um 2“ aus dem linearen TV-Programm, die Reduktion der Social-Media-Aktivitäten um 30 Prozent sowie die Einstellung von Podcasts mit unter 6.000 Hörerinnen und Hörern ist ein massiver Einschnitt in die publizistische Vielfalt des MDR. Und damit nicht genug, denn von den Maßnahmen sollen Medienberichten zufolge rund 200 Mitarbeitende des MDR betroffen sein.

Grund dafür ist die ausgebliebene Rundfunk-Beitragserhöhung zum 01.01.2025. Die Kürzungen sind die dramatischen Folgen der seit Jahren blockierten auskömmlichen Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. […]

ver.di kritisiert, dass die Regierungen der Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen damit unverantwortliche Unsicherheit für die Beschäftigten schafft und dem Sender einen massiven Spardruck auferlegen. ver.di fordert deshalb eine Rückkehr zur „Rechtsstaatlichkeit“ bei der Rundfunkfinanzierung und die Umsetzung des unabhängigen KEF-Verfahrens. „Gerade weil die Politik damit die breite Berichterstattung über Ihre Vorhaben massiv gefährdet und die ohnehin schon stark geschwächte Medienlandschaft in Ostdeutschland exponentiell gefährdet.“

Gleichzeitig erwartet ver.di auch von den Senderleitungen, nun notwendige Veränderungen sozial verantwortlich zu gestalten. Strukturreformen dürfen nicht einseitig zulasten der Beschäftigten gehen. Kürzungen bei Personal, Programm und regionaler Präsenz gefährden den gesellschaftlichen und staatsvertraglich vorgeschriebenen Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und das in derzeit stark angespannten politischen Lagen.

„Natürlich wissen wir um den wirtschaftlichen Druck, unter dem die Anstalten stehen“, so Munzke weiter. „Aber ein solcher Kahlschlag ist weder eine Zukunftsstrategie noch ein Zeichen für den Erhalt von Medienvielfalt und unabhängigem Journalismus in Ostdeutschland. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk braucht Investitionen in Qualität, Digitalisierung und Beschäftigungssicherheit und nicht einen dauerhaften Abwärtskurs.“

https://sat.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++3f3291c0-4ddd-11f1-8df8-777f08aad8ea

Sparkurs beim MDR – Gespräch mit Peter Stawowy

https://www.deutschlandfunk.de/sparkurs-beim-mdr-gespraech-mit-peter-stawowy-100.html