Kulturauftrag als Sparauftrag?
01.03.2021
Kulturauftrag als Sparauftrag?
Öffentlich-rechtliche Sender reduzieren ihr Kulturangebot und schaden damit der Demokratie Während in Paris der Start der »Kulturbox« bekannt gegeben worden ist, teilte der federführende ARD-Sender MDR mit, dass die geplante ARD-Kulturplattform vorerst nicht entwickelt werde. Für dieses digitale Angebot hatte die ARD ebenfalls einen Etat in Höhe von fünf Millionen Euro veranschlagt. Diese unverständliche, kulturlose Verfügung der ARD überrascht nicht.
Der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow hatte bereits im November, noch vor dem endgültigen Plazet in Sachsen-Anhalt über die Erhöhung des Rundfunkbeitrags, angekündigt, dass das Kulturprojekt abgesagt werden könnte. Ohne die Beitragserhöhung würde der ARD das Geld dafür fehlen, erklärte Buhrow gegenüber der Berliner Zeitung. Drohgebärden und Entscheidungen gegen die in der Corona-Pandemie stark leidende Kultur sind ein Armutszeugnis für die ARD. (Politik und Kultur, Positionen der Sender zu Corona und Kultur, S. 15 – 18)
https://www.kulturrat.de/wp-content/uploads/2021/02/puk03-21.pdf
