Lauterbach lässt ePA trotz Sicherheitslücken in seinen letzten Amtstagen noch starten
Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat angekündigt, die elektronische Patientenakte am 29. April über ganz Deutschland auszurollen. Seiner Versicherung, dass die massiven Sicherheitsprobleme gelöst seien, die der Chaos Computer Club aufgedeckt hat, widersprechen dessen Experten entschieden. Politiker und Beamte verschont Lauterbach.
Die elektronische Patientenakte (ePA) startet bundesweit am 29. April. Die Begrenzung auf Testregionen wird aufgehoben. Das hat der geschäftsführende Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) angekündigt. Wenige Tage später, am 6. Mai, soll eine neue Bundesregierung unter einem Kanzler Friedrich Merz (CDU) gewählt werden. Das Gesundheitsministerium soll dann an die CDU gehen, und mit ihm die absehbar großen Probleme, die ein übereilter Start der ePA verursachen wird.
Der Chaos Computer Club hatte im Dezember aufgedeckt, wie leicht es ist, sich massenhaften Zugang zu den elektronischen Patientenakten zu verschaffen. Einer von mehreren Wegen hierzu war der Kauf einer Zugangskarte mit Passcode von einer aufgegebenen Arztpraxis. Daraufhin hatte das Gesundheitsministerium versichert, die Akte, die derzeit in „Modellregionen“ getestet wird, werde nicht vor Schließung der Sicherheitslücken an den Start gehen.
Quelle und weiterführende Informationen: https://norberthaering.de/news/epa-start/
