Maaßen kritisiert Medien wegen Verwendung von Zeckenbiss-Video

Maaßen kritisierte bei seinem Auftritt im Ausschuss nach Angaben von Teilnehmern laut dpa die Medien. Demnach sagte er am Mittwoch in Berlin, man solle «Hetzjagden nicht herbeischreiben». Er sprach von einer negativen Stimmung der Bürger gegenüber Medien und Journalisten und erklärte, Medien hätten den Titel des Videos mit dem Begriff «Menschenjagd» vom Twitter-Nutzer «Antifa Zeckenbiss« übernommen.
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Der BfV-Präsident erklärte, anders als von Medien berichtet, habe er «zu keinem Zeitpunkt behauptet, dass das Video gefälscht, verfälscht oder manipuliert worden ist». Hätte er dies zum Ausdruck bringen wollen, hätte er auch die entsprechenden Worte gewählt, schreibt Maaßen. Er habe dagegen in Frage gestellt, dass das betreffende Video «authentisch» eine «Menschenjagd in Chemnitz» am 26. August belege.

Anmerkung: Genau diese Argumentation ist schlüssig. Wenn es Hundertschaften von Journalisten, die für sich in Anspruch nehmen linguistische Profiarbeit zu leisten, nicht fertig bringen zwischen „authentisch“ und „Fälschung“ zu differenzieren, dann sollten sie umsatteln – vielleicht auf Politiker. Das gleiche gilt für Angestellte öffentlich-rechtlicher Anstalten, die sich seit etlichen Tagen in Rücktrittsgeschrei gegenüber Maaßen üben. Auch sie sind auf dem falschen Posten. Sie sollen vor allem „den Mächtigen“ auf die Finger schauen, nicht deren Bodenpersonal.