ORF-Chef kündigt neue Anlaufstelle für Beschwerden über ORF-Journalismus an
Geplante Clearingstelle „anzurufen, wenn man das Gefühl hat, dass in journalistischer Arbeit etwas nicht ganz gut funktioniert hat“
ORF-Generaldirektor Roland Weißmann kündigt eine neue Beschwerde- und Clearingstelle für mögliche Fehler und Unzulänglichkeiten in der journalistischen Arbeit des ORF an. Sie soll Ende des Jahres zusammen mit neuen, zeitgemäßen Programmrichtlinien beschlossen werden, kündigte Weißmann am Donnerstag im ORF-Publikumsrat an. Diese Stelle könne angerufen werden, „wenn man das Gefühl hat, dass in journalistischer Arbeit etwas nicht ganz gut funktioniert hat“.
Die neue „Anlaufstelle“ soll unabhängig und weisungsfrei gestellt werden. Weißmann erklärt sie als „zentrale Auslegungsautorität“ für Fragen zur journalistischen Arbeit. Er sprach von einer „nach außen und nach innen sichtbaren Entscheidungsinstanz“ für eine „standardisierte rechtliche Beurteilung“ und als „Instanz zur Diskussion von grundsätzlichen journalistischen Fragestellungen“.
Die Stelle solle Objektivität, Unparteilichkeit, Unabhängigkeit und Ausgewogenheit der ORF-Berichterstattung zusätzlich absichern.
