Programmeinschnitte, Sparmaßnahmen und minimale Tarifangebote der ARD
Programmeinschnitte, Sparmaßnahmen und minimale Tarifangebote der ARD
Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di kritisiert die Haltung der Sender und kündigt Proteste an. Im Rahmen der Tarifverhandlungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk habe es zwar erste Angebote vom Bayerischen Rundfunk (BR) und vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) gegeben. Die Angebote blieben aber laut ver.di weit hinter den berechtigten Forderungen der Mitglieder zurück. Sie liegen auch weit unter den Tarifabschlüssen anderer Branchen oder dem öffentlichen Dienst.
Sowohl der Bayerische Rundfunk als auch der Norddeutsche Rundfunk bieten bei einer Laufzeit von 30 Monaten bis Mitte 2025 lediglich 2,25 Prozent Erhöhung zum 1. Januar 2024 und 2,46 Prozent zum 1.April 2025 an. Das Tarifangebot für 2025 soll nur unter dem Vorbehalt einer Erhöhung des Rundfunkbeitrags gelten.
https://mmm.verdi.de/rundfunk/schlaffes-tarifangebot-der-ard-96241
Hinweis: Zum Personalaufwand führt die KEF in ihrem 24. Bericht aus: „Für 2021 bis 2024 hatte die Kommission im 23. Bericht eine Steigerungsrate von 2,5 % anerkannt. Für die Jahre 2025 bis 2028 melden die Anstalten eine Steigerungsrate von 2,71 % an. Die Kommission erkennt diese Steigerungsrate für die Jahre 2025 und 2026 an. Mittel- und langfristig geht sie allerdings, anders als die Anstalten, wieder von niedrigeren Steigerungsraten entlang des langfristigen Gehaltstrends aus. Sie erkennt daher für die Jahre 2027 und 2028 eine Steigerungsrate von 2,25 % an. Da die Prognose der Entwicklung der Personalausgaben der Länder je Beschäftigtem aktuell nur bis 2026 reicht, war eine eigene Prognose der Kommission für 2027 und 2028 erforderlich.“ (S. 66)
Zur Durchsetzung der folgenden Tarifforderungen gegenüber dem Westdeutschen Rundfunk WDR:
Eine Erhöhung der Gehälter um 10,5 Prozent für Angestellte, mindestens jedoch um 500 Euro monatlich, bezogen auf eine Vollzeitkraft.
Eine Erhöhung der Effektivhonorare um 10,5 Prozent für Freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bei zeitbezogenen Schichten jedoch mindestens um 100 Euro je Schicht. (Dem hingegen fordert der WDR einen vollkommen neuen Honorarrahmen, der deutliche Verschlechterungen beinhaltet.)
Eine Erhöhung der Vergütung für Auszubildende um mindestens 250 Euro im Monat, Laufzeit 12 Monate.
https://wdr.verdi.de/tarif/tarifrunde-2023/++co++770fffa8-fae0-11ee-a6d4-fbc1656a83ad
