Ritter von der traurigen Gestalt: Claus Kleber zum Abschied

Am 30. Dezember wird Claus Kleber sein letztes „heute journal“ moderieren, bevor er sich in den Ruhestand verabschiedet, wobei er seinem Sender bestimmt weiter Berichte mit richtiger Haltung liefern darf.

Jetzt wird zurückgeschossen: Am 4. April 2019 verkündet ZDF-Fernsehmoderator Claus Kleber zu Beginn des „heute journals“ den Beginn des dritten Weltkrieges. Mit ernster Miene spricht er folgenden Satz: „Guten Abend, zu Wasser und zu Luft sind heute amerikanische, deutsche und andere europäische Verbündete unterwegs nach Estland, um die russischen Verbände zurückzuschlagen, die sich dort wie vor einigen Jahren auf der Krim festgesetzt haben.“ Im nächsten Satz gibt Kleber dann Entwarnung: Ätschbätsch, nur ein Scherz, aber so könne es dereinst einmal sein, wenn der böse Herr Putin nicht zur Räson gebracht werden kann. Konnte er – siehe die Spannungen an der russisch-ukrainischen Grenze – bis heute nicht.

Dass im Lande seinerzeit keine Panik ausbrach, dürfte dem glücklichen Umstand zu verdanken gewesen sein, dass die Mehrheit der Bevölkerung – allen voran die Jüngeren – die Informationsangebote der öffentlich-rechtlichen Sender nur noch am Rande oder überhaupt nicht mehr wahrnimmt sowie der Tatsache, dass immer mehr Menschen dem Mainstream, der aus den Apparaten schallt, von den Bildschirmen schreit und vom Zeitungspapier raunt, schlicht kein Vertrauen mehr schenkt.

Anmerkung: Wir hatten Klebers Entgleisung damals eine Programmbeschwerde gewidmet.

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